Beschreibung
DMS Gui Hua Osmanthus Oolong Tee
Gui Hua Osmanthus Oolong zählt zu den traditionsreichen Dufttees der chinesischen Teekultur. Sein Name leitet sich von den kleinen, intensiv duftenden Osmanthus-Blüten ab, die in China seit Jahrhunderten zur natürlichen Beduftung von Tee verwendet werden. Besonders harmonisch wirkt diese Verbindung bei leicht oxidierten Oolong-Tees, deren florale und fruchtige Eigenaromen durch die Osmanthus-Blüte nicht überdeckt, sondern auf natürliche Weise ergänzt werden.
Der Doi Mae Salong Gui Hua Osmanthus Oolong Tee verbindet diese Tradition mit den Bedingungen des nordthailändischen Hochlands. Auf Basis des taiwanischen Ruan-Zhi-Kultivars (TRES Nr. 17) entsteht ein leicht oxidierter, kugelförmig gerollter Oolong-Tee, dessen weiche Cremigkeit und florale Frische durch die feinen Duftnoten der Osmanthus-Blüte auf besondere Weise bereichert werden. So vereinen sich chinesische Teekultur, taiwanische Teekompetenz und das einzigartige Terroir von Doi Mae Salong zu einer außergewöhnlichen Oolong-Tee-Spezialität.
Der Kultivar: Ruan Zhi (TRES # 17)
Der „Ruan Zhi“-Kultivar, offiziell als TRES Nr. 17 bezeichnet, ist ein Ergebnis der systematischen Oolong-Tee-Forschung in Taiwan. Seine Entwicklung geht auf Forschungsprogramme der 1960er- und 1970er-Jahre zurück. Heute zählt er zu den geschätztesten Kultivaren für die Herstellung hochwertiger Oolong-Tees.
Besonders geschätzt wird Ruan Zhi für seine natürliche Süße, seine weiche Textur und sein ausgeprägt florales Aromaprofil. Je nach Verarbeitungsstil können daraus sowohl cremig-milde als auch bemerkenswert duftige Oolong-Tees entstehen. Diese Eigenschaften machen den Kultivar zugleich zu einer idealen Grundlage für die traditionelle Beduftung mit Osmanthus-Blüten.
Im Rahmen des Royal Thai Development Project wurde der Kultivar in den 1980er Jahren gemeinsam mit weiteren taiwanischen Oolong-Tee-Kultivaren nach Nordthailand eingeführt. Im Hochland von Doi Mae Salong hat er sich seither hervorragend etabliert. Das klare Bergklima, die großen Höhenlagen, die felsigen Böden und die ganzjährig auftretenden Morgennebel prägen das Terroir von Doi Mae Salong. Sie schaffen ideale Bedingungen für die Entwicklung vielschichtiger Aromen. Die aus dem Ruan-Zhi-Kultivar erzeugten Tees bewahren dadurch ihre taiwanischen Wurzeln, entwickeln zugleich aber einen eigenständigen Charakter, der die Besonderheiten ihrer nordthailändischen Herkunft widerspiegelt.
Herkunft & Terroir: Doi Mae Salong, Nordthailand
Doi Mae Salong liegt im äußersten Norden Thailands, nahe der Grenze zu Myanmar, in Höhenlagen zwischen etwa 1.000 und 1.600 Metern über dem Meeresspiegel. Das Hochland ist geprägt von kühlen Nächten, hoher Luftfeuchtigkeit und einer vielfältigen Vegetation. Diese Bedingungen schaffen ein stabiles Mikroklima, das sich besonders für den qualitätsorientierten Teeanbau eignet. Ein weiterer das Terroir prägender Faktor sind die felsigen Hochlandböden, die den hier gedeihenden Tees eine charakteristische mineralische Tiefe verleihen.
Heute gilt Doi Mae Salong als eines der wichtigsten Zentren hochwertiger Teeproduktion in Nordthailand. Der Schwerpunkt liegt auf handwerklich hergestellten Tees aus klar definierten Gartenlagen, häufig auf Basis taiwanischer Kultivare und in enger Anlehnung an ostasiatische Verarbeitungstraditionen.
Unser Erzeugerpartner vor Ort
Die Tees dieser Herkunft stammen aus den Gärten der chinesisch-stämmigen Familie Banphodsikorn, die ihre Teegärten in Doi Mae Salong seit Mitte der 1980er Jahre bewirtschaftet. Die fachliche Leitung liegt bei Frau Sumalee Banphodsikorn.
