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Wild Zheng Shan Jin Jun Mei Schwarzer Tee

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(1 Kundenrezension)

6,2021,40

Jin Jun Mei, ein „Kind des aktuellen Jahrtausends“, ist ein hochwertiger, nur aus Knospen und dem jüngsten Blatt (1+1) bestehender schwarzer Tee aus Fujians Wuyi-Gebirge. Unser Wild Zheng Shan Jin Jun Mei wird in einem naturbelassenen, in 1100 bis 1500 Metern Höhe gelegenen Bambuswald in Wuyishans Zhengshan-Areal handgepflückt und weitgehend manuell verarbeitet.  Sein Geschmack ist geprägt von würziger Süße und einem breiten Spektrum unaufdringlicher Röstnoten.

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe bitte untenstehende detallierte Produktbeschreibung.

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Beschreibung

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus biodiversem Umfeld in Wuyishans Zhengshan-Areal

Jin Jun Mei ist ein noch relativ junger schwarzer Tee, der wie Lapsang Souchong aus des im Norden der chinesischen Provinz Fujian gelegenen Wuyi-Gebirges kommt (auch ‘Wuyishan’). ‘Zheng Shan’ bedeutet ‘Original Mountain’ und nur Tee aus einem definierten Areal innerhalb Wuyishans dürfen rechtmäßig als ‚Zhengshan‘-Tees bezeichnet werden. Detaillierte Informationen über Wuyishan, welche Tees dort angebaut werden und in welche Zonen das Anbaugebiet unterteilt ist, finden Sie in unserem einschlägigen Artikel im Siam Tee Blog,

“Fujians Wuyi Mountains – Heimat der Steintees”)

Wuyishan – ein besonderes ‘Terroir’ für Tee

Der ungewöhnlich hohe Mineralreichtum der Böden hat den Oolong-Tees, für die das ehemals vulkanische Wuyi-Gebirge neben seinen (Lapsang-) Schwarztees bekannt ist, die Bezeichnung ‘Steintees’ eingebracht. Tee aus dem Wuyi-Kerngebiet (‘Zheng Shan’) genoss seit den Zeiten der Tang-Dynastie als ‘Tribut-Tee’ besondere Wertschätzung am kaiserlichen Hof und wurde, wo er überhaupt auf den Markt gelangte, zu Höchstpreisen gehandelt. Die nährstoffreichen Böden von Wuyishan verhelfen den Tees dieses Anbaugebiets zum einem besonders hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien, was auch prägend für das Geschmacksprofil von Wuyi-Tees ist und diesen zu einem ganz eigenen individuellen Charakter verhilft.

Das besondere Terroir Wuyishans ist heute durch seinen Status als ‘UNESCO Welterbe’ geschützt. Der Schutz bezieht sich auf die Bereiche Natur, Landschaft und Kultur, wobei die UNESCO unterschiedlich stark geschützte Bereiche mit unterschiedlicher Gewichtung der einzelnen Schutzbereiche definiert hat. Die am umfangreichsten geschützte Zone ist das eigentliche Wuyi Kerngebiet, das sogenannte ‘Zheng Shan’-Areal.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Jin Jun Mei – so jung wie das aktuelle Jahrtausend

Das in der Zhengshan-Region von Wuyishan gelegene Dorf Tong Mu ist seit langer Zeit bekannt für seine besonderen, vom Wuyishan-Terroir geprägten schwarzen Tees. Insbesondere Lapsang Souchong wurde durch die Erwähnung in namhaften klassischen literarischen Werken sowie durch seine verarbeitungsbedingte Sonderstellung unter den Schwarztees weltweit bekannt. Die Idee, höheren Pflückstandards (reine Knospe, 1+1 oder 1+2) des um Tong Mu und den gleichnamigen Berg verbreiteten ‘Bohea’-Teevarietät, aus der auch Lapsang Souchong hergestellt wird, eine eigene Bezeichnung und damit eine eigene Identität zu geben, ist gerade mal eben so alt wie das aktuelle Jahrtausend. Um zu verstehen, warum eine solche Unterscheidung überhaupt notwendig wurde, müssen wir etwas weiter ausholen und zunächst den geschichtlichen Hintergrund und die Entwicklung von Lapsang Souchong etwas näher beleuchten.

