Zhengshan Jin Jun Mei Golden Eyebrows

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Zhengshan Jin Jun Mei Golden Eyebrows ist ein aus reinen Frühlingsknospen bestehender schwarzer Tee aus dem „Zhengshan“-Gebiet von Wuyishan, Provinz Fujian, China. Bereits der frische Duft des Tees lässt seinen hohen Süßegehalt und das würzige Aroma reifer Sommerfrüchte (Longan) erahnen. Der vollmundige Geschmack des leuchtend roten Aufgusses besteht in einem facettenreichen Komplex würzig-süßer und schokoladig-fruchtiger Geschmacksnoten. Der intensiv fruchtige Nachklang verweilt noch lange nach dem Genuss auf dem Gaumen des Genießers.

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Beschreibung

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus biodiversem Umfeld in Wuyishans Zhengshan-Areal

Zhengshan Lapsang Jin Jun Mei Schwarzer Tee

Lapsang Jin Jun Mei ist ein noch relativ junger schwarzer Tee. Ebenso wie Lapsang Souchong kommt er aus dem im Norden der chinesischen Provinz Fujian gelegenen Wuyi-Gebirge (auch ‘Wuyishan’). Als „Lapsang“-Tees bezeichnet man die aus den dortigen „Bohea“-Varietäten hergestellten schwarzen Teesorten. ‘Zhengshan’ dagegen bedeutet ‘Original Mountain’ und weist auf die Herkunft eines Lapsang-Tees aus einem definierten Areal innerhalb Wuyishans hin: das Gebiet um das Dorf Tong Mu ist seit langer Zeit bekannt für seine besonderen, vom Wuyishan-Terroir geprägten schwarzen Teesorten.

Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows Schwarzer Tee in meinem Garten 2

Pflückung und Verarbeitung

Die Pflückung von Jin Jun Mei Golden Eyebrows ist nur einmal jährlich während der Tage vor dem chinesischen Qingming-Fest möglich. Denn nur während dieser Zeit produzieren die Teebüsche in Wuyishan die ersten jungen Frühlingsknospen, die den Pflückstandard für diesen Tee definieren. Dabei unterliegt die traditionelle Handpflückung strikten Auswahlkriterien und ist aufgrund der geringen Masse extrem zeit- und arbeitsaufwändig. Der Pflückstandard unseres Zhengshan Jin Jun Mei Golden Eyebrows ist ‘reine Knospe’. Das heißt, nur die noch ungeöffnete junge Knospe ist zur Pflückung qualifiziert.

Wie die Pflückung erfolgen auch die meisten Schritte der Verarbeitung zu schwarzem Tee hier noch in Handarbeit. Erster Verarbeitungsschritt ist dabei das Welken der frisch geflückten Teeblätter. Anschließend dient das Rollen unter Ausübung starker mechanischer Kraft auf die Teeblätter dem Aufbrechen der Zellwände und Blattoberflächen. Während des Rollens setzen bereits Oxidationsprozesse ein, die sich beim anschließenden Ruhen der Teeblätter in 15-20cm dicken Lagen fortsetzen. Sobald der Oxidationsprozess seinen Höhepunkt erreicht hat, fixiert man die Teeblätter mittels Rösten in der Wokpfanne über dem Holzkohlefeuer.

Lapsang Qingming Jin Jun Mei Golden Eyebrows Schwarzer Tee, nasse Teeblätter nach dem Aufguss

Geschmack und Erscheinungsbild

Die trockenen Blätter sind von gleichmäßig dunkler Farbe, kontrastiert von einem hohen Anteil goldfarbener Spitzen. Duft und Geschmack erinnern an den der süßen, in China heimischen Longan-Frucht. Bereits der frische Duft des Tees lässt seine hohen Süßegehalt und das würzige Aroma reifer Sommerfrüchte erahnen. Der vollmundige Geschmack des leuchtend roten Aufgusses besteht in einem facettenreichen Komplex würzig-süßer und schokoladig-fruchtiger Geschmacksnoten. Der intensiv fruchtige Nachklang verweilt noch lange nach dem Genuss auf dem Gaumen des Genießers.