Naturnaher Anbau & Biodiversität
Die Bewirtschaftung der Teegärten erfolgt naturnah und ohne den Einsatz von Pestiziden. Zur Förderung eines stabilen ökologischen Gleichgewichts sind die klein strukturierten Gartenpazellen durch biodivers bewachsene Areale voneinander getrennt.
Pflückung & Verarbeitung
Für den Doi Mae Salong Gui Hua Osmanthus Oolong Tee werden die jungen Triebe des Ruan-Zhi-Kultivars sorgfältig von Hand gepflückt. Die Pflückung erfolgt nach dem für hochwertige Oolong-Tees typischen Standard und umfasst die jüngsten voll entwickelten Blätter eines Triebes.
Nach dem Anwelken und einer nur leichten Oxidation werden die Teeblätter zu der für viele Oolong-Tees taiwanischer Prägung charakteristischen Kugelform („ball-type“) gerollt. Das Ergebnis ist ein Oolong-Tee, dessen Oxidationsgrad im Bereich eines Pouchong-Oolongs liegt und der dadurch einen besonders frischen, floralen Charakter bewahrt.
Nach der Oxidation und Formgebung werden die Teeblätter gemeinsam mit frischen Osmanthus-Blüten vermengt. Während dieses Verarbeitungsschrittes geben die Blüten ihre natürlichen Duftstoffe an die Teeblätter ab, die diese aufgrund ihrer hygroskopischen Eigenschaften aufnehmen können.
Anschließend wird der Tee schonend getrocknet, wodurch die feinen Aromen dauerhaft im Blattgut bewahrt werden. Anders als bei manchen anderen bedufteten Tees werden die kleinen Osmanthus-Blüten dabei nicht vollständig entfernt, sondern verbleiben aufgrund ihrer geringen Größe auch nach der Trocknung teilweise im fertigen Tee.
Osmanthus-Blüten und traditionelle (Tee-) Beduftung
Die Osmanthus-Blüte (chinesisch: Gui Hua, 桂花) zählt zu den traditionsreichsten natürlichen Duftgebern der chinesischen Teekultur. Seit Jahrhunderten werden ihre kleinen, goldgelben Blüten verwendet, um Tee auf natürliche Weise mit zusätzlichen Duft- und Geschmacksnuancen zu bereichern. Besonders beliebt ist Osmanthus dabei für seine Fähigkeit, die Eigenaromen eines Tees zu ergänzen, ohne diese zu überdecken.
Charakteristisch für Osmanthus ist ein florales Aroma mit Anklängen von reifen Aprikosen, Pfirsichen und wildem Honig. Diese Aromatik harmoniert besonders gut mit leicht oxidierten Oolong-Tees, deren natürliche Süße und florale Frische durch die Beduftung zusätzlich hervorgehoben werden.
Beim Doi Mae Salong Gui Hua Osmanthus Oolong Tee trifft die Osmanthus-Blüte auf einen leicht oxidierten Oolong aus dem Ruan-Zhi-Kultivar. Dessen weiche Cremigkeit, natürliche Süße und florale Eleganz bilden eine ideale Grundlage für die traditionelle Beduftung. So entsteht eine harmonische Verbindung beider Komponenten, deren Aromen sich gegenseitig ergänzen und bereichern.
Geschmack und Erscheinungsbild
Die zu Kugeln gerollten Teeblätter öffnen sich während des Aufgusses zu großen, überwiegend unversehrten Blättern. Zwischen ihnen werden auch die kleinen goldgelben Osmanthus-Blüten sichtbar. In der Tasse zeigt sich der Tee klar und hellgolden bis zart gelbgrün.
Bereits der Duft des Aufgusses lässt die enge Verbindung von Oolong-Tee und Osmanthus-Blüte erkennen. Florale und fruchtige Nuancen verbinden sich zu einem vielschichtigen Aromabild, das von der weichen Cremigkeit und natürlichen Süße des Ruan-Zhi-Kultivars getragen wird.
Am Gaumen wirkt der Tee weich, ausgewogen und bemerkenswert elegant. Die natürliche Süße des Oolong-Tees verbindet sich harmonisch mit den zusätzlichen Aromen der Osmanthus-Blüte, ohne dass eine der beiden Komponenten die andere dominiert. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Geschmackserlebnis mit einer geschmeidigen Textur und angenehmer Länge.
Seinen besonderen Charakter verdankt dieser Tee nicht zuletzt dem Zusammenspiel von Kultivar, traditioneller Beduftung und Herkunft. Das klare Bergklima, die ganzjährig auftretenden Morgennebel und die felsigen Böden des Hochlands von Doi Mae Salong schaffen ideale Voraussetzungen für die Entwicklung feiner Aromen und verleihen dem Tee seine besondere Eleganz.
