Bai Ya Qilan (White Buds Qilan) Oolong Tee

8,4051,40

Bai Ya Qilan ist ein leicht oxidierter, mehrfach gerösteter Oolong-Tee aus dem Bezirk Pinghe in der südostchinesischen Provinz Fujian. Dort bieten die ganzjährig in Nebel gehüllten Hochlagen des „Daqinshan“ dem besonderen, der „Tie Guan Yin“-Pflanze nicht unähnlichen Kultivar optimale Anbaubedingungen. Seinen Namen hat er dieser zum einen von der hellen Farbe seiner jungen Frühlingsknospen („Bai Ya“=“weiße Knospe“), zum anderen von seinem einzigartigen, sich samtig-süßen Geschmack des Tees wiederspiegelenden Orchideenaroma („Qilan“=“seltsame Orchidee“).

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe untenstehende Produktbeschreibung.

Auswahl zurücksetzen

Beschreibung

Bai Ya Qilan (White Buds Qilan) Oolong Tee

 

Bai Ya Qilan Oolong Tee - leicht oxidierter, mehrfach gerösteter Oolong-Tee vom Daqinshan, der höchsten Erhebung von Süd-Fujians Pinghe-Bezirk

Bai Ya Qilan Oolong Tee – Bilder zum Vergrößern klicken

1. Herkunft und Geschichte

Überlieferungsgemäß geht die Entdeckung des „Bai Ya Qilan“ Teekultivars auf die Zeit um die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Seinerzeit entdeckte ein Farmer in Süd-Fujian’s Pinghe-Bezirk eine Teepflanze, die ihm aufgrund der besonderen hellgrau-grünen Färbung ihrer Blätter auffiel. Neugierig geworden pflückte er einige der Teeblätter, um sie nach der in Süd-Fujian geläufigen Methode zu Oolong-Tee zu verarbeiten. Als Ergebnis erhielt er einen Tee, der mit einer herrlichen Orchideennote und lang anhaltendem, samtig-süßem Nachklang hervorstach. Aufgrund der hellen Färbung seiner jungen Frühlingsknospen und wegen seines besonderen Orchideenaromas erhielt der Kultivar alsbald den Namen „Bai Ya“ (= „weiße Knospe“) „Qilan“ (= „seltsame Orchidee“).

Bai Ya Qi Lan - Mutterbusch und Ableger

Ba Ya Qilan – Der Kultivar : Mutterbusch und Ableger

Die Folgezeit sah dann die gezielte Vermehrung und Kultivierung des Kultivars rund um den ursprünglichen Fundort, Pinghe’s „Daqinshan“. Dort bieten die ganzjährig in Nebel gehüllten höheren Lagen von Süd-Fujians höchster Erhebung der Teepflanze optimale Anbaubedingungen. Man sagt sogar, die jungen Frühlingsknospen der Teepflanze hätten ihre weiß-graue Farbe von ebendiesem Nebel… Wie zu jener Zeit üblich, kennzeichnet ein hoher Grad an Naturnähe das Umfeld der Teegärten auf dem dicht bewaldeten Daqinshan.

Daqinshan - Pinghe - Bai Ya Qilan Teegarten

Daqinshan – Pinghe – Bai Ya Qilan Teegarten

2. Geschmack und Erscheinungsbild

Typisch für den Bai Ya Qilan Oolong Tee ist die fest gerollte Kugelform der Teeblätter. Dabei erinnert der Tee visuell wie geschmacklich an den ebenfalls aus Süd-Fujian kommenden Tie Guan Yin Oolong Tee. Diese Ähnlichkeiten gründen einerseits auf Parallelen in der Verarbeitung beider Teesorten, andererseits im geteilten Terroir beider Kultivare. So ist beispielsweise die geradezu überwältigende Honigsüße der intensiv goldgelben Tasse ein aromatisches und geschmackliches Kennzeichen beider Teesorten.

An Komplexität und Tiefe gewinnt unser Bai Ya Qilan Oolong Tee insbesondere durch die delikate Mehrfach-Röstung. Dabei verschmelzen – regelrecht transzendieren – besagte Honigsüße und würzige Röstnoten zu einem einzigartigen, von vollkommener Harmonie geprägten Gesamtbild.

