Wild Zheng Shan Jin Jun Mei Schwarzer Tee

(4 Kundenrezensionen)

7,4025,90

Jin Jun Mei, ein „Kind des aktuellen Jahrtausends“, ist ein hochwertiger, nur aus Knospen und dem jüngsten Blatt (1+1) bestehender schwarzer Tee aus Fujians Wuyi-Gebirge. Unser Wild Zheng Shan Jin Jun Mei wird in einem naturbelassenen, in 1100 bis 1500 Metern Höhe gelegenen Bambuswald in Wuyishans Zhengshan-Areal handgepflückt und weitgehend manuell verarbeitet.  Sein Geschmack ist geprägt von würziger Süße und einem breiten Spektrum unaufdringlicher Röstnoten.

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe bitte untenstehende detallierte Produktbeschreibung.

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Beschreibung

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus biodiversem Umfeld in Wuyishans Zhengshan-Areal

Zhengshan Lapsang Jin Jun Mei Schwarzer Tee

Lapsang Jin Jun Mei ist ein noch relativ junger schwarzer Tee. Ebenso wie Lapsang Souchong kommt er aus dem im Norden der chinesischen Provinz Fujian gelegenen Wuyi-Gebirge (auch ‘Wuyishan’). Als „Lapsang“-Tees bezeichnet man die aus den dortigen „Bohea“-Varietäten hergestellten schwarzen Teesorten. ‘Zhengshan’ dagegen bedeutet ‘Original Mountain’ und weist auf die Herkunft eines Lapsang-Tees aus einem definierten Areal innerhalb Wuyishans hin. Detaillierte Informationen über Wuyishan, seine Teesorten und verschiedenen Anbauzonen liefert ein einschlägiger Artikel im Siam Tee Blog:

“Fujians Wuyi Mountains – Heimat der Steintees”)

Wuyishan – ein besonderes ‘Terroir’ für Tee

Der ungewöhnlich hohe Mineralreichtum der Böden hat den Oolong-Tees, für die das ehemals vulkanische Wuyi-Gebirge neben seinen Lapsang-Schwarztees bekannt ist, die Bezeichnung ‘Steintees’ eingebracht. Schwarzer Tee aus Wuyishans „Zhengshan“-Areal genoss seit den Zeiten der Tang-Dynastie als ‘Tribut-Tee’ besondere Wertschätzung am kaiserlichen Hof. Wo er außerhalb desselben zu haben war, wurde er zu Höchstpreisen gehandelt. Die nährstoffreichen Böden von Wuyishan verhelfen den Tees dieses Anbaugebiets zum einem besonders hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien. Entsprechend sind sie ein prägender Faktor des Geschmacksprofils von Wuyi-Tees und verhelfen diesen zu ihrem individuellen Charakter.

Das besondere Terroir Wuyishans ist heute durch seinen Status als ‘UNESCO Welterbe’ geschützt. Der Schutz bezieht sich dabei auf die Bereiche Natur, Landschaft und Kultur. Um diesen adäquat Rechnung zu tragen, hat die UNESCO verschiedene Schutzstufen mit unterschiedlicher Gewichtung der einzelnen Schutzbereiche definiert.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Jin Jun Mei – so jung wie das aktuelle Jahrtausend

Das Dorf Tong Mu in Wuyishans Zhengshan-Region ist seit langer Zeit bekannt für seine besonderen, vom Wuyishan-Terroir geprägten schwarzen Teesorten. Insbesondere Lapsang Souchong wurde durch die Erwähnung in namhaften klassischen literarischen Werken weltweit bekannt. Hinzu kommt die verarbeitungsbedingte Sonderstellung des klassischen Lapsang Souchong unter den Schwarztees. Die Idee, höhere Pflückstandards (reine Knospe, 1+1 oder 1+2) gesondert auszuweisen, ist dabei gerade mal eben so alt wie das aktuelle Jahrtausend. Um nun zu verstehen, warum eine solche Unterscheidung überhaupt notwendig wurde, müssen wir etwas weiter ausholen… Hierzu wollen wir zunächst den geschichtlichen Hintergrund und die Entwicklung von Lapsang Souchong etwas näher beleuchten.

