Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee (2014)

(3 Kundenrezensionen)

Bing Dao ist ein Dorf im alten Teeberg “Xibanshan” von Mengku Town, Bezirk Shuangjiang, Präfektur Lincang, Provinz Yunnan, Südchina. Der von einem besonders starken “Cha Qi” geprägte ungereifte Pu Erh Tee von bis zu 500 Jahre alten Teebäumen bietet das Potential für eine lange Reihe von Aufgüssen und überzeugt durch einen gleichermaßen intensiven wie harmonischen, von lieblich-weichen Weißweinnoten geprägten Geschmack mit lang anhaltendem süßem Nachklang.

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Beschreibung

Bing Dao Sheng Pu Erh Tee - ungereifter Pu Erh Tee aus dem Dorf Bing Dao im alten Teeberg Xibanshan der Stadt Mengku, Bezirk Shuangjiang, Präfektur Lincang, Provinz Yunnan, Südchina

zu Fladen gepresster Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee

Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee

Bing Dao ist ein Dorf im alten Teeberg “Xibanshan” von Mengku Town, Bezirk Shuangjiang, Präfektur Lincang, Provinz Yunnan, Südchina. Hier ließ überlieferungsgemäß im Jahr 1458 der Präfekturvorsteher 200 Teesamen aus Yiwu einpflanzen, von denen die meisten gut gediehen. Etwa 20 der aus diesen Samen hervorgegangen Teebäume leben noch heute und sind folglich über 500 Jahre alt. Während dieser Zeit haben die eigentlich aus Südyunnan stammende Varietät einen eigenständigen “Mengku Big Leaf” Kultivar entwickelt. Und seit jener Zeit leben die heute etwa 1000 Einwohner von Bing Dao von dem aus Blättern dieser Bäume und ihrer Nachfahren erzeugten Pu Erh Tee.

Bing Dao Sheng Pu Erh Tee - ungereifter Pu Erh Tee aus dem Dorf Bing Dao im alten Teeberg Xibanshan der Stadt Mengku, Bezirk Shuangjiang, Präfektur Lincang, Provinz Yunnan, Südchina

Bing Dao Pu Erh Tee – Teegarten

Obwohl 1300 Meter für einen Teeberg in Yunnan nicht außergewöhnlich ist, herrscht gerade an diesem Ort ein besonderes, von starker Sonneneinstrahlung und trockener Luft gekennzeichnetes Mikroklima. Dabei kommen diese Eigenschaften vor allem im Frühling, der Hauptpflückzeit für die besten Teequalitäten, zum Tragen. Als Folge hiervon wachsen die Triebe besonders langsam und die Teeblätter enthalten nur wenig Wasser bei einem besonders hohem Gehalt an Wirk- und Geschmacksstoffen. Wie für ungereifte (“sheng”) Pu Erh Tees dieser Region typisch, kommt der Tee als (hier: 200g schwerer) Fladen oder “Bing”. Und wie in uralter Zeit packt man mehrere von diesen wiederum in einen aus Palmblättern hergestellten “Tong”.

“Tong” aus Palmblättern enthält mehrere “Bing”

Der von einem besonders starken “Cha Qi” geprägte ungereifte Pu Erh Tee bietet das Potential für eine lange Reihe von Aufgüssen und überzeugt durch einen gleichermaßen intensiven wie harmonischen, von lieblich-weichen Weißweinnoten geprägten Geschmack  mit lang anhaltendem süßem Nachklang.

Was ist Sheng Pu Erh Tee?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen “sheng” und “shou”, ungereiftem und gereiftem Pu Erh Tee. Dabei ist die initiale Verarbeitung beider Typen zunächst die gleiche und entspricht weitgehend der von grünem Tee. Anders als bei der Grünteeherstellung entfällt bei der Verarbeitung von Pu Erh Tee jedoch weitegehen das Welken der Teeblätter nach der Pflückung. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal und charakteristisches Kennzeichen der Pu-Erh-Tee-Verarbeitung ist die Endtrocknung der Teeblätter im Freien unter der Sonne.

ausgepackter Teefladen (Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee)

Was bedeutet “Gushu”?

“Gushu” bedeutet so viel wie “alter Baum”. Allerdings bleibt dabei undefiniert, ab welchem Alter genau ein Teebaum “alt” und somit “gushu” ist. Während es häufig heißt, “gushu” erfordere mindestens ein dreistelliges Alter der Teebäume, findet die Bezeichnung durchaus auch für die darunterliegende Alterklasse Verwendung. Noch schwieriger wird die Verwendung des Attributes bei natürlichen Teebaum-Vorkommen, da die einzelnen Bäume hier naturgemäß unterschiedlichen Alters sind.

