Beschreibung
Mai Pokhari Himalayan Oolong Tee
Aus den hochgelegenen Gรคrten des Mai Pokhari Tea Estate in Ostnepal stammt dieser auรergewรถhnliche Nepal Oolong-Tee โ erzeugt von einem Pionier, der in einer Region ohne Oolong-Tradition seinen eigenen Weg gefunden hat.
In sorgfรคltiger Handarbeit verarbeitet und geprรคgt vom klaren, kรผhlen Klima an den Hรคngen des Himalaya auf bis zu รผber 2.000 Metern Hรถhe, verbindet er die Leichtigkeit grรผner Tees mit der Tiefe oxidierter Sorten. So entsteht ein vielschichtiger, zugleich zugรคnglicher Aufguss, der durch Balance, aromatische Klarheit und eine stille Eleganz รผberzeugt.
Herkunft
Der Mai Pokhari Tea Estate liegt im Osten Nepals, nahe der kleinen Ortschaft Jasbire. Die Gรคrten erstrecken sich in Hรถhenlagen zwischen etwa 1.700 und 2.100 Metern und gehรถren damit zu den hochgelegenen Teeregionen des Landes.
Die Umgebung ist Teil eines geschรผtzten Feuchtgebiets, das fรผr seine auรergewรถhnliche Biodiversitรคt bekannt ist. Dichte Wรคlder, klare Gewรคsser und eine reiche Tierwelt prรคgen das Landschaftsbild โ darunter auch der seltene Rote Panda, der in dieser Region noch frei lebend vorkommt.
Das Klima ist kรผhl und zugleich geprรคgt von hoher Luftfeuchtigkeit, weil sich Nebel und Wolken in dieser Hรถhenlage regelmรครig halten. Diese Bedingungen verlangsamen das Wachstum der Teepflanzen, und zugleich fรถrdern sie die Ausbildung feiner, differenzierter Aromen.
So entsteht ein Terroir, das Klarheit und Tiefe miteinander verbindet und dem Tee eine ruhige, vielschichtige Struktur verleiht.
Der Erzeuger
Hinter diesem Tee steht Maan Kumar, ein Teebauer aus der Region Mai Pokhari, der sich frรผh der Herstellung von Oolong-Tee zugewandt hat. In einem Land, das traditionell vor allem fรผr Schwarz- und Grรผntee bekannt ist, begann er, eigene Ansรคtze zu verfolgen.
Sein Zugang zur Herstellung von Oolong war zunรคchst ein autodidaktischer. Vieles eignete er sich selbst an โ unter anderem รผber frei zugรคngliche Quellen sowie durch eigene Experimente mit den Blรคttern seiner Gรคrten. Schon in jungen Jahren stellte er sich die Frage, warum reifere Blรคtter bei der Produktion oft ungenutzt bleiben, und begann, genau mit diesen zu arbeiten.
รber viele Jahre hinweg entwickelte er so Schritt fรผr Schritt ein tiefes Verstรคndnis fรผr die komplexen Prozesse der Oolong-Herstellung. Heute gilt er als der erste Produzent in Nepal, der sich mit Leidenschaft dieser Teekategorie widmet und sie unter den besonderen Bedingungen seiner Heimat weiterentwickelt hat.
Aus dieser Arbeit sind zwei unterschiedliche Oolong-Tees hervorgegangen, die jeweils eigene Akzente setzen und die Bandbreite seines Kรถnnens zeigen: Der hier angebotene Mai Pokhari Himalayan Oolong sowie der aus den gleichen Blรคttern mit leicht abweichender Verarbeitung hergestellte Mai Pokhari Gaba Oolong.
Pflรผckung
Die Blรคtter fรผr diesen Oolong-Tee werden sorgfรคltig von Hand gepflรผckt, wobei bewusst bereits weiter entwickelte, voll ausgereifte Blรคtter ausgewรคhlt werden. Diese Praxis folgt dem Vorbild traditioneller Oolong-Herstellung, wie sie beispielsweise aus den Oolong-Tee-Traditionen Wuyishans, Fenghuangshans und Taiwans bekannt ist. Die Verwendung reiferer Blรคtter dient dabei der Stรคrkung von Struktur und Tiefe und begรผnstigt eine grรถรere aromatische Bandbreite.