Lapsang Souchong – Ursprung, Legende und Hintergrund

Die Entdeckung von Lapsang Souchong, im Westen heute einer der bekanntesten Tees Chinas, ist der Legende nach einem Zufall zu verdanken:

Zu Zeiten der Qing-Dynastie, der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas von 1644-1912, trug es sich zu, dass das Dorf Tong Mu in Wuyishan, Fujian, von Feinden angegriffen wurde. Nun zwang die Situation die Bewohner zum übereilten Trocknen ihrer Teeblätter, und so kam es, dass sie diese zur Beschleunigung des Vorgangs über dem Herdfeuer erhitzten. Im Anschluss erwies das starke “Raucharoma” des so getrockneten Tees sich als willkommene Kaschierung der weniger wünschenswerten geschmacklichen Eigenschaften des verwendeten, eigentlich minderwertigen Tees. Darüber hinaus verlieh das Raucharoma dem Tee eine besondere Note, die sich in der Folgezeit insbesondere bei Westlern als beliebte Teespezialität etablierte. In China selbst dagegen galt schwarzer Lapsang Souchong Tee lange Zeit als “arme-Leute-Tee”. Entsprechend zog man zur Produktion des ursprünglichen Lapsang Souchong vorzugsweise mindere Teequalitäten heran. Diese unterzog man zur Veredelung beim Rösten dann einer intensiven Räucherung mit frisch geschnittenem Kiefernholz.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Entwicklung von Lapsang-Tee seit 1979

Die Szene änderte sich drastisch, als das Dorf Tong Mu und seine Umgebung im Jahr 1979 von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt wurden. Der Wert der Anbauflächen innerhalb der Grenzen der Schutzzone vervielfachte sich in allerkürzester Zeit, was einen starken Preisanstieg der hier produzierten Tees zur Folge hatte. Weiter ist mit den Auflagen des Weltkulturerbes unter anderem auch ein vollständiges Verbot des Einsatzes von Pestiziden verbunden. Auch dies trug zu höherer Selektivität bei Anbauprodukten und Verarbeitungsqualität und damit zu steigenden Teepreisen innerhalb der UNESCO-Schutzzone bei. Andererseits bietet der Schutzstatus Tee-Liebhabern eine durchaus wünschenswerte Qualitätsgarantie.

Die Produktion von Lapsang-Tee im Dorf Tong Mu und den umliegenden Bergen hat sich seither vor allem in zwei Richtungen entwickelt. Zum einen ist dies der klassische Lapsang Souchong”, das heißt die Pflege des klassischen Verarbeitungsmusters. Zum anderen ist es dessen Aufwertung durch die Verwendung hochwertigerer Tee- und Blattgrade sowie eine zurückhaltendere Räucherung. Letzteres brachte seit den 90er Jahren die Entwicklung eines neuen Zweiges, Lapsang Jin Jun Mei, hervor. Für diesen qualifizieren sich ausschließlich die jüngsten Knospen der Bohea-Teepflanze, gegebenenfalls mit den 1-2 jüngsten Blättern, als Pflückstandard. Um die herausragenden geschmacklichen und aromatischen Qualitäten dieses Tees nicht zu beeinträchtigen, findet bei der Verarbeitung von Jin Jun Mei keine Beräucherung statt. Einen ausführlichen Vergleich beider Entwicklungsrichtungen von Lapsang-Tee liefert ein einschlägiger Artikel im Siam Tee Blog:

Lapsang Souchong, Zheng Shan Xiao Zhong, Lapsang Jin Jun Mei – alles das Gleiche?

