Gyokuro Wakana Grüner Tee

(7 Kundenrezensionen)

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Gyokuro Wakana („Wakana“ = jap. für „junges Grün“) ist ein in den ersten Tagen der Frühpflückung geernteter japanischer grüner Vollschatten-Tee (Gyokuro) in Shincha-Qualität (Shincha hier im Sinne von „First Flush“) aus der Region Kagoshima im Süden Japans. Der besondere Charakter der frühen Pflückung, die mehrwöchige Vollbeschattung vor der Ernte und eine hochwertige Auswahl nur der jüngsten und zartesten Blätter garantieren einen erstklassigen Gyokuro Grüntee.

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Beschreibung

Shincha Gyokuro Wakana - Gyokuro-Tee von Shincha-Qualität

Gyokuro Wakana

Gyokuro „Wakana“ ist ein japanischer Vollschatten-Tee (Gyokuro = Vollschatten) aus der ersten (Shincha-) Pflückung in Japans zweitgrößter Teeanbauregion, dem Gebiet um Kagoshima, Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur auf der Insel Kyushu, auf dem südlichsten Zipfel Japans. Dank der Nähe der Teegärten zu dem noch aktiven Vulkan „Sakurajima“ gedeiht dieser Tee in besonders reichen Böden. Ein weiterer begünstigender Faktor für die Anreicherung von Wirk- und Aromastoffen in den Blättern der Teepflanze ist das für den Teeanbau wie geschaffene milde Klima der südlichen Kagoshima-Region.

Japan-Karte: Teeanbaugebiet Kagoshima

Das durch sein tiefes Tannengrün und seine perfekte Nadelform ästhetisch besonders ansprechende Teeblatt verströmt ein verführerisches, zart-süßes und lieblich-fruchtiges Aroma. Der Aufguss besticht mit hell leuchtender jadegrüner Farbe und einem die Sinne betörenden, fein-aromatisch duftenden komplexen Bouquet. Geschmacklich überzeugt Shincha Gyokuro Wakana durch eine zart-süße, lieblich-fruchtige Note mit einem Hauch von Weintrauben. Er erscheint ultraleicht, mild und angenehm erfrischend im Abgang und erfreut die Geschmacksknospen mit einem langen und intensiven Nachklang. Die lange Zeit der Vollüberschattung des Tees ist verantwortlich für dessen einzigartigen, intensiv süßlichen „umami“-Geschmack. Die leichte Verarbeitung und der vergleichsweise robuste Charakter machen Gyokuro Wakana zu einem perfekten Einstieg in die Welt der Schattentees.

Smaragdgrüne Tasse von Shincha Gyokuro Wakana Grüner Tee

Namensgebung

Zum „Gyokuro“ wird ein japanischer Grüntee durch die ca. 3-wöchige Vollbeschattung (vollständige Einhausung) der Teefelder mit mehrlagigen Netzen. Und mit „Wakana“ bezeichnen die japanischen Teebauern die allerjüngsten, frischen Teeblätter des jungen Frühlings.

Smaragdgrüne Tasse von Shincha Gyokuro Wakana Grüner Tee

Was ist Gyokuro Tee?

Erstes charakteristisches Merkmal der Herstellung von Gyokuro Tee ist die ca. 3-wöchige „Einhausung“ der Teegärten vor der Ernte. Hierzu dienen jeweils mehrere Lagen engmaschiger Netze, die bis zu 90% des Sonnenlichts herausfiltern. Der weitgehende Entzug von Licht während dieser Phase bewirkt Aktivitäten in der Teepflanze, die eine veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zur Folge haben. Folgen hiervon sind ein erhöhter Anteil an Aminosäuren (insbes. Theanin) und Alkaloiden (insbes. Koffein, Theophyllin). Außerdem bewirkt die Beschattung eine Reduktion der Bitterstoffe (insbes. Catechine) im Teeblatt. Als Folge hiervon weist der resultierende Tee geschmacklich eine deutlich höhere Süße sowie sen für Gyokuro typischen „umami“-Geschmack auf. Und auch das Duftaroma und die tiefgrüne Farbe des Tees gewinnen durch die Beschattung an Intensität.