Die Pflรผckung erfolgt in den klimatisch gรผnstigen Phasen der Saison, wenn die Blรคtter unter stabilen Bedingungen heranwachsen. So entsteht ein Ausgangsmaterial, das die weitere Verarbeitung trรคgt und die Entwicklung eines vielschichtigen Aromaprofils begรผnstigt.
Verarbeitung
Die Herstellung dieses Oolong-Tees folgt einem mehrstufigen Prozess, der Zeit und Aufmerksamkeit erfordert. Nach der Pflรผckung welken die Blรคtter, bis sie einen Teil ihrer Feuchtigkeit verloren haben und geschmeidig werden.
Es folgt eine erste Phase der Oxidation, in der sich die Blรคtter unter kontrollierten Bedingungen langsam verรคndern, und dabei bilden sich erste aromatische Strukturen aus. Anschlieรend wird dieser Prozess gezielt verkรผrzt fortgefรผhrt, sodass die Oxidation insgesamt auf einem moderaten Niveau bleibt.
Am folgenden Tag durchlaufen die Blรคtter eine zweite, ebenfalls verkรผrzte Oxidationsphase, und diese wird sorgfรคltig รผberwacht sowie auf die Entwicklung eines klaren, lebendigen Aromaprofils ausgerichtet. Sobald der gewรผnschte Zustand erreicht ist, wird die Oxidation durch Hitzeeinwirkung gestoppt.
Im Anschluss werden die Blรคtter nach taiwanesischem Vorbild zu einem sogenannten Ball-Type Oolong gerollt. Dabei bรผndeln sich die Aromen im Inneren der Kugeln, so dass sie sich im Aufguss erst nach und nach entfalten. Die abschlieรende, schonende Trocknung stabilisiert den Tee und bewahrt seine aromatische Klarheit.
Geschmack & Erscheinungsbild
Im Aufguss zeigt dieser Oolong-Tee eine klare Tasse, deren Farbe je nach Ziehdauer von bernsteinfarben bis goldbraun reicht. Das Blatt รถffnet sich langsam und gibt dabei nach und nach seine Struktur frei, und so entfaltet sich das Aromaprofil schrittweise.
Das trockene Blatt zeigt sich in unregelmรครig gerollten Kugeln unterschiedlicher Grรถรe mit leicht zerklรผfteter Oberflรคche. Farblich dominiert ein sattes Tannengrรผn.
Aromatisch prรคsentiert sich der Tee vielschichtig und zugleich zugรคnglich, mit einer lebendigen Frische, die den gesamten Aufguss trรคgt. Fruchtige Noten erinnern an Stachelbeere und sรผรe Pflaume, ausbalanciert von feinen Zitrusnuancen und einer dezenten floralen Aromatik.
Am Gaumen wirkt der Tee weich und ausgewogen, und zugleich bleibt er klar und prรคzise in seiner Ausprรคgung. Der Nachklang ist leicht, frisch und begleitet von einer angenehm weichen, aber deutlich prรคsenten Sรผรe.
Mit seinem leicht รผber dem mittleren Bereich liegenden Koffeingehalt wirkt dieser Oolong-Tee belebend und klar, bleibt dabei jedoch ausgewogen und gut zugรคnglich.
Zubereitung
Westliche Zubereitung
Fรผr 200 ml Wasser empfehlen sich etwa 3โ4 g Tee. Das Wasser sollte eine Temperatur von rund 85 ยฐC haben, und die Ziehzeit betrรคgt etwa 3 Minuten. So entsteht ein ausgewogener Aufguss mit klarer Struktur und harmonischer Aromatik.
Gong-Fu-Zubereitung
Wie andere Oolong-Tees eignet sich auch dieser sehr gut fรผr die Gong-Fu-Zubereitung รผber eine Reihe von Aufgรผssen. Dabei wird mit erhรถhter Dosierung und deutlich verkรผrzten Ziehzeiten gearbeitet, sodass sich das Aromenspektrum รผber mehrere Aufgรผsse hinweg differenziert entfalten kann. Die genauen Parameter kรถnnen dabei nach persรถnlichem Empfinden angepasst werden.
















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