Wild Zheng Shan Jin Jun Mei

Wild Zheng Shan Jin Jun Mei, Teil der ‚Biodiversi-TEA‘-Linie im Siam Tee Shop, ist das Produkt einer kleinen, etwa 50 Einwohner zählenden Siedlung in Wuyishans Zhengshan-Gebiet. Deren Bewohner bilden nun eine landwirtschaftliche Kooperative, in der Arbeit und Ertrag zu gleichen Teilen zwischen den Mitgliedern aufgeteilt werden. Zu den von der Kooperative bewirtschafteten Flächen zählt ein bis in die heutige Zeit weitgehend naturbelassener, in 1100 – 1500 Metern Höhe auf dem Berg Tong Mu gelegener Bambuswald. In diesem wachsen verstreut auch wilde, über 100 Jahre alte Bohea-Teebüsche. Entsprechend gedeihen die Teebüsche hier in einem naturnahen, von Bambus, verschiedensten Sträuchern und Büschen, Blumen und Gräsern bevölkerten Umfeld.

Pflückung und Verarbeitung

Der Pflückstandard unseres Wild Zheng Shan Jin Jun Mei ist ‘1+1’. Das heißt, nur die junge Knospe und das zugehörige jüngste Blatt sind zur Pflückung qualifiziert. Wie die Pflückung erfolgen auch die meisten Verarbeitungsschritte hier noch in Handarbeit. Erster Verarbeitungsschritt ist dabei das Welken der frisch geflückten Teeblätter. Anschließend dient das Rollen unter Ausübung starker mechanischer Kraft auf die Teeblätter dem Aufbrechen der Zellwände und Blattoberflächen. Während des Rollens setzen bereits Oxidationsprozesse ein, die sich beim anschließenden Ruhen der Teeblätter in 15-20cm dicken Lagen fortsetzen. Sobald der Oxidationsprozess seinen Höhepunkt erreicht hat, fixiert man die Teeblätter mittels Rösten in der Wokpfanne über dem Holzkohlefeuer.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Geschmack und Erscheinungsbild

Die trockenen Blätter sind von gleichmäßig dunkler Farbe, kontrastiert von vereinzelten goldfarbenen Spitzen. Duft und Geschmack erinnern an den der süßen, in China heimischen Longan-Frucht, und verlieren auch bei längerer Lagerung nicht. Vielmehr wird der Duft mit der Zeit sogar intensiver. Gleichzeitig verliert das breite, aber nie aufdringliche Röstaroma mit der Zeit an ‘Biss’. Entsprechend wird der Geschmack von Wild Jin Jun Mei bei sachgemäßer trockener Lagerung im Laufe der Zeit immer weicher erscheinen. Aufgrund seines wilden Charakters enthält Wild Zhengshan Jin Jun Mei weitaus höhere Konzentrationen an Vitaminen und Antioxidantien als konventionell angebauter Tee. Beides ist mitprägend für den besonderen Charakter des insgesamt runden, vollmundigen Geschmacksprofils dieses Tees. Deshalb werden Liebhaber milder süßer Dian Hong Tees diesen ebenso ins Herz schließen wie Freunde kräftiger Keemun- oder Assam-Tees.

‘Wild Zheng Shan Jin Jun Mei’ vs. ‘Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows’

Während wir normalerweise meist nur einen Vertreter einer Teesorte für unser Sortiment auswählen, haben wir uns dazu entschlossen, Wild Zheng Shan Jin Jun Mei parallel zu unserem Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows anzubieten, da

  • beide Tees aufgrund ihrer relativen Seltenheit voraussichtlich nicht ganzjährig verfügbar sein werden,
  • die beiden Teesorten aufgrund des Unterschieds zwischen wildem Tee (Wild Zheng Shan Jin Jun Mei) und ‘konventionell’ kultiviertem Tee (Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows) grundsätzliche Unterschiede im Charakter aufweisen, und
  • beide Tees auch aufgrund des unterschiedlichen Pflückstandards (1+1 vs. reine Knospe) mit sehr verschiedenen (obwohl doch gleichermaßen liebenswerte) Geschmacksprofilen aufwarten.

