Sie befinden sich hier:
Product code: 424

Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori)

(6 Kundenrezensionen)

Preisspanne: 14,70 € bis 51,70 €

Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori) ist ein naturnah kultivierter Gyokuro aus Uji-Tawara, Kyoto, der Wiege des Teeanbaus in Japan und der japanischen Teekultur schlechthin. Die trockenen Teeblรคtter verstrรถmen ein harmonisches Aroma von Edelholz, Nรผssen und Nussschalen. Geschmacklich รผberwiegen leicht edelbittere Krรคuternoten, die sich in der goldgrรผn schimmernden Tasse mit zartem, unaufdringlichem Umami zu einem weichen Mundgefรผhl und dem Eindruck des Atmens von Meeresluft verbinden. Dabei ist es die feine Balance zwischen den verschiedenartigen Reizen, die den Uji-Tawara zu einem gleichermaรŸen erfrischend-leichten wie vollmundigen Gyokuro machen.

Fรผr weitere Informationen und Illustrationen siehe untenstehende Produktbeschreibung.

Beschreibung

Uji Tawara Gyokuro aus naturnaher Kultivierung in Uji-Tawara, Kyoto, Japan

Uji-Tawara Gyokuro – Bild(er) klicken zum VergรถรŸern

Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori)

Dieser Tee kommt zu uns Tea Crane, einem auf naturnah kultivierte Tees von Kleinerzeugern spezialisierten Hรคndler in Japan. Der Betreiber, Tyas Sรถsen, ist ein gebรผrtiger Belgier, der seit jungen Jahren in Japan lebt. Dort hat er als jรผngster offiziell zertifizierter Teemeister auslรคndischer Herkunft das Teehandwerk von der Pike auf erlernt. Seine Liebe zu den traditionellen japanischen Sencha-Tees regionaler Prรคgung kulminierte schlieรŸlich in der Grรผndung von The Tea Crane. Die zugrundeliegende Philosophie ist dabei eine Rรผckkehr zum ursprรผnglichen japanischen Sencha. Das heiรŸt, die Kultivierung erfolgt frei von kรผnstlichen Dรผngemitteln und Pestiziden. Darรผber hinaus bedeutet es eine Verarbeitung, die frei ist von den fรผr die Teeherstellung in Japan heute vielfach charakteristischen industriellen Massenprozessen.

Der Name, Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori), gibt zum einen Auskunft รผber deren Herkunft aus Uji-Tawara, Kyoto. Die Region gilt als die geographische Wiege des Teeanbaus in Japan und der japanischen Teekultur schlechthin. Weiter verrรคt die Bezeichnung „Gyokuro“ uns, um welchen Verarbeitungstyp von japanischem Grรผntee es sich handelt. Dabei gilt der „Edle Tautropfen“ oder „Jade-Tau“ als die exquisiteste – und damit leider auch teuerste – Blattteesorte Japans. Neben der bis zu dreiwรถchigen Vollbeschattung der Teebรผsche durch Einhausung in engmaschige Netze unterscheidet sich Gyokuro von anderen japanischen Sencha-Tees vor allem durch die Bevorzugung bestimmter Kultivare. So gelten beispielsweise Goko und Uji-Midori, aus welchen dieser Tee ein Blend ist, als typische „Gyokuro-Kultivare“.

Die trockenen Teeblรคtter verstrรถmen ein harmonisches Aroma von Edelholz, Nรผssen und Nussschalen. Dabei kommt der naturnah, pestizid- und kunstdรผngerfrei kultivierte Tee auch geschmacklich sehr ausgewogen daher… Vorwiegend leicht edelbittere Krรคuternoten, die sich in der goldgrรผn schimmernden Tasse mit zartem, unaufdringlichem Umami zu einem weichen Mundgefรผhl und dem Eindruck des Atmens von Meeresluft verbinden. Dabei ist es die feine Balance zwischen den verschiedenartigen Reizen, die den Uji-Tawara zu einem gleichermaรŸen erfrischend-leichten wie vollmundigen Gyokuro machen.

Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori) - naturnah (pestizid- und kunstdรผngerfrei) kultivierter Gyokuro-Tee aus Uji-Tawara, Kyoto, Japan

Was ist Gyokuro?

Grundsรคtzlich ist Gyokuro (japanisch: โ€žedler Tautropfenโ€œ oder โ€žJade-Tauโ€œ) eine Variante des japanischen Sencha-Tee. Innerhalb dieser Kategorie bildet er gemeinsam mit dem sog. โ€žKabuse Chaโ€œ die Unterkategorie der โ€žSchattenteesโ€œ. Anders als bei der fรผr โ€žKabuseโ€œ-Tee verwendeten Beschattungsmethode, die sich zur mรถglichst naturgetreuen Nachstellung der Lichtverhรคltnisse in der Natur vergleichsweise grobmaschiger Netze (โ€žKabuseโ€œ-Netze: ca. 50% UV-Filterung) bedient, werden die Teestrรคucher fรผr Gyokuro Tee vor der Ernte fรผr bis zu drei Wochen unter mehreren Lagen engmaschigerer Netze โ€žeingehaustโ€œ, die etwa 90% des Sonnenlichts herausfiltern.

Wรคhrend der Beschattungsphase bewirkt der weitgehende Lichtentzug Aktivitรคten in der Teepflanze, die eine verรคnderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zur Folge haben. So erhรถht sich der Anteil an Aminosรคuren (insbes. Theanin) und Alkaloiden (insbes. Koffein, Theophyllin). Gleichzeitig bewirkt die Beschattung eine Reduktion der Bitterstoffe (insbes. Catechine). Der resultierende Tee ist geschmacklich deutlich sรผรŸer als herkรถmmliche Sencha-Tees. Weiter werden auch das Duftaroma und die grรผne Farbe des Tees durch die Beschattung intensiviert. Gyokuro gilt in Japan deshalb allgemein als die delikateste der japanischen Grรผnteesorten.

Fรผr eine optimale ErschlieรŸung der Inhaltsstoffe und zum Schutz vor Oxidationsprozessen werden die frisch geernteten tiefgrรผnen Teeblรคtter unmittelbar nach der Pflรผckung mittels des fรผr die Verarbeitung grรผner Tees in Japan typischen Verfahrens gedรคmpft, gekรผhlt, gerollt und getrocknet. Dieser Teil der Verarbeitung gleicht im Wesentlichen dem anderer japanischer Sencha-Tees. Die lange Vollbeschattung ist fรผr den einzigartigen, intensiv sรผรŸen โ€žUmamiโ€œ-Geschmack des Tees verantwortlich, der Gyokuro den Ruf eingebracht hat, die delikateste Teesorte Japans zu sein.

Der Erzeuger / Der Teegarten – „Nagatani“

„Nagatani Tea Factory“ sieht sich in der Tradition von Nagatani Soen, dem Begrรผnder der Verarbeitung von Sencha-Tees, wie wir sie kennen. Auch der im 18. Jahrhundert lebende Pionier des modernen japanischen Grรผntees war in Uji-Tawara zuhause. Unter Beibehaltung dieser Tradition ist es das Bestreben der Hersteller, unter Verwendung ausschlieรŸlich naturnaher Anbaumethoden einen mรถglichst hochwertigen Tee zu produzieren. Als Dรผnger finden dabei ausschlieรŸlich natรผrliche Pflanzenstoffe wie Stroh, Pampasgras usw. Verwendung. Diese dienen einerseits zur Hemmung des Unkrautwachstums. Andererseits liefert ihre Zersetzung dem Boden natรผrliche Nรคhrstoffe, von denen wiederum die Teebรผsche profitieren. Davon, wie das in der Praxis aussieht, vermittelt das folgende Video des „Tea Crane“-Grรผnders einen wundervollen Eindruck:

