Wuyi Waishan “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee

(5 Kundenrezensionen)

7,8023,90

“Ai Jiao” oder “Dwarf” Oolong Tee ist ein für seinen Herkunftsort Wuyishan in der ostchinesischen Provinz Fujian typischer Oolong-Tee. Entsprechend sind das offen gerollte Blatt, die mittlere bis starke Röstung und ein ebensolcher Oxidationsgrad typische Verarbeitungskennzeichen. Geschmacklich prägen den Tee die für die Oolong-Tees dieser Region und Verarbeitungsweise typischen süßen Trockenobstnoten, welche mit milden Röstaromen in nahtloser Harmonie zu einem die Geschmacksknospen betörenden, perfekt harmonischen Gesamtbild verschmelzen.

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe die untenstehende Produktbeschreibung.

Beschreibung

“Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee

“Ai Jiao” oder “Dwarf” Oolong Tee ist ein für die ostchinesische Provinz Fujian typischer Oolong-Tee. Entsprechend sind das offen gerollte Blatt, die mittlere bis starke Röstung und ein ebensolcher Oxidationsgrad typische Verarbeitungskennzeichen. Dem für diesen Tee Pate stehenden “Ai Jiao” oder “Dwarf” (“Zwerg”) Kultivar werden viele Teefreunde bereits unter seinem taiwanesischen Namen “Cing Xin” begegnet sein. Denn in Taiwan dient dieser Kultivar als Grundlage einer ganzen Reihe von Teesorten, darunter der weltbekannte Oriental Beauty Oolong. Geschmacklich prägen den Tee die für die Oolong-Tees dieser Region und Verarbeitungsweise typischen süßen Trockenobstnoten. Dabei ergeben sich im Einklang mit unterschiedlich stark ausgeprägten Röstaromen und bodenabhängigen mineralischen Komponenten recht individuelle Geschmacksbilder.

Wuyi Waishan "Ai Jiao" Dwarf Oolong Tee

Wuyi Waishan “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee

Wie der vollständige Name unseres “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee bereits preisgibt, kommt dieser aus Fujian’s berühmter Teeanbauregion Wuyishan. Von hier kommen die weltberühmten schwarzen “Lapsang”-Tees, und von hier kommen die unter Teekennern nicht minder populären Wuyi Steintees. Anders als letztere wächst unser “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee aber in dem die felsige Wuyi-Kernregion umgebenden “Waishan”-Gebiet. Entsprechend handelt es sich zwar um einen echten Wuyi Oolong, aber nicht um einen Wuyi “Yancha” Rock Oolong oder Steintee). Dies erklärt auch den vergleichsweise niedrigen Preis dieses geschmacklich und in manch anderer Hinsicht herausragenden Oolong-Tees.

trockene Teeblätter vor dem Aufguss

Der Teegarten

Der Teegarten liegt in Wuyishan’s fruchtbarem, für seine harmonisch-süßen Wuyi Oolong Tees bekannten Tal des “Flusses der 9 Windungen”. Dabei ist die Kultivierung zwar nicht naturnah im engeren Sinne (= biodivers), aber doch immerhin pestizidfrei. Und bereits ein erster Schluck dieser Köstlichkeit lässt keinen Zweifel offen, dass es den Teepflanzen hier an nichts fehlt…

Wuyi Waishan Teegarten - Collage

Verarbeitung

Die Verarbeitung erfolgt auf die für Wuyi Oolong Tees typischen Art und Weise. Das heißt, in einem ersten Verarbeitungsschritt lässt man die Teeblätter zunächst für einige Stunden welken. Das Welken erfolgt in 2 Phasen, einmal im Freien in der Sonne und einmal im schattigen Inneren der Verarbeitungshalle. Beide Phasen werden immer wieder durch manuelles Verwirbeln und Gegeneinanderreiben der Teeblätter unterbrochen. Hierbei bricht man durch manuelle Krafteinwirkung die Blattoberflächen auf, ohne das Teeblatt als solches zu zerstören. Als Folge reagieren austretende Blattsäfte mit dem Luftsauerstoff, was für den Geschmack von Oolong-Tees besonders prägend ist.