Lapsang Souchong – Ursprung, Legende und Hintergrund

Die Entdeckung von Lapsang Souchong, im Westen heute einer der bekanntesten Tees Chinas, ist der Legende nach einem Zufall zu verdanken: zu Zeiten der Qing-Dynastie, der letzten kaiserlichen Dynastie Chinas von 1644-1912, wurden die Bewohners des in den Wuyi Mountains in der chinesischen Provinz Fujian gelegenen Dorfes Tong Mu durch eine unglückliche Verknüpfung von Ereignissen zum übereilten Trocknen ihrer Teeblätter gezwungen, welche sie sodann über dem Herdfeuer erhitzten, um die erwünschte Beschleunigung des Vorgangs zu erzielen. Das starke “Raucharoma” des so getrockneten Tees erwies sich als willkommene Kaschierung der weniger wünschenswerten geschmacklichen Eigenschaften des verwendeten, eigentlich minderwertigen Tees, einer dritt- bis viertklassigen Auswahl von Blättern der hier heimischen Unterart der Wuyishan Bohea Teevarietät. Das Raucharoma verlieh dem Tee darüber hinaus eine besondere Note, die sich in der Folgezeit insbesondere bei Westlern als beliebte Teespezialität etablierte, während schwarzer Lapsang Souchong Tee in China selbst lange Zeit als “arme-Leute-Tee” galt und bei den Chinesen eher unbeliebt war. Zur Produktion des eigentlichen ursprünglichen Lapsang Souchong wurden demnach zunächst vorzugsweise mindere Teequalitäten mit frisch geschnittenem Kiefernholz intensiv geräuchert.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Entwicklung von Lapsang-Tee seit 1979

Die Szene änderte sich drastisch, als das Dorf Tong Mu und seine Umgebung im Jahr 1979 von der UNESCO zur Welterbestätte erklärt wurden: der Wert der Anbauflächen innerhalb der Grenzen der Schutzzone vervielfachte sich in allerkürzester Zeit, was den Anbau minderwertiger Tees unrentabel machte und eine Verlagerung hin zur Kultivierung von deutlich hochwertigerem (Wuyi Bohea) Tee zur Folge hatte. Mit den Auflagen des Weltkulturerbes ist unter anderem auch ein vollständiges Verbot des Einsatzes von Pestiziden verbunden, ein weiterer Beitrag zu höherer Selektivität bei Anbauprodukten und Verarbeitungsqualität und damit zu allgemein steigenden Preisen in Tong Mu und innerhalb der UNESCO-Schutzzone, aber natürlich auch eine durchaus wünschenswerte ‚Bio-Garantie‘, aus der Perspektive bewusster Konsumenten und Umweltschützer gesehen.

Die Produktion von Lapsang-Tee im Dorf Tong Mu und den umliegenden Bergen hat sich seither vor allem in zwei Richtungen entwickelt: einmal Lapsang “Zheng Shan Xiao Zhong”, die Pflege des klassischen Verarbeitungsmusters und dessen Aufwertung durch die Verwendung hochwertigerer Tee- und Blattgrade sowie eine zurückhaltendere Räucherung, und seit den 90er Jahren jüngerer Zeit die Entwicklung eines neuen Zweiges, Lapsang Jin Jun Mei, für den ausschließlich die jüngsten Knospen der Bohea-Teepflanze geerntet werden, gegebenenfalls mit den 1-2 jüngsten Blättern. Um die herausragenden geschmacklichen und aromatischen Qualitäten dieses Tees nicht zu beeinträchtigen, wird Jin Jun Mei bei der weiteren Verarbeitung zu schwarzem Tee während des Röstens nur wenig oder gar keiner Beräucherung ausgesetzt. Einen ausführlichen Vergleich beider Entwicklungsrichtungen von Lapsang-Tee liefert unser einschlägiger Artikel Lapsang Souchong, Zheng Shan Xiao Zhong, Lapsang Jin Jun Mei – alles das Gleiche? im Siam Tee Blog.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Wild Zheng Shan Jin Jun Mei

Wild Zheng Shan Jin Jun Mei, Teil unserer ‚Biodiversi-TEA‘-Linie, ist das Produkt einer kleinen, nur etwa 50 Einwohner zählenden Siedlung im Zhengshan-Gebiet, dessen Bewohner eine landwirtschaftliche Kooperative betreiben, in der Arbeit und Ertrag zu gleichen Teilen zwischen den Mitgliedern aufgeteilt werden. Zu den von der Kooperative bewirtschafteten Flächen zählt ein in 1100 – 1500 Metern Höhe auf dem Berg Tong Mu gelegener, bis in die heutige Zeit weitgehend naturbelassener Bambuswald, in dem verstreut sich auch Vorkommen wilder, über 100 Jahre alter Teebüsche der Bohea-Varietät finden. Die Teebüsche wachsen hier in einem biodiversen, von Bambus, verschiedensten Sträuchern und Büschen, Blumen und Gräsern bevölkerten, weitgehend natürlichen Umfeld. Ihre Blätter werden von der Kooperative traditionell zu schwarzem Tee wie beispielsweise Lapsang Souchong verarbeitet, während die besten Pflückstandards in jüngster Zeit vorzugsweise zur Herstellung von Jin Jun Mei herangezogen werden.