Zubereitung

Auch für die Zubereitung von Zhengshan Jin Jun Mei Golden Eyebrows gibt es grundsätzlich zwei mögliche Ansätze.

Westlicher Zubereitungsansatz

Zum einen ist dies der westliche Ansatz der Zubereitung von schwarzem Tee über 1 bis maximal 2 Aufgüsse. Hierzu zunächst ca. 3g / 100ml mit sprudelnd kochend heißem Wasser übergießen (90-100°C). Dann nach persönlicher geschmacklicher Präferenz 3-5 Minuten ziehen lassen für einen vollmundig-köstlichen, geschmacklich intensiven ersten Aufguss. Nach weiteren 5 Minuten Ziehdauer steht ein zweiter Aufguss dem ersten geschmacklich kaum nach.

Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows im Siam Tee Shop

Gong-Fu-Ansatz

Der andere grundsätzliche Zubereitungsansatz ist die chinesische „Gong Fu Cha“-Zubereitung über mehrere Aufgüsse jeweils kürzerer Ziehdauer. Der Ansatz lebt von vergleichsweise hoher Dosierung > 3g / 100ml bei ebenfalls sprudelnd kochend heißer Aufgusstemperatur. Dabei hängen die Ziehdauer einzelner Aufgüsse sowie die Gesamtzahl möglicher Aufgüsse von der gewählten Dosierung ab. Der Ansatz erfordert in der Praxis deshalb immer auch ein wenig Experimentierfreudigkeit.

Wuyishan – ein besonderes ‘Terroir’ für Tee

Der ungewöhnlich hohe Mineralreichtum der Böden hat den Oolong-Tees, für die das ehemals vulkanische Wuyi-Gebirge neben seinen Lapsang-Schwarztees bekannt ist, die Bezeichnung ‘Steintees’ eingebracht. Schwarzer Tee aus Wuyishans „Zhengshan“-Areal genoss seit den Zeiten der Tang-Dynastie als ‘Tribut-Tee’ besondere Wertschätzung am kaiserlichen Hof. Wo er außerhalb desselben zu haben war, wurde er zu Höchstpreisen gehandelt. Die nährstoffreichen Böden von Wuyishan verhelfen den Tees dieses Anbaugebiets zum einem besonders hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien. Entsprechend sind sie ein prägender Faktor des Geschmacksprofils von Wuyi-Tees und verhelfen diesen zu ihrem individuellen Charakter.

Das besondere Terroir Wuyishans ist heute durch seinen Status als ‘UNESCO Welterbe’ geschützt. Der Schutz bezieht sich dabei auf die Bereiche Natur, Landschaft und Kultur. Um diesen adäquat Rechnung zu tragen, hat die UNESCO verschiedene Schutzstufen mit unterschiedlicher Gewichtung der einzelnen Schutzbereiche definiert.

Detaillierte Informationen über Wuyishan, seine Teesorten und verschiedenen Anbauzonen liefert auch ein einschlägiger Artikel im Siam Tee Blog:

“Fujians Wuyi Mountains – Heimat der Steintees”

Lapsang Souchong – Ursprung, Legende und Hintergrund

Die Entdeckung von Lapsang Souchong, im Westen heute einer der bekanntesten Tees Chinas, ist der Legende nach einem Zufall zu verdanken:

Zu Zeiten der Qing-Dynastie, der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas von 1644-1912, trug es sich zu, dass das Dorf Tong Mu in Wuyishan, Fujian, von Feinden angegriffen wurde. Um nun die Trocknung bereits gepflückter Teeblätter zu beschleunigen, erhitzten die Dorfbewohner diese über dem Herdfeuer.

Das starke “Raucharoma” des so getrockneten Tees erwies sich alsbald als willkommene geschmackliche Verfeinerung desselben. Wegen der besonderen Note etablierte sich der „geräucherte“ Tee in der Folgezeit insbesondere unter Westlern als beliebte Teespezialität. In China selbst dagegen galt schwarzer Lapsang Souchong Tee lange Zeit als “arme-Leute-Tee”. Deshalb zog man zur Produktion von geräuchertem Lapsang Souchong zunächst vorzugsweise mindere Pflückstandards und Blattqualitäten heran. Zu Verstärkung des Rauchgeschmacks verarbeitete man die Teeblätter zudem über Feuer aus frisch geschnittenem Kiefernholz.