Das Alter eines Teebaums spielt für den Geschmack des aus seinen Blättern gewonnenen Tees eine entscheidende Rolle. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen reichen die Wurzeln des Baums mit zunehmendem Alter immer tiefer in die Erde hinein und kommen den Bezugsquellen der Wirk- und Geschmacksstoffe damit immer näher. Zum anderen alte Teebäume nur noch sehr langsam. Entsprechend sind jeder Zentimeter Wachstum und die Bildung jedes neuen Astes oder Blattes mit einer höheren Aufnahme von Wirk-und Geschmacksstofen verbunden als dies bei einem jüngeren Baum der Fall wäre.

Bing Dao Pu Erh Tee – Pflückung und Verarbeitung

Für die Pflückung unseres ungereiften Bing Dao Pu Erh Tee findet der “Königs”-Standard von “2+1” Anwendung. Das heißt, jeweils eine junge, noch ungeöffnete Knospe zusammen mit den beiden jüngsten an sie anliegenden Blätter bilden den Pflückstandard für diesen Tee.

Ming Feng Shan Gushu Sheng Pu Erh - Initiale VerarbeitungPflückstandard / Erhitzen der Teeblätter i. d. Wok-Pfanne über Holzfeuer / Rollen / Sonnentrockung

– Bild zum Vergrößern klicken –

Die Verarbeitung erfolgt gemäß dem Standard für die Verarbeitung von Pu Erh Tee. Das heißt, unmittelbar auf die Pflückung der Teeblätter folgt deren Erhitzen zum Stoppen der enzymatischen Oxidationsprozesse im Teeblatt. Hierauf folgt das Rollen der Teeblätter zugunsten des Aufbrechens der Zellwände und der gleichmäßigen Verteilung der Säfte im Teeblatt. Die anschließende Endtrocknung der Teeblätter erfolgt typischerweise im Freien unter der Sonne und über einen entsprechend langen Zeitraum.

Das Ergebnis dieser Endtrocknung bezeichnet man als “Mao-Cha”. Dieser wiederum liefert das Rohmaterial für die Weiterverarbeitung zu gereiftem oder ungereiftem, Shou oder Sheng Pu Erh Tee darstellt. In beiden Fällen können die Teeblätter in eine der typischen Formen, Ziegel-, Pilz- oder wie hier: Fladenform gepresst werden. Den in Fladenform gepressten Pu Erh Tee bezeichnet man dabei häufig auch als “Bing Cha”.

Zubereitung

Die Zubereitung von Pu Erh Tee beginnt gewöhnlich mit einem „Waschaufguss“. Dieser wird unmittelbar nach dem Befeuchten der Teeblätter mit sprudelnd heißem Wasser wieder abgegossen. Wie der Name schon sagt, dient dieser Zubereitungsschritt einerseits dazu, die Teeblätter von Staub und Verunreinigungen zu befreien. Andererseits bewirkt er ein „Wecken“ der Teeblätter, welches dem darauffolgenden, ersten getrunkenen Aufguss geschmacklich zum Vorteil gereicht.

Nach dem Waschaufguss 3g Teeblätter / 100ml Wasser mit einer Temperatur mit sprudelnd heißem (90°-100°C) Wasser aufgießen. Dann für einen ersten Aufguss gemäß persönlicher geschmacklicher Präferenz bis zu 1 Minute ziehen lassen. Hiernach produziert Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee noch eine ganze Reihe gleichsam schmackhafter Folgeaufgüsse. Für diese genügt zunächst eine verkürzte Ziehdauer von 20-30 Sekunden, welche bei nachlassendem Geschmack entsprechend verlängert werden kann.

Weitere gereifte und ungereifte Pu Erh Tees im Siam Tee Shop findet ihr hier:

Shou und Sheng Pu Erh Tees im Siam Tee Shop

Zusätzliche Informationen

Gewicht

25g, 50g, 100g, 200g Bing

3 Bewertungen für Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee (2014)

  1. Bernd W. Römhild (Verifizierter Besitzer)

    Ein Weinkenner wüsste hier sicherlich einen trefflichen Vergleich zu nennen.
    Meine Geschmacksnerven erinnert der Geschmack an eine Weinbohle mit einem guten Schuss Sekt versehen.
    Ehr ein leichter Wein mit einem Bizzeln auf der Zunge. Der Tee weist eine Frische von Sekt auf.
    Aber Achtung, lasst den Tee nicht zu lange ziehen. Ansonsten macht Ihr die Bekanntschaft mit diesen unangenehmen Aromen eines jungen Sheng.
    Wie drücken sich die Chinesen auf einer mir bekannten Pu Erh Homepage aus: Gut für weitere Lagerung und Reifung, aber ebenso gut kann man ihn auch jetzt schon trinken.

