Gyokuro Hiki Grüner Tee

(2 Kundenrezensionen)

8,7053,90

Gyokuro Hiki ist ein typischer, von der zeitweiligen Vollbeschattung der Teesträucher gekennzeichneter japanischer Schattentee. Es ist die traditionelle Verarbeitung von Hand, die diesen grünen Tee aus den fruchtbaren Tälern des Flusses Hiki in der Präfektur Wakayama zu einer ganz besonderen Rarität macht. Besonders gut zum Ausdruck kommt die sorgfältige Handarbeit im Erscheinungsbild der langen, nadelförmigen, tannengrünen Teeblätter zum Ausdruck. Der leuchtend klare, grünlich-hellgelb schimmernde Aufguss besticht geschmacklich mit frischer Grasnote und intensiv süßem “Umami”.

Für weitere Informationen siehe untenstehende Produktbeschreibung.

Beschreibung

Gyokuro Hiki Grüner Tee - von Hand verarbeitet; Wakayama, Japan

Gyokuro Hiki

Gyokuro Hiki ist ein typischer, von der Vollbeschattung (vollständige Einhausung) der Teefelder mit mehrlagigen Netzen gekennzeichneter japanischer Grüntee. Dabei ist es die sorgfältige traditionelle Verarbeitung von Hand, die diesen Gyokuro aus den Tälern des Flusses Hiki, Präfektur Wakayama, zu einer besonderen Rarität macht. Die Handarbeit kommt im Erscheinungsbild der langen, nadelförmigen, tannengrünen Teeblätter sehr schön zum Ausdruck. Geschmacklich besticht der leuchtend klare, grünlich-hellgelb