Entwicklung von Lapsang-Tee seit 1979

Die Szene änderte sich drastisch, als das Dorf Tong Mu und seine Umgebung im Jahr 1979 von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt wurden. Der Wert der Anbauflächen innerhalb der Grenzen der Schutzzone vervielfachte sich in allerkürzester Zeit, was einen starken Preisanstieg der hier produzierten Tees zur Folge hatte. Weiter ist mit den Auflagen des Weltkulturerbes unter anderem auch ein vollständiges Verbot des Einsatzes von Pestiziden verbunden. Auch dies trug zu höherer Selektivität bei Anbauprodukten und Verarbeitungsqualität und damit zu steigenden Teepreisen innerhalb der UNESCO-Schutzzone bei. Andererseits bietet der Schutzstatus Tee-Liebhabern eine durchaus wünschenswerte Qualitätsgarantie.

Die Produktion von Lapsang-Tee im Dorf Tong Mu und den umliegenden Bergen hat sich seither vor allem in zwei Richtungen entwickelt. Zum einen ist dies der klassische Lapsang Souchong”, das heißt die Pflege des klassischen Verarbeitungsmusters. Zum anderen ist es dessen Aufwertung durch die Verwendung hochwertigerer Tee- und Blattgrade sowie eine zurückhaltendere Räucherung. Letzteres brachte seit den 90er Jahren die Entwicklung eines neuen Zweiges, Lapsang Jin Jun Mei, hervor. Für diesen qualifizieren sich ausschließlich die jüngsten Knospen der Bohea-Teepflanze, gegebenenfalls mit den 1-2 jüngsten Blättern, als Pflückstandard. Um die herausragenden geschmacklichen und aromatischen Qualitäten dieses Tees nicht zu beeinträchtigen, findet bei der Verarbeitung von Jin Jun Mei keine Beräucherung statt. Einen ausführlichen Vergleich beider Entwicklungsrichtungen von Lapsang-Tee liefert ein einschlägiger Artikel im Siam Tee Blog:

Lapsang Souchong, Zheng Shan Xiao Zhong, Lapsang Jin Jun Mei – alles das Gleiche?

Zusätzliche Informationen

Gewicht n. a.
Gewicht

25g, 50g, 100g

7 Bewertungen für Zhengshan Jin Jun Mei Golden Eyebrows

  1. Markus (Verifizierter Besitzer)

    Geruch und Geschmack in Summe führen bei mir zum Gänsehaut-Effekt. Ein Traum.

  2. Jürgen (Verifizierter Besitzer)

    Dieser sehr milde Tee bietet ein ausgewogen, rundes und dennoch niemals langweiliges Geschmackserlebnis. Nur der beste Pflückstandard (1+1), also Knospe und das jüngste Blatt, die per Hand gepflückt werden, finden bei dieser Spezialität Verwendung.
    Insgesamt habe ich drei Aufgüsse mit nahezu kochendem Wasser gemacht (4g/250ml, 2, 3,5 und 5 Minuten). Einer strahlend, bernsteinfarbenen Tasse entsteigt ein verlockender süßer, würziger Duft. Ein samtweiches Mundgefühl umrahmt von zarten Röstaromen belohnt den Teetrinker beim ersten Aufguss. Letztere weichen während des Genusses des zweiten und dritten Aufgusses mehr und mehr einer milden, leicht malzigen Süße, die noch lange nach dem Trinken präsent bleibt. Von irgend einer Herbe, Adstringenz oder gar Bitterkeit fehlt jede Spur.