Pflückung und Verarbeitung

Der Pflückstandard unseres Wild Zheng Shan Jin Jun Mei ist ‘1+1’, das heißt es werden jeweils nur die junge Knospe und das zugehörige jüngste Blatt gepflückt – natürlich in traditioneller Handpflückung. Auch die meisten Verarbeitungsschritte erfolgen in dieser Kooperative noch in Handarbeit und werden auch heute noch praktisch genauso verrichtet wie vor Hunderten von Jahren: Welken der frisch geflückten Teeblätter – mechanisches Rollen zum Aufbrechen der Blattoberflächen – Oxidieren bis zum gewünschten Oxidationsgrad – Rösten in der Wokpfanne über dem Holzkohlefeuer zur Fixierung, in diesem Fall mit nur mäßiger, kontrollierter Rauchentwicklung.

Wilder Jin Jun Mei Schwarztee aus Wuyishans Zhengshan-Areal

Geschmack und Erscheinungsbild

Die trockenen Blätter sind von gleichmäßig dunkler Farbe, kontrastiert von vereinzelten goldfarbenen Spitzen. Duft und Geschmack erinnern an den der süßen, in China heimischen Longan-Frucht, und verlieren auch bei längerer Lagerung nicht. Vielmehr wird der Duft mit der Zeit sogar intensiver, während das breite, aber nie zu aufdringliche Röstaroma mit der Zeit an ‘Biss’ verliert und den Geschmack von Wild Jin Jun Mei bei sachgemäßer trockener Lagerung immer weicher erscheinen lässt. Aufgrund des wilden Charakters von Wild Zheng Shan Jin Jun Mei enthält dieser Tee weitaus höhere Konzentrationen an Vitaminen und Antioxidantien als konventionell angebauter Tee. Beides ist mitprägend für den besonderen Charakter des insgesamt runden, vollmundigen Geschmacksprofils dieses Tees, den Liebhaber milder süßer Dian Hong Tees ebenso ins Herz schließen werden wie Freunde kräftiger Keemun- oder Assam-Tees.

‘Wild Zheng Shan Jin Jun Mei’ vs. ‘Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows’

Während wir normalerweise meist nur einen Vertreter einer Teesorte für unser Sortiment auswählen, haben wir uns dazu entschlossen, Wild Zheng Shan Jin Jun Mei parallel zu unserem Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows anzubieten, da

  • beide Tees aufgrund ihrer relativen Seltenheit voraussichtlich nicht ganzjährig verfügbar sein werden,
  • beide Tees aufgrund des Unterschieds zwischen wildem Tee (Wild Zheng Shan Jin Jun Mei) und ‘konventionell’ kultiviertem Tee (Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows) grundsätzliche Unterschiede im Charakter aufweisen, und
  • beide Tees auch aufgrund des unterschiedlichen Pflückstandards (1+1 vs. reine Knospe) mit sehr verschiedenen (obwohl doch gleichermaßen liebenswerte) Geschmacksprofilen aufwarten.

Während unser Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows von einer fruchtig-süßen Note im Verbund mit äußerst prägnanten Röstaromen dominiert wird, überwiegt im Wild Zheng Shan Jin Jun Mei eine milde, malzige Süße, untermalt von einem breiten, aber vergleichsweise unaufdringlichen und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügenden Röstaroma.

 Lapsang Jin Jun Mei Golden Eyebrows im Siam Tee Shop

Zubereitung

Die beste Annäherung an die Zubereitung von Wild Zheng Shan Jin Jun Mei erfolgt über den geläufigen Standard für die Zubereitung chinesischer schwarzer Tees: 3g-5g trockene Teeblätter mit 200-350 ml möglichst weichen Wassers einer Temperatur von 90+°C übergießen und je nach persönlicher Präferenz 2-3 Minuten ziehen lassen. Je nach Ziehdauer und Dosierung hat Wild Zheng Shan Jin Jun Mei das Potential für 2-3 köstliche Aufgüsse (zweiter Aufguss: 3-4 Minuten, dritter Aufguss: 5 Minuten).

Zusätzliche Information

Gewicht k.A.
Gewicht

25g, 50g, 100g

1 Bewertung für Wild Zheng Shan Jin Jun Mei Schwarzer Tee

  1. Bewertet mit 5 von 5

    (Verifizierter Besitzer)

    Geruch und Geschmack in Summe führen bei mir zum Gänsehaut-Effekt. Ein Traum.

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