The Origins of Sencha in Uji-Tawara

Naturnahe Teekultivierung in Nagatani Teegรคrten in Uji-Tawara, Kyoto, Japan

„Nagatani“ Teegarten in Uji-Tawara, Kyoto, Japan

– Bild(er) klicken zum VergrรถรŸern –

Die Zubereitung

Die Zubereitung eines Gyokuro unterscheidet sich in dreierlei Hinsicht grundlegend von derย  Zubereitung anderer – auch japanischer – Grรผnteesorten. Hiervon betroffen sind die wichtigsten 3 Parameter der Teezubereitung: Dosierung, Aufgusstemperatur und Ziehdauer. Zur vollen Entfaltung des durch die Beschattung erzielten charakteristischen Geschmacksprofils dosiert man Gyokuro sehr viel hรถher als andere Sencha-Tees. Um das Lรถsen von Bitterstoffen im Aufguss zu verhindern, gieรŸt man Gyokuro-Tee auรŸerdem signifikant kรผhler auf als andere Grรผntees. Dafรผr darf der Tee zugunsten der klaren Herausbildung des fรผr Gyokuro typischen Umami-Geschmacks dann um einiges lรคnger ziehen.

Entsprechend ungewรถhnlich mutet die Zubereitungsempfehlung des Hรคndlers (und Experten) an… Man nehmen 4-5g Teeblรคtter und รผbergieรŸe diese mit mรถglichst weichem Wasser einer Temperatur von nicht mehr als 60ยฐC. AnschlieรŸend lasse man den Tee 3 (in Worten: drei)) Minuten lang ziehen fรผr einen (zugegeben) umwerfend kรถstlichen ersten Aufguss. Das Ergebnis ist ein geschmackliches „Statement“, das seinesgleichen sucht. Danach folgen ein zweiter und ein dritter Aufguss dem gleichen Zubereitungsschema. Dabei verschiebt das Geschmacksbild sich von Aufguss zu Aufguss immer weiter von Umami zu herzhaft-vegetalen bis hin zu mineralischen Noten. Letztere beherrschen dann auch einen vierten, zugunsten der vollstรคndigen Ausbeute des Teeblatts mit 90ยฐC (kochend heiรŸ) aufgegossenen Aufguss.

Mit den oben empfohlenen Parametern kann man natรผrlich „spielen“… So entlockt beispielsweise die Verkรผrzung der Ziehdauer den ersten beiden Aufgรผssen ein zwar weniger รผberwรคltigendes, dafรผr geschmacklich stรคrker differenziertes Geschmackserlebnis.

Fรผr Interessierte liefert der folgende Blog-Artikel eine รœbersicht รผber die Geschichte und Grundtypen von grรผnem Tee in Japan:

Mรคrz 2015: Grรผner Tee in Japan – Geschichte und moderne Ausprรคgung

Weitere (unbeschattete) Sencha-Tees im Siam Tee Shop gibt es unter dem folgenden Link:

https://siam-tee.de/produkt-kategorie/tee-aus-japan/sencha-tee/

Zusรคtzliche Informationen

Gewicht n.ย a.
Gewicht

25g, 50g, 100g

6 Rezensionen fรผr Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori)

  1. ECL

    Bei diesem Tee handelt es sich um einen Gyokuro, der ohne รผbermรครŸiges Umami daherkommt. Nach meiner ersten Zubereitung, bei der ich den ersten Aufguss ca. 45s ziehen habe lassen, mochte ich den Tee รผberhaupt nicht. Er schmeckte schlichtweg einfach nur stark algig. Weitere Aufgรผsse waren recht herb mineralisch und der Tee wurde erst spรคter sรผรŸ.
    Trotzdem habe ich dem Tee noch eine Chance gegeben und ich kann allen raten den Tee auch wie vorgeschlagen zuzubereiten. Also 5g in die ca. 160ml groรŸe Kyusu und drei Aufgรผsse a 3 Minuten (!) sowie ein vierter mit hรถherer Temperatur. Die erwartete Brรผhe blieb aus, stattdessen war der Tee deutlich komplexer als beim ersten Versuch. Ein leichtes Umami, Mineralik, Herbe, Gras und eine gewisse SรผรŸe prรคgten diesen ersten Aufguss. Bei weiteren Aufgรผssen nahm das Umami ab und der Tee wurde leichter, mineralischer aber sรผรŸer und leicht floral.
    Auch wenn dieser Tee nicht mein Favorit unter den Tea Crane Tees ist, muss ich feststellen, dass mein erster Eindruck tรคuschte und der Tee doch wirklich gut zu trinken ist. Als Fazit kann man festhalten, dass dieser Gyokuro deutlich komplexer im Geschmack ist als viele Umamibomben auf dem Markt.