3. Pflückung und Verarbeitung

Die Pflückzeit für Bai Ya Qilan Oolon Tee erstreckt sich von etwa Mitte April bis Anfang Mai. Gepflückt wird nur an sonnigen Tagen, für den besten Tee zwischen 9 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags. Den Pflückstandard bilden dabei die bis zu max. 4 jüngsten Blätter am Ende jedes Triebes. Die anschließende Verarbeitung folgt grundsätzlich dem Schema der Verarbeitung von Oolong Tee. Allerdings weist die lokale Praxis Süd-Fujians einige Besonderheiten auf.

Welken der Teeblätter im Freien und im Inneren der Fabrikhalle

Welken der Teeblätter im Freien und im Inneren der Fabrikhalle

Auf die Pflückung folgt zunächst je eine Phase des Welkens der Teeblätter im Freien und in der Fabrikhalle. Bereits während dieses Prozesses beginnt man mit dem Aufbrechen der Blattoberflächen und Zellwände durch sanftes Gegeneinanderreiben der Teeblätter. Dies geschieht in einer speziellen Vorrichtung und dient dem Einleiten des Oxidationsprozesses. Dabei liegt zwischen insgesamt 5 Durchgängen jeweils eine Ruhephase, während welcher die Oxidation ihren Lauf nehmen kann.

Maschinelles Rollen der Teeblätter - individuell und im Ballen

Maschinelles Rollen der Teeblätter – individuell und im Ballen

Nach Erreichen des gewünschten Oxidationsgrades erhitzt man die Teeblätter dann für einige Minuten auf relativ hohe Temperatur. Dies erfolgt traditionell in der Wok-Pfanne und dient der Beendigung der enzymatischen Oxidationsprozesse im Teeblatt. Der hierauf folgende Prozess des abwechselnden maschinellen Rollens und Röstens der Teeblätter in Bambus-Vorrichtungen über Holzkohle-Feuer umfasst 3 Zyklen. Er dient der Beseitigung verbleibender Zellstrukturen und dem gleichmäßigen Verteilen  der Säfte im Teeblatt. Gleichzeitig verlieren die Blätter von Röstung zu Röstung immer weiter an Feuchtigkeit. Entsprechend steht am Ende des 3. Röstdurchgangs das fertig verarbeitete und getrocknete Teeblatt.

Mehrfaches Rösten der Teeblätter in Bambus-Vorrichtung über Holzkohle-Feuer

4. Zubereitung

Für die Zubereitung eines Oolong-Tees bieten sich immer zwei alternative Weisen der Zubereitung an. Die eine von diesen ist die Zubereitung einer vergleichsweise kleinen Menge Teeblätter über einen oder wenige Aufgüsse. Man bezeichnet diese Art der Zubereitung häufig auch als „westlich“. Das ist allerdings nicht ganz richtig, da der Ansatz auch im chinesischen (Tee-) Alltag durchaus üblich ist. Hierzu zunächst ca. 2,5-3g Teeblätter / 100ml mit kochend heißem Wasser (90-100°C) übergießen. Dann für einen kostlichen ersten Aufguss je nach geschmacklicher Präferenz 2- 4 Minuten ziehen lassen. Hiernach produziert unser Bai Ya Qilan Oolong Tee je nach gewählter individueller Ziehdauer 2-3 gleichermaßen schmackhafter Folgeaufgüsse.

Alternativ hierzu ist der „Gong-Fu“-Ansatz der Zubereitung über eine längere Reihe von Aufgüssen jeweils kurzer individueller Ziehdauer. Typisch ist dabei eine vergleichsweise hohe Dosierung jenseits von 3g Teeblätter per 100ml Wasser. Als Faustregel gilt: je höher die Dosierung, desto kürzer die individuelle Ziehdauer pro Aufguss. So beginnt man gewöhnlich mit einer Ziehdauer von deutlich unter einer Minute für den ersten Aufguss. Folgeaufgüsse weisen dann zunächst eine ähnliche oder sogar weiter verkürzte Ziehdauer auf. Erst bei nachlassendem Geschmack erhöht man die Ziehdauer wieder, um auch weiterhin attraktive geschmackliche Resultate zu erzielen.

Oolong-Tees verändern im Zuge einer „Gong Fu Cha“ von Aufguss zu Aufguss ihr Geschmacksprofil. Dies macht den Gong-Fu-Ansatz für diese Teesorten besonders interessant.

Zusätzliche Informationen

Gewicht n. a.
Gewicht

25g, 50g, 100g, 200g

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Bai Ya Qilan (White Buds Qilan) Oolong Tee“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.