  3. ECL (Verifizierter Besitzer)

    Bei diesem Tee handelt es sich um einen Wuyi Shan Schwarztee modernerer Machart. Das trockene Blatt im Pflückstandard 1+1 ist fein gekräuselt und von hoher Qualtiät. Dies sieht man insbesondere auch in feuchtem Zustand.
    Das Ergebnis, welches man bei Zubereitung mit 2. geh. Teelöffeln auf den ca. 120ml Gaiwan und 100°C Wassertemperatur bekommt, ist ein mittelstarker Tee mit typisch rötlicher Tassenfarbe. Als Ziehzeiten habe ich dabei 40s, 30s, 40s, 50s und 90s gewählt.
    Geschmacklich präsentiert sich der Tee sehr intensiv und ausgewogen. Im Vergleich zum hier ebenfalls erhältlichen Lapsang Souchong ungeräuchert, ist das Röstaroma deutlich harmonischer und dezenter. Dafür kommt neben dem für Wuyi Schwarztees typischen Zedernholzaroma und den häufig mit der Logan-Frucht in Verbindung gebrachten Nuancen, eine tolle Süße zum Vorschein. Dazu ist der Tee minimal malzig und kommt nahezu ohne Adstringenz daher.
    Als Fazit kann ich nur festhalten, dass dieser Tee einer der Besten seiner Art ist und mir von allen Wuyi-Schwarztees, die ich bisher getrunken habe, am besten schmeckt.

  4. David Astor (Verifizierter Besitzer)

    Dieser Tee ist einer meiner liebsten. Er hat eine unglaubliche Süße. Ich finde ihn dick nach dem fünften Aufguss sehr lebendig und interessant. Selten so einen guten Tee dieser Art bekommen!

  5. Michael M. (Verifizierter Besitzer)

    Wild Zheng Shan Jin Jun Mei Schwarzer Tee – dunkelbraun bis schwarzes Blatt, sehr fein gerollt, stark rauchiger Duft. Bei ca. 95 Grad C bei drei Minuten gebrüht ergibt sich eine sehr schöne rötlich braune Tassenfarbe. Der Tee hat einen milden leicht floralen Geruch und im Geschmack einen eher lieblichen Auftritt, ja eigentlich süßlich, aber auch leicht rauchig. Für mich der bisher beste schwarze Tee.

  6. Jürgen (Verifizierter Besitzer)

    Der Name Lapsang ist bei vielen unbedarften Gelegenheitsteetrinkern mit einer Art geräuchertem Tee und allermeistens wenigen, eher negativen Geschmackseindrücken verbunden. Beides stimmt aber nur teilweise, denn einerseits ist Lapsang einfach der Name für Schwarzen Tee, der aus den Teepflanzenvariätäten aus dieser speziellen Region des Wujishan hergestellt wird und in vorliegender Form ungeräuchert ist, und zweitens gibt es vorzügliche Spitzenqualitäten von dann geräuchertem sogenannten Lapsang Souchong, die das Kennerherz höher schlagen lassen.
    Der „Golden Eyebrows“ begeistert mich indes schon in trockenem Zustand durch das olfaktorisch wirklich intensive Schokoladenaroma. Dieses ist auch in der Infusion sehr präsent und kombiniert mit einer Art holzigen Süsse ein wunderbares Geschmackserlebnis. Der Tee neigt weder zum Nachbittern noch finden sich adstringierende Noten. Im Verlauf der Aufgüsse verblassen die anfangs sehr dominanten Schokoladen-/ Kakaoaromen etwas und bieten einer unterschwelligen Mineralik eine Bühne, die diese bis zum Ende des Genusses zu nutzen weiß.
    Ich habe inzwischen schon diverse Schwarze Tees aus Yunnan und Fujian getrunken und in etlichen die von mir sehr geschätzten Noten von Bitterschokolade und/oder Kakao gefunden. Meist waren diese jedoch mehr oder minder an Nuancen von Karamell gebunden, was ich als durchaus interessant und wohlschmeckend empfinde, gleichwohl bevorzuge ich als großer Liebhaber hochwertiger dunkler Schokolade aber den reinen unverfälschten Geschmack, den mir dieser Lapsang auf einzigartige Weise bietet.
    Schon dessen Vorgänger im Shop war übrigens ein vorzüglicher Tee im Pflückstandard 1+1 ( Knospe plus jüngstes Blatt) wenngleich mit gänzlich anderem Grundcharakter. Der hier besprochene Jin Jun Mei „Golden Eyebrows“ jedenfalls ist ein absolut würdiger Nachfolger und überflügelt ersteren sowohl mit seiner objektiven Qualität als auch nach meinem Empfinden mit seinem exquisiten Geschmack.