  2. Jรผrgen (Verifizierter Kรคufer)

    Bei der Zubereitung des โ€žedlen Tautropfensโ€œ folgte ich ausnahmsweise mal der Empfehlung des Teeshops. Ich glaube das war die richtige Entscheidung, denn bei 3,5g auf ca. 100 ml 60 Grad warmes Wasser und ganzen 3 Minuten Ziehzeit fรผr die ersten 3 Aufgรผsse belohnt der Uji Tawara Gyokuru den Teeliebhaber mit einem gleichermaรŸen edelherben wie vegetalen Aroma, dessen gleichfalls fruchtige Anklรคnge ein sanftes, nichtsdestotrotz sehr nachhaltiges Prickeln auf der Zunge hinterlassen. Das Umami , welches den ersten Aufguss durchaus dominiert, geht in den Folgeaufgรผssen erfreulicherweise mehr und mehr in fruchtig-herben bis mineralischen Geschmacksnoten auf.
    Ein vierter Aufguss mit deutlich hรถherer Wassertemperatur bringt schlieรŸlich geschmacklich keine neuen Erkenntnisse, verlรคngert aber den Teegenuss um einen weiteren delikaten Aufguss, um den es ansonsten schade gewesen wรคre.
    Die strahlend jadegrรผne Tassenfarbe bleibt vom ersten bis zum letzten Tropfen ein stรคndiger Begleiter und beschert damit auch dem Auge eine genussvolle Reise.

  3. Wolfgang

    Es empfiehlt sich durchaus den Empfehlungen zu folgen und so habe auch ich diesen Tee mit 3min und 60 Grad aufgossen. Zwar wundern mich die Zeiten bei einem Gyokuro nicht unbedingt, jedoch war ich verwundert auch den zweiten und dritten so aufzubrรผhen.
    Folgt man dem erhรคlt man einen leicht herben aber doch fruchtigen Aufguss.
    Ich hatte etwas mehr Fรผlle erwartet oder erhofft – der Tee ist insgesamt samtig und irgendwie leicht. Im Nachgang legt sich eine samtige, leicht bitterherbe Geschmackswolke um die Zunge und bleibt recht lange.

  4. MR

    Umami, leichter als Hiki oder Kirisakura. Gut, wenn man einen leichteren Gyokuro mรถchte.

  5. Susanne A.-H. (Verifizierter Kรคufer)

    Ich habe ebenfalls die empfohlenen Aufgusszeiten und -mengen beachtet, die fรผr einen Gyokuro eher ungewรถhnlich sind!
    Der Tee ist eher leicht und unkompliziert. Fรผr den fรผnften Stern fehlt mir aber eine gewisse Komplexitรคt, die manchen Gyokuro so unwiderstehlich macht.

  6. Michael M. (Verifizierter Kรคufer)

    Uji-Tawara Gyokuro (Goko-Midori) grรผner Tee von The Tea Crane – 9 g auf 500 ml Wasser bei ca. 63 Grad fรผr 3 Minuten, da lรครŸt sich eine sehr schรถne gelblich grรผne Tassenfarbe erkennen. Der Geruch der fein gerollten Blรคtter ist grasig, frisch und enthรคlt weitere Duftnoten, die ich nicht zu nennen vermag. Der Geschmack ist รคuรŸerst lieblich, mit einer SรผรŸe und der Umami Geschmack ist unverkennbar.

Fรผge deine Rezension hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht verรถffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Beitragskommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.