Zubereitung
Westliche Zubereitung
Für die westliche Zubereitung empfehlen wir 2–3 g Teeblätter pro 100 ml Wasser. Die ideale Wassertemperatur für den ersten Aufguss liegt bei 80–85 °C. Je nach gewünschter Intensität beträgt die Ziehdauer 2–3 Minuten. Der Tee eignet sich für mehrere Aufgüsse und bewahrt seinen Charakter in der Regel über zwei bis drei Zubereitungen hinweg. Dabei entwickeln sich die floralen und fruchtigen Nuancen von Aufguss zu Aufguss weiter und verbinden sich mit der weichen Cremigkeit des Ruan-Zhi-Kultivars zu einem harmonischen Gesamtbild.
Gong Fu Cha
Wie viele hochwertige Oolong-Tees eignet sich auch der Doi Mae Salong Gui Hua Osmanthus Oolong Tee hervorragend für die traditionelle Gong-Fu-Zubereitung. Hierbei wird mit einer deutlich höheren Dosierung von etwa 5–7 g Teeblättern pro 100 ml Wasser gearbeitet, während die Ziehdauern auf wenige Sekunden reduziert werden. Diese Zubereitungsform ermöglicht eine Vielzahl aufeinanderfolgender Aufgüsse, in deren Verlauf sich die verschiedenen Facetten des Tees nach und nach entfalten. Besonders die feine Balance zwischen den floralen Noten der Osmanthus-Blüte und dem Charakter des Oolong-Tees lässt sich auf diese Weise besonders differenziert erleben.
Sowohl bei der westlichen Zubereitung als auch bei Gong Fu Cha empfiehlt es sich, die Wassertemperatur mit fortschreitender Zahl der Aufgüsse schrittweise zu erhöhen. Der letzte Aufguss sollte stets mit sprudelnd kochend heißem Wasser erfolgen, um die verbleibenden Aromen vollständig aus den Teeblättern zu lösen.
Ein kurzer Blick in die Geschichte von Doi Mae Salong
Die heutige Teekultur von Doi Mae Salong ist eng mit der Geschichte der Region verknüpft. In den 1940er Jahren ließen sich hier Teile der chinesischen Kuomintang-Armee nieder, die nach dem chinesischen Bürgerkrieg aus China geflohen waren. Mit ihnen kamen ihre Familien sowie landwirtschaftliches Wissen und kulturelle Prägungen aus Südchina und Taiwan.
In den 1960er- und 1970er-Jahren erlangte die Region traurige Berühmtheit als Teil des sogenannten „Goldenen Dreiecks“, eines der bedeutendsten Opiumanbaugebiete Südostasiens. Die soziale und wirtschaftliche Situation war entsprechend instabil.
Ein grundlegender Wandel setzte ab den 1980er-Jahren ein, als Initiativen des thailändischen Königshauses den legalen Hochlandanbau förderten. Tee wurde dabei zu einem der zentralen Pfeiler dieser Transformation.
Weitere Informationen über die Geschichte von Doi Mae Salong und den Teeanbau vor Ort gibt es unter dem folgenden Link:
Doi Mae Salong – Zentrum des Teeanbaus in Nordthailand
Teepflanzen & Kultivare in Doi Mae Salong
Im Rahmen des Royal Thai Development Project wurden gezielt taiwanische Teekultivare nach Nordthailand eingeführt. Hierzu identifizierten zunächst Tee-Experten aus Taiwan eine Reihe besonders gut für das regionale Terroir Region geeignete Kultivare. Die Pflanzen wurden importiert und vor Ort durch asexuelle Vermehrung – über Stecklinge – dauerhaft etabliert.
Die Auswahl umfasst die folgenden Kultivare:
- Ruan Zhi (TRES #17)
- Jin Xuan (TRES #12)
- Chin-Shin / Qingxin, in Taiwan traditionell die Grundlage für Oriental Beauty Oolong
- Si Ji Chun (Four Seasons)
Ergänzt werden diese durch die in der Region heimischen großblättrigen Teepflanzen des Assamica-Typs. Nordthailand bildet gemeinsam mit Teilen von Laos, Myanmar, Nordvietnam und Nordostindien die evolutionäre Ursprungsregion dieser Varietät. In dieser Kombination entsteht die stilistische Bandbreite der Tees aus Doi Mae Salong.