Während unser Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows von einer fruchtig-süßen Note im Verbund mit äußerst prägnanten Röstaromen dominiert wird, überwiegt im Wild Zheng Shan Jin Jun Mei eine milde, malzige Süße, untermalt von einem breiten, aber vergleichsweise unaufdringlichen und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügenden Röstaroma.

 Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows im Siam Tee Shop

Zubereitung

Die beste Annäherung an die Zubereitung von Wild Zheng Shan Jin Jun Mei erfolgt über den geläufigen Standard für die Zubereitung chinesischer schwarzer Tees: 3g-5g trockene Teeblätter mit 200-350 ml möglichst weichen Wassers einer Temperatur von 90+°C übergießen und je nach persönlicher Präferenz 2-3 Minuten ziehen lassen. Je nach Ziehdauer und Dosierung hat Wild Zheng Shan Jin Jun Mei das Potential für 2-3 köstliche Aufgüsse (zweiter Aufguss: 3-4 Minuten, dritter Aufguss: 5 Minuten).

Zusätzliche Information

Gewicht n.a.
Gewicht

25g, 50g, 100g

4 Bewertungen für Wild Zheng Shan Jin Jun Mei Schwarzer Tee

  1. Markus (Verifizierter Besitzer)

    Geruch und Geschmack in Summe führen bei mir zum Gänsehaut-Effekt. Ein Traum.

  2. Jürgen (Verifizierter Besitzer)

    Dieser sehr milde Tee bietet ein ausgewogen, rundes und dennoch niemals langweiliges Geschmackserlebnis. Nur der beste Pflückstandard (1+1), also Knospe und das jüngste Blatt, die per Hand gepflückt werden, finden bei dieser Spezialität Verwendung.
    Insgesamt habe ich drei Aufgüsse mit nahezu kochendem Wasser gemacht (4g/250ml, 2, 3,5 und 5 Minuten). Einer strahlend, bernsteinfarbenen Tasse entsteigt ein verlockender süßer, würziger Duft. Ein samtweiches Mundgefühl umrahmt von zarten Röstaromen belohnt den Teetrinker beim ersten Aufguss. Letztere weichen während des Genusses des zweiten und dritten Aufgusses mehr und mehr einer milden, leicht malzigen Süße, die noch lange nach dem Trinken präsent bleibt. Von irgend einer Herbe, Adstringenz oder gar Bitterkeit fehlt jede Spur.

  3. ECL (Verifizierter Besitzer)

    Bei diesem Tee handelt es sich um einen Wuyi Shan Schwarztee modernerer Machart. Das trockene Blatt im Pflückstandard 1+1 ist fein gekräuselt und von hoher Qualtiät. Dies sieht man insbesondere auch in feuchtem Zustand.
    Das Ergebnis, welches man bei Zubereitung mit 2. geh. Teelöffeln auf den ca. 120ml Gaiwan und 100°C Wassertemperatur bekommt, ist ein mittelstarker Tee mit typisch rötlicher Tassenfarbe. Als Ziehzeiten habe ich dabei 40s, 30s, 40s, 50s und 90s gewählt.
    Geschmacklich präsentiert sich der Tee sehr intensiv und ausgewogen. Im Vergleich zum hier ebenfalls erhältlichen Lapsang Souchong ungeräuchert, ist das Röstaroma deutlich harmonischer und dezenter. Dafür kommt neben dem für Wuyi Schwarztees typischen Zedernholzaroma und den häufig mit der Logan-Frucht in Verbindung gebrachten Nuancen, eine tolle Süße zum Vorschein. Dazu ist der Tee minimal malzig und kommt nahezu ohne Adstringenz daher.
    Als Fazit kann ich nur festhalten, dass dieser Tee einer der Besten seiner Art ist und mir von allen Wuyi-Schwarztees, die ich bisher getrunken habe, am besten schmeckt.

  4. David Astor (Verifizierter Besitzer)

    Dieser Tee ist einer meiner liebsten. Er hat eine unglaubliche Süße. Ich finde ihn dick nach dem fünften Aufguss sehr lebendig und interessant. Selten so einen guten Tee dieser Art bekommen!

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