  2. Michael M. (Verifizierter Besitzer)

    Bing Dao Gushu Sheng Pu Erh Tee- getrockneten gepressten Blätter haben den Geruch von Wein (zugegeben ich wäre ohne die Beschreibung nie auf Wein gekommen). 6 Gramm mit 100 Grad zum Waschgang kurz überbrüht und dann im Anschluss mit ca. 90/95 Grad und 400 ml Wasser für weniger als 1 Minute ziehen lassen ergibt eine hellgrüngelbe Tassenfarbe. Der Duft lieblich und leicht floral, der Geschmack lieblich und wirklich etwas nach Wein. Ich mag die jungen Sheng Pu Erhs.

  3. ECL

    Bei diesem Tee handelt es sich um einen Sheng Pu Erh, welcher aus dem Dorf Bing Dao kommt. Dieses liegt im Teeberg Xibanshan bei der Stadt Mengku im Shuangjiang Lahu, Va, Blang and Dai Autonomous County, welches sich in der Präfektur Lincang in der Provinz Yunnan befindet. Also alles etwas komplziert, wenn man die Herkunft von Pu Erh Tees nachvollziehen will. Einige Händler nennen nur die Provinz (Lincang, Pu Erh, Xishuangbanna), andere den Ort Xigui, Mengku, Mengla etc. oder gar den “Teeberg”. Auch die Höhenlage ist ja in den einzelnen Provinzen recht unterschiedlich. Gerne wird damit geworben, dass die Teebäume auf einer gewissen Lage gewachsen sind (hier 1300 Meter über dem Meer). Dabei sollte man berücksichtigen, dass insbesondere bekannte Teeberge (bspw. Yiwu Shan) in Xishuangbanna (Zitat Wikipedia: “The region sits at a lower altitude than most of Yunnan, and borders closely on tropical climate.”) liegen. Wenn man sich versucht damit auseinanderzusetzen wird es immer komplizierter. Eine Erklärung zu den Teebergen findet sich (nochmal) unter diesem Post.
    Weitere Überlegungen betrafen den Reifegrad dieses Tees. Ab wann man nun einen Sheng Pu Erh, der durch Lagerung an Reife gewinnt, als gereift, mittel oder stärker gereift beschreibt ist schwer zu definieren. Insbesondere die Umstände der Lagerung und die Pressfestigkeit des Bing Chas haben hierauf auch einen gewissen Einfluss. Ich werden diesen Tee, Jahrgang 2014, daher nicht als ungereift oder jungen Sheng Pu Erh bezeichnen. Die “lieblich-weichen Weißweinnoten” in der Beschreibung haben da wohl bei mir andere Erwartungen wachsen lassen, als das was ich letztendlich in der Teeschale vorgefunden habe.
    Von fruchtigen, säureartigen Noten (ich weiß irgendwie ist ja jeder Tee fruchtig, Kunden scheinen das auch gerne zu lesen, sonst würden nicht unzählige Händler ihre Tees als “fruchtig” titulieren, bei denen solche ausgeprägten Säurenuancen, wie sie bspw. viele chinesische Grüntees haben oder auch grüne Oolongs und sehr junge Sheng Pu Erh, überhaupt nicht vorhanden sind) kann ich beim besten Willen nichts schmecken. Die doch fortgeschrittene Reifung des Tees scheint diese hier verdrängt zu haben. Insgesamt hat der Tee eine eher ausgewogene und leichte Adstringenz (vielleicht daher Weißwein?), die auch bei 95°C Aufgusstemperatur diesen Tee nicht unangenehm werden lässt. Was bleibt ist ein sehr gut ausbalancierter Tee mit einem lang anhaltenden süßen Nachgeschmack. Waldboden, Moosigkeit, kräuterig, medizinisch, weich und auch minimal holzig sind Attribute die ich meinem Geschmackserlebnis zuteilen würde. Die Sache mit der Holzigkeit, die mich oft von vielen als Gushu verkauften Tees zurückschrecken lässt, nämlich die, dass die Holzigkeit die Grundcharakteristik des Tees prägt, ist hier zum Glück nicht vorhanden. Letztendlich habe ich mit dieser Tee 10 wunderbar intensive Aufgüsse machen können.

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