    Zubereitung: 4g/100ml
    Ziehzeiten: 40, 30, 45, 60, 90s

  7. ECL (Verifizierter Besitzer)

    Ji Jun Mei die zweite oder wenn der Händler den Lieferanten wechselt:

    Vor einiger Zeit habe ich hier schon mal einen Ji Jun Mei vorgestellt. Jetzt wollte ich mal wieder ein wenig davon und der Händler hatte den Lieferanten gewechselt mit dem Versprechen, dass der neue noch besser sei. Dies ist aus meiner Sicht gefährlich, da ich noch nicht zig verschiedene Ji Jun Meis probiert habe, sondern nur diesen einen und dieser somit mein Bild von Ji Jun Mei geprägt hat. Dazu die Beschreibung, dass der Tee aus reinen Frühlingsknospen bestünde, wo ich doch irgendwo im Hinterkopf habe, dass echter Ji Jun Mei angeblich nicht so viele Knospen haben dürfe.
    Wie gesagt dieser Tee ist ein Ji Jun Mei und gehört somit zu den bekannten Wuyi Schwarztees, die oft auch mit der englischen Bezeichnung „Bohea“ versehen werden. Diese Tees stammen aus kleinblättrigen Varietäten der Camellia Sinensis var. Sinensis, wie sie im Wuyishan Gebiet (Provinz Fujian, China) wachsen. Der Ji Jun Mei ist ein relativ junger Tee, weil solche hochwertigen Pflückstandards und Verarbeitungen erst stattfinden seit dem das Gebiet von der UNESCO in bestimmte Zonen eingeteilt wurde. Davor war das Gebiet vor allem für Yancha Oolongs und den berühmten Lapsang Souchong bekannt. Dieser Tee hier stammt aus dem original Kerngebiet (Zhengshan) des Wuyishan um das bekannte Dorf Tong Mu.
    Gleichzeitig ist Ji Jun Mei aber auch ein Zwischending, da es noch andere modernere Verarbeitungsformen solcher Tees gibt (Fruity Lapsang/Floral Lapsang etc.), die noch weiniger stark enderhitzt wurden. Also ein Ji Jun Mei ist auf der einen Seite kein durchgeräucherter und stark enderhitzter Lapsang Souchong, welche es übrigens auch ungeräuchert gibt, auf der anderen Seite aber auch kein schonend enderhitzter, fruchtig weicher Fruity Lapsang (bei diesen kann man die Verwandschaft zu Darjeeling Tees besonders gut erschmecken). Und hier haben wir schon den Grund, warum der Ji Jun Mei einer meiner Lieblingsschwarztees ist. Eben weil er sowohl den typischen Wuyi Geschmack hat, aber eben auch noch subtil und weich genug ist.
    Das trockene Material dieses Tees ist sehr fein, fast filigran kräuselig verarbeitet, also optisch eindeutig nochmal hochwertiger als sein absolut großartiger Vorgänger. Geschmacklich war ich zunächst skeptisch, ich hatte die Befürchtung, dass die Röstnote sich dem „Wild Artisan Lapsang Souchong (ungeräuchert)“ annähert, den ich nach einigen Malen des Trinkens (vor einigen Jahren) eben auf Grund dieses sehr stark ausgeprägten Aromas nicht mehr so gerne mochte. Die Befürchtung kann ich aber wohl in den Wind schießen, da dieser Tee zwar Röstnoten hat, diese aber sehr weich sind und von Aufguss zu Aufguss immer mehr in den Hintergrund treten. Der Tee hat eine fast ölige Textur. Die feinen Röstnoten werden von einem leicht schokoladigen und an Pinienholz erinnernden Körper getragen. Dazu kommt eine minimale Fruchtigkeit, welche das typische als Longan bezeichnete Aroma hat, was eben solche Wuyi Schwarztees im idealen Fall auszeichnet. Also festzuhalten bleibt, dass sich die Qualität doch auf bereits sehr hohem Niveau des Vorgängers mit diesem Tee minimal gesteigert hat.

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