Teeproduktion in Doi Mae Salong
In Anlehnung an die verwendeten taiwanesischen Kultivare liegt der Schwerpunkt der lokalen Teeproduktion auf Oolong-Tees. Die Höhenlagen jenseits von 1.000 Metern begünstigen insbesondere die Erzeugung sogenannter Hochland-Oolongs. Daneben werden – sowohl aus Assamica-Teebäumen als auch aus den importierten Kultivaren – grüne Tees und schwarze Tees hergestellt. Die Verarbeitung erfolgt kleinbetrieblich und orientiert sich am jeweiligen Pflanzmaterial sowie am gewünschten Stil des fertigen Tees..
Für weitere Thai-Oolongs und andere Teesorten aus naturnaher Kultivierung in Nordthailand hier klicken.
Weitere Informationen zur Geschichte des Oolong-Tees in China sowie Details über die besonderen Anforderungen der Oolong-Tee-Verarbeitung bietet der einschlägige Artikel im Siam Tee Blog:
Die Kleine Teeschule, Lektion 8/4 : Teeverarbeitung (4) – Oolong Tee Verarbeitung



















C.M. (Verifizierter Käufer) –
Vor allem handelt es sich hierbei um einen guten grünen Oolongtee. Der Osmanthus – Geschmack tritt leider ein wenig in den Hintergrund. Trotzdem eine Wohltat, wenn man nicht ganz so stark aromatisierte Tees mag.
Michael (Verifizierter Käufer) –
Ich war sehr gspannt auf diesen Tee, denn Osmanthus-Tees gehören zu den wenigen aromatisierten Sorten, die sich weiterhin in meinem Teeregal finden.
Viele Osmanthus-Tees sind relativ preiswert, es wird recht nichtssagendes Ausgangsmaterial mit reichlich Blüten eingedeckt und dann kommt oft was Nettes dabei raus.
Von demher ist es meistens ein gutes Zeichen wenn die Blüten nicht mehr im Tee sind, weil die Menge an Aroma, das die Blätter abbekommen, kontrolliert wird und man diesen zusätzlichen Verarbeitungsschritt selten bei einfachen Tees appliziert. Dies ist hier in besonderem Maße der Fall, ich hatte durchaus schon hochwertige Osmanthus-Tees in der Tasse, aber bei keinem war die Note derart zart ausgeprägt wie es hier der Fall ist.
Meine Eindrücke ähneln denen von C.M.: Die Osmanthus-Note dominiert keinesfalls den Tee! Dem trockenen Blatt riecht man es garnicht an, und auch im Laufe der Aufgüsse (sechs waren gut drin) bleibt die Note bestehen, integriert sich aber gut in das durchaus wertige Grundaroma des Tees. Der Ausgangstee hat nämlich genug Charakter und es ist selten, aromatisierte Tees zu haben die tatsächlich nur zart ergänzt werden.
Für mich ist das keineswegs nachteilig zu werten, es ist ein sehr harmonischer und stimmiger Tee, sehr zart und filigran. In der Welt der aromatisierten Tees ist das eine löbliche Ausnahme.
Ulrich Gressog (Verifizierter Käufer) –
Meiner Meinung nach passt die Dosierungsempfehlung nicht. Wenn ich entweder die Teedosierung auf sechs Gramm/200 ml Wasser verdoppele oder die empfohlene Dosierung von drei Gramm nur für 100 ml Wasser nehme, bekomme ich einen Osmanthus-Oolong, bei dem der Geschmack des Blüten sehr zart aber dann auch nachhaltig zum Tragen kommt und lange nachwirkt. Nach anfänglicher Skepsis kann ich mich jetzt (endlich) gut auf den Tee einlassen Drei Gramm/100 ml geben gut und gerne vier Aufgüsse her. Den vierten Aufguss habe ich allerdings fast fünf Minuten ziehen lassen.
T –
Ich gieße grundsätzlich erstmal immer mit 2,5g auf 50ml (also 5g/100ml) auf. Das finde ich hier auch passend. Ich finde den Osmanthus Geschmack sooo schön! Er ist dezent und natürlich aber ohne dass man es nicht schmeckt! Zu dezent gefällt mir nicht und das ist hier nicht so. Verglichen mit dem von paper and tea den es mal gab, würde ich immer den von Siam Tee wählen! Ich trinke gerne mal natürlich aromatisierten Tee und dafür ist dieser gut geeignet! auch der oolong für die Basis gefällt mir sehr, harmoniert gut mit dem floralen Osmanthus Geschmack.