Das zweite definitorische Merkmal von Gyokuro Tee ist die Verwendung von „Tencha“ anstatt des ganzen Teeblattes. Dabei ist „Tencha“ das von Astresten und Blattrippen befreite Teeblatt. Entsprechend ergibt sich für die Herstellung von Gyokuro zusätzlich zum Beschattungsaufwand ein weiterer aufwändiger Verarbeitungsschritt. Dementsprechend bestehen die beiden Hauptunterschiede der Gyokuro-Verarbeitung zur Herstellung von „Kabuse“-Tee in Beschattungsgrad und Blattmaterial. Denn zum einen bedient sich die Kabuse-Methode zur möglichst naturgetreuen Nachstellung der Lichtverhältnisse in der Natur vergleichsweise grobmaschiger Netze („Kabuse“-Netze: ca. 50% UV-Filterung). Und zum anderen findet bei der Herstellung von Kabuse-Tee das ganze Teeblatt Verwendung.

Für eine optimale Erschließung der Inhaltsstoffe und zum Schutz vor Oxidationsprozessen werden die frisch geernteten tiefgrünen Teeblätter unmittelbar nach der Pflückung gedämpft, gekühlt, gerollt und getrocknet. Der einzigartige, intensiv süßliche „umami“-Geschmack ist dafür verantwortlich, dass Gyokuro in Japan allgemein als die delikateste aller japanischen Teesorten gilt.

Smaragdgrüne Tasse von Shincha Gyokuro Wakana Grüner Tee

Zubereitung von Gyokuro Tee

Wenn man Gyokuro-Tee wie einen gewöhnlichen Sencha-Tee zubereitet, erschließt sich der besondere Charakter dieser speziellen Teesorte nur begrenzt. Um in den vollen Genuß der geschmacklichen Vorzüge dieser speziellen Teesorte zu gelangen, empfiehlt sich daher ein spezifischer Ansatz. Dabei stehen drei Zubereitungsparameter besonders im Vordergrund, namentlich Dosierung, Wassertemperatur und Ziehdauer. Im Vergleich zur Zubereitung eines gewöhnlichen Grüntees ist die optimale Dosierung eines Gyokuro höher, die Wassertemperatur niedriger und die Ziehdauer kürzer. Entsprechend empfehle ich als Ausgangspunkt für eigene Explorationen den folgenden Ansatz:

4g Teeblätter per 100ml Wasser mit Wasser einer Temperatur um 65° übergießen. Dann 1 Minute ziehen lassen für einen ersten Aufguss. Anschließend ergibt sich ein weiterer wohlschmeckender Aufguss mit stark verkürzter Ziehdauer (annähernd null, aufgießen und gleich ausgießen). Danach für weitere Aufgüsse Temperatur und Ziehdauer jeweils leicht erhöhen.

Wasser

Wie für alle Teesorten gilt auch hier: je weicher (kalkarm) das Wasser, desto besser.

Gefäß

Am besten geeignet für die Zubereitung japanischer Grüntees wie Gyokuro, Sencha-, Bancha- oder Kabusecha-Tees sind Teekännchen aus Ton. In Japan sind dies in der Regel die japanische Seitengriff-Teekanne (Kyusu) oder das Shiboridashi. Aber auch eine Teekanne im chinesischen Stil verricht letztlich natürlich den gleichen Dienst. Und auch mit Porzellan- und Glas-Teekannen lassen sich vergleichbar gute Ergebnisse erzielen.

Trinkgefäß

Getrunken wird Gyokuro Grüner Tee in Japan aus kleineren bis mittelgroßen Teetassen („Chawan“ or „Yunomi“), deren Stil und bevorzugte Größe dem jeweiligen Bedarf, d.h. Situation und Laune angepasst werden können.

SGyokuro Wakana als Kaltaufguss

Für den Kaltaufguss empfiehlt sich eine Ziehdauer von 20-30 Minuten in Wasser von Zimmertemperatur unter Verdopplung der Menge der verwendeten Teeblätter. Auf Eis serviert ein einzigartiger Genuss vor allem an heißen Tagen!