Oolong-Tee-Verarbeitung - Welken der Teeblätter

Nach Erreichen des gewünschten Oxidationsgrades sorgt das Erhitzen auf relative hohe Temperatur für die Degeneration der Enzyme im Blatt.  Dies unterbindet den Oxidationsprozess. Anschließend erhalten die Teeblätter unter reduzierter Wärmzufuhr durch Rollen ihre endgültige Form. Das Rollen dient dabei nicht nur ästethischen Zwecken. Vielmehr sorgt es außerdem für das Aufbrechen verbliebener Blattstrukturen und die gleichmäßige Verteilung der Säfte im Teeblatt. Die offen gerollte, leicht gekräuselte Form ist dabei charakteristisch für die Oolong-Tees dieser Region und Verarbeitungsweise.

Die anschließende Röstung erfolgt zugunsten eines schonenden Prozesses bei relativ niedriger Temperaturen und erstreckt sich über mehrere Durchgänge. Hierbei ist es wichtig, dass die Teeblätter nicht “verbrennen” und das Röstaroma den Wohlgeschmack des Tees nicht überlagert. In Wuyishan bedient man sich hierzu spezieller, über einem Holzkohle-Stövchen errichteter Vorrichtungen. In einem letzten Verarbeitungsschritt, der Endtrocknung, entzieht man den Teeblättern schließlich den größten Teil ihrer Restfeuchte. Dies geschieht heute meist in modernen Umlufttrocknern.

Wuyi Waishan "Ai Jiao" Dwarf Oolong Tee

Geschmack und Erscheinungsbild

Das trockene Teeblatt erscheint je nach Licht in den verschiedensten Graustufen bis hin zu tiefem Schwarz. Im leuchtend roten Aufguss nehmen die Blätter dann an eine bräunliche Farbe an. Intensiv süße Trockenobst-Noten verschmelzen mit milden Röstaromen in nahtloser Harmonie zu einem die Geschmacksknospen betörenden, perfekt harmonischen Gesamtbild.

Zubereitung

Wie allgemein für Oolong-Tees erlaubt auch unser Ai Jiao Dwarf Oolong zwei voneinander verschiedene Zubereitungsansätze. Zum einen ist dies der häufig als “westlich” bezeichnete Ansatz der Zubereitung eines Tees in einem bis maximal zwei Aufgüssen. Prägend für diesen Ansatz ist die Kombination aus vergleichsweise niedrigen Dosierung mit verhältnismäßig langen Ziehperioden. Da dieser Ansatz auch im Alltag der Chinesen Verwendung findet, handelt es sich eigentlich weniger um einen “westlichen” als vielmehr um den “alltäglichen” Ansatz an Teezubereitung… Für unseren “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee 5g trockene Teeblätter mit 200ml Wasser (90°C) übergießen, 3-5 Minuten ziehen lassen, fertig. Und wem der eine Aufguss dann doch nicht reicht… Auch ein zweiter Aufguss mit mindestens gleicher Ziehdauer ist durchaus noch schmackhaft!

Wuyi Waishan "Ai Jiao" Dwarf Oolong Tee

Dem gegenüber steht der “chinesische”, oder vielmehr: rituelle Ansatz der Teezubereitung, insbesondere der Oolong-Tee-Zubereitung. Wie das Wörtchen “rituell” bereits sagt, geht es dabei um mehr als nur darum, einen gut schmeckenden Tee zu erzeugen. Die chinesische Teezeremonie, oder “Gong Fu Cha” verfügt vielmehr auch über eine spirituelle Komponente, in Form einer meditativen Praxis. Im Gegensatz zum “Alltags-Ansatz” ist für den rituellen Ansatz die Verwendung relativ hoher Dosierungen für eine lange Reihe von Aufgüssen mit eher kurzer individueller Ziehdauer charakteristisch. Ziel ist dabei die Isolierung individueller Geschmacksmuster und deren Entwicklung über die gesamte Reihe von Aufgüssen…

Für unseren “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee zunächst 8-12g Teeblätter mit ein wenig Wasser (90°C) übergießen, dann sofort wieder abgießen. Das initiale Befeuchten mit heißem Wasser dient dabei zum “Wecken” der Teeblkätter. Erst dann folgt der erste Aufguss mit einer Ziehdauer um 30 Sekunden. Die genaue Ziehdauer dieses und auch der Folgeaufgüsse kann und sollte dem individuellen und situativen Empfinden entspringen sowie diesem jeweils angepasst werden. Deshalb spielen dike haptische, olfaktorische und anderweitige Sinneswahrnehmung bei der rituellen Teezubereitung eine wichtige Rolle.

nasse Teeblätter nach dem Aufguss

Zusätzliche Informationen

Gewicht n. v.
Gewicht

25g, 50g, 100g

5 Bewertungen für Wuyi Waishan “Ai Jiao” Dwarf Oolong Tee

  1. ECL (Verifizierter Besitzer)

    Geschmacklich kein Zwerg oder ein De Ja Vue:
    Als Liebhaber taiwanesischer Ballype Oolong vor allem solcher mit “ausreichendem” Röstgrad ist mir der hier verwendete in Taiwan als Qing Xin kulivar natürlich bekannt. Ca. 60% aller taiwanesischen Oolongs, insbesondere die High End Produkte aus Hochlandanbau werden aus diesem Kultivar gefertigt (andere ältere Kultivare haben ein Nischendasein). Die anderen modernen in den 80er Jahren in Taiwan entwickelten Kultivare wurden im Gegensatz zu diesem vor allem mit dem Ziel eines schnellen Wachstums, häufiger Erntbarkeit/hoher Ertrag sowie Resistenzen gegen Schädlinge entwickelt, was natürlich mit bestimmten geschmacklichen Nachteilen einhergeht (ein langsames Wachstum führt zu höherer Komplexität bei den Aromen).
    So und nun dieser Tee, zubereitet nach Gong Fu Cha (ca. 3-4g Tee auf 100ml 90°C heißes Wasser und Ziehzeiten von 30s, 20s, 20s, 30s, 45s….), erinnert er mich sofort an einen Tee aus Taiwan, den ich im Schrank habe. Gemeinsam haben sie den Kultivar und die Intensität von Röstung und Oxidation. Zusätzlich ist der Taiwanese in eine Stickstoffkammer behandelt (Gaba Oolong). Dennoch und trotz der anderen Terroirs sind sich diese Tees fast zum Verwechseln ähnlich und das ist definitiv nichts Negatives.
    So verfügt dieser Tee über ein angenehmes und sehr ausgewogenes sowie immer präsentes Röstaroma, welches mit leicht fruchtigen Dörrobstnoten, die auch mit einem Hauch Lakritz einhergehen. Auch wenn dieser Tee nicht aus dem original Wuyi Gebiet kommt, ist dies keinesfalls schlimm, qualitativ tut das keinen Abbruch. Mineralische Noten sind zwar weniger vorhanden als bei echten Wuyi Shan Yancha Oolongs, dafür macht dieser Tee dies mit seiner “Süffigkeit” locker wieder wett. Er ist nämlich nicht kompliziert oder schwer zu ergründen, sondern einfach wohlschmeckend ohne allzu sehr Komplexität vermissen zu lassen.