Smaragdgrüne Tasse

Weitere Informationen zu Arten japanischer Grüntees

Lesen Sie für weitere Informationen und Hintergründe zu Gyokuro und anderen japanischen grünen Tees sowie weiteren für Japan typischen Teesorten bitte auch unseren einschlägigen Artikel im Siam Tee Blog, der einen umfassenden und doch gut verständlichen Überblick über Japans Tee-Welt und -Geschichte liefert:

Tee in Japan – Geschichte und moderne Ausprägung/en

Zusätzliche Informationen

Gewicht n. v.
Gewicht

25g, 50g, 100g, 200g

7 Bewertungen für Gyokuro Wakana Grüner Tee

  1. bernd.roemhild@gmx.de

    Man sollte diesen Tee probiert haben!
    Ein Tee mit der typischen Frische eines Shincha!

    Mein Eindruck bei einer Zubereitung 2g/80ml Shiboridashi/50°C (50; 10; 15 Sec.):
    Intensiver Süße und Umami, nicht herb. 1. Aufguss intensiv, folgende Aufgüsse lassen in der Intensität langsam nach, Süße und Umami bleiben, keine Herbe. Hervorragendes Geschmackserlebnis!
    Mein Eindruck bei japanischer Zubereitung 8g/100ml Hohin/50°C (50; 10; 15 Sec.):
    Ausgewogenheit von Umami, Süße, grasiger Herbe, ganz leicht gemüsig.
    3 vollwertige und weitere trinkbare Aufgüsse.

  2. Markus (Verifizierter Besitzer)

    Ein ausgezeichneter Shincha welcher sich mit deutlich hochpreisigeren Shinchas messen kann. Dem Vorredner kann ich nur zustimmen.

  3. Sascha Seyffert

    Ich kann auch nur positiv von diesem Tee sprechen und möchte mich zuerst einmal bei Thomas für diese tolle Teeprobe bedanken!

    Zum Tee:
    Der Tee ist sehr klar im Geschmack und verbindet alle tollen Eigenschaften eines Gyokuro in Perfektion – angenehme weiche Süße, eine intensive grüne Farbe und so gut wie keinen herben Geschmack.

    Bei den Ziehzeiten würde ich eher zu meinem Vorredner tendieren (50;30;20 bei 70°C Wassertemperatur/Kyusu). Besonders im Hinblick auf seinen Preis, ist dieser Tee ein wahres Geschmackserlebis und kann locker mit „hochklassigen“ Tees mithalten. Ich persönlich habe mir den Tee schon für meine nächste Bestellung vorgemerkt :).

  4. Jens Z.

    Ich habe den Gyrokuro Wakana als kostenlose Probe mitgeliefert bekommen und muss sagen, dass er mich begeistert.
    Glänzend grüne Farbe, erfrischender Geruch und angenehme Süße im Geschmack.
    Er lieferte mir 3 intensive Aufgüsse. Ich habe die Ziehzeiten, wie bei meinen Vorrednern empfohlen wurde, sehr kurz gewählt. Das hat sehr gut funktioniert.

  5. mikeymaily (Verifizierter Besitzer)

    Shincha Gyokuro Wakana – feine grüne gerollte Blätter, sehen aus wie feine Nadeln und entwickeln einen unglaublich milden, fruchtigen Tee mit einer süßlichen Note. Sollte in keinem Teegeniesser Schrank fehlen.

  6. christian eppensteiner (Verifizierter Besitzer)

    Kann ich nur wärmstens empfehlen!!!

  7. Christopher Jacoby (Verifizierter Besitzer)

    Vorweg: Ich bereite meinen Tee etwas anders zu als die meisten Teetrinker: Ich mache medizinische Aufgüsse, bzw. Ich versuche das maximum an Nährstoffen aus den Blättern rauszuholen. Daher gibt es bei mir nur Einen einzigen Aufguss, dieser zieht allerdings lange, mind. 45 Minuten durch und wird ab und zu gut gerührt damit sich nach Möglichkeit Alles aus den Blättern in die Tasse löst. Die Blätter sind danach auch ausgelutscht und fad und eignen sich nicht mehr für weitere Aufgüsse. Aufguss Temperatur ist allerdings gleich: 60 bis maximal 70C°. Sicher, manch Einer mag das als Verschwendung sehen… Ich trinke meinen Tee halt so und eigentlich in Erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Daher bewerte Ich ihn auch unter diesem Aspekt. Ich hoffe damit eine Interessante Sicht auf eine andere Zubereitungsmethode zu liefern. Behaltet daher meine Zubereitungsmethode im Hinterkopf wenn Ihr meine Bewertungen lest.

    Ich habe nun den Wakana mehrfach durchgetestet, vom Kabusecha bis nun zum Gyokuro. Wobei man vielleicht erwähnen sollte dass es sich nicht um einen „echten“ Gyokuro im klassischen Sinne handelt, da wie auch im Bild zu erkennen ein paar wenige Stängel mit bei sind was Ich nicht weiter schlimm finde. Und wer einmal einen Kukicha getrunken hat weiß dass diese Stängel durchaus viel Eigengeschmack besitzen. Es handelt sich also eher um einen „Vollschattentee“ als um einen „echten“ Gyokuro(vergleichbar mit dem Shincha Makizono der allerdings etwas kürzer beschattet wurde). Es handelt sich beim Wakana um eine Mischung aus den Sträuchern Yabukita und Saemidori.

    Bereits im trockenen Zustand duftet dieser Tee sehr fruchtig, süß und beerig bis weintraubenartig. Die Tasse ist intensiv Grün-Gelb und ziemlich trüb nach meiner langen Ziehzeit.

    Der bisher am intensivsten duftende Tee denn ich hatte, ein wahres Geschmacksfest auf der Zunge! Intensiver noch als der Kirisakura. Jeder Schluck ist fast wie Parfum so intensiv ist er. Bisher auch neben dem Kirisakura der einzige Tee der konstant fruchtige Noten in der Tasse produziert hat(im Gegensatz zum Shincha Gyokuro Homare zum Beispiel), wobei auch hier einige Tassen deutlich fruchtiger ausfallen, die anderen floraler. Das intensive, süße Fruchtaroma errinert in der Tat stark an helle Weintrauben, manchmal ist da vielleicht noch etwas beeriges. Die florale Note ist gut vorhanden bis manchmal sehr intensiv und es dominiert ein Traubenkern artiges Aroma. Typische Shincha Frische, wobei diese die meiste Zeit von dem intensiven Frucht und Floralnoten schon fast überdeckt wird. Kaum Herbe im Gegensatz zum Wakana Kabusecha, der noch eine deutliche wenn auch nur mittlere Herbe mit drin hatte. Interessanterweise eine leicht bis mittlere Bitternote immernoch vorhanden und daher deutlich herauszuschmecken was mich aber kaum stört, sollte aber erwähnt werden. Ungewöhnlich für einen Vollschattentee und einen Shincha. Der Kabusecha war allerdings nochmal etwas bitterer, medium bitter tatsächlich. Neben intensivem Geschmack, Fruchtigkeit und Weintraubenaromen, scheint eben auch eine gewisse Bitterkeit einfach in der Natur des Wakana zu liegen.

    Der Nachhall hält lange an und ist ebenfalls sehr intensiv fruchtig-floral, wobei manchmal entweder fruchtig oder floral in der Tasse dominieren.

    Dem Shincha Wakana(Kabusecha) sehr ähnlich, deutlich weniger herb allerdings. Etwas weniger bitter und er schmeckt definitiv nochmal intensiver.

    Fazit: Ein unglaublich Geschmacktintensiver Tee! Sei es die Bitterkeit die etwas höher als gewöhnlich für so einen Tee ausfällt, oder seien es die konzentrierten Duftaromen. Jeder Schluck ist eine intensive, wahre Freude die lange anhält! Es fällt mir schwer ihn einem Platz zuzuordnen… Platz 2 erscheint mir nicht gerechtfertigt, Platz 1 wäre für mich allerdings schon der Kirisakura… Auch in meinen Augen kann er mit deutlich teureren Tees mithalten. Das Preis-Leistunsverhältniss ist entsprechend sehr gut!

    Was mir gefällt ist der sehr intensive Geschmack, allerdings bevorzuge Ich doch die Kirschnoten des Kirisakura, obwohl mir die Weintrauben-Aromen des Wakana natürlich auch gefallen. So oder so eines meiner Lieblingstees die ich immer gerne da habe und noch öfters nachbestellen werde. Wer Fruchtnoten bevorzugt wird hier definitiv nicht enttäuscht da dieser Tee in der Tasse immer zuverlässig eine gewisse Fruchtigkeit produziert, auch wenn wie bei Shinchas üblich manchmal die floralen Noten stattdessen dominieren.

    Ich finde der leichte Aufpreis zum Kabusecha lohnt sich da man hier ein intensiveres Geschmackserlebniss kriegt und groß ist der Preisunterschied auch nicht.

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