  2. Jürgen Kranich (Verifizierter Besitzer)

    Wuyi Waishan „Ai Jiao“ Dwarf Oolong Tee

    Ein Wuyi aber kein Yancha, na und? Ich vermisse nichts. Gar nichts! Im Gegenteil! Gerade in Deutschland sind mittel bis stärker geröstete und oxidierte Oolongs eher dünn gesät. Umso erfreulicher ist es, wenn man dann doch so eine Teeperle findet.
    Aber zurück zu Wuyi und Yancha. Was sagen uns diese Begriffe eigentlich und warum reite ich so darauf herum?
    Die Gebirgsregion des Wuyishan ist unter anderem der Ursprungsort der bekannten Rock- oder Felsentees. Nur Tee aus diesem Kerngebiet darf sich auch entsprechend nennen ( Wuyi Yancha Oolong). Der Wuyi Waishan „Ai Jiao“ Dwarf Oolong stammt nun aber „nur“ aus dem Waishan genannten Umland und darf sich deshalb nicht mit diesem Prädikat schmücken.
    Qualität und Geschmack zeigen sich davon jedoch unbeeindruckt.
    Die kleinen, leicht gerollten Blätter des diesem Tee zugrunde liegenden „Ai Jiao“ ( Zwerg) Kultivars, der in Taiwan übrigens unter anderem die Grundlage des bekannten Oriental Beauty Oolong bildet, duften bereits aus der Tüte verführerisch nach Trockenobst, dunkelster Schokolade und Cerealien. Nahezu kochend aufgegossen, verwöhnt die Infusion die Nase mit einem Bouquet aus dunklen Früchten gepaart mit Röstaromen. Geschmacklich finden sich dann die Trockenobst- und Röstaromen, gemeinsam mit einer für Wuyishan ganz typischen mineralischen Komponente wieder, in den ersten Aufgüssen noch begleitet von einer zarten Säure. Diese, wie auch die Fruchtaromen verlieren sich ab dem 3. Aufguss während Mineralik und Röstnoten erhalten bleiben und der Abgang süß nachklingt.
    Ich komme abschließend nicht umhin festzustellen, dass es nicht unbedingt immer die großen Namen der „Platzhirsche“ sein müssen, um ein herausragendes Geschmackserlebnis zu haben. Aktuell sind es der ebenfalls eher unter dem Radar fliegende, und von mir schon besprochene sehr geschätzte Ti Luo Han und eben der Wuyi Waishan „Ai Jiao“ Dwarf Oolong, die mich ob ihrer gebotenen Qualität und erlesenen Geschmacks begeistern.

    Aufgüsse: 4g/100ml nahezu kochendes Wasser in Shibo bei 40,30,45,60,90150s, 5 , 10 Minuten

  3. Susanne A.-H.

    Ein sehr ergiebiger Oolong, der den taiwanischen Oolongs in nichts nachsteht. Ich habe nach Gong Fu Cha aufgegossen und hatte intensive Noten von Trockenobst, speziell Trockenpflaume, am Gaumen. Natürlich leichte Röstaromen und auch einen Hauch Vanillenoten. Schön ist, dass der Tee auch bei etwas längerer Ziehzeit nicht bitter wird. Und er verträgt eine ordentliche Anzahl an Aufgüssen, ohne stark im Geschmack nachzulassen.

  4. Rafael (Verifizierter Besitzer)

    Der Ai Jiao braucht den Vergleich zu seinen großen Brüdern nicht zu scheuen – mir schmeckt er genauso gut und teilweise fast besser – ist er doch etwas zugänglicher da er mehr Süße bietet. Man sollte ihn nicht zu hoch dosieren oder wirklich auf kurze Ziehzeiten achten sonst entwickelt er eine leicht unangenehme an Topinambur erinnernde Note.
    Meine ganz besondere Empfehlung ist diesen Tee per “Leaves in a Bowl” zuzubereiten – einfach Blätter nach Gefühl (vll 2-3 Gramm) in eine Teeschale ( bei mir 170ml) geben, mit kochendem Wasser übergießen und bis Trinktemperatur abkühlen lassen – dann genießen! So gehen gute 3 bis 4 Runden.
    Auf diese Art und Weise zubereitet bietet der Tee ein rundum erfüllendes, wahnsinnig leckeres Teeerlebnis. Ein spitzenmäßiger Tee und dazu noch pestizidfrei!

  5. Bernd W. Römhild (Verifizierter Besitzer)

    Aus der Tüte riecht es nach dunkler Schokolade.
    Verkostung nach Gong Fu Cha
    3g/100ml, ca 80°C, 2,3,3,3,4,5,6 Min.
    Aromen:
    leichte Herbe
    Leichte Säure
    Holzaromen (ich stehe im Wald)
    Trockenobst
    Herbe und Säure verleihen dem Tee Frische in guter Balance zu den Holzaromen. Ab 5 min. Ziehdauer weichen die Holzaromen Trockenobstaromen. (Feige)
    Insgesamt ist der Tee vollmundig, die Textur ehr wässerig.
    Er erinnert mich an Steintee Oolong.
    “Dies ist ein guter Tee. Der Tee schmeckt mir gut!” Ĺu Yu
    Nach Vorgabe zubereitet
    2,5g/100ml, 5min, 90 °C
    So entwickelt sich das volle, kräftige Geschmacksprofiel eines Steintee Oolong. 2 vollwertige Aufgüsse und ein trinkbarer.

Füge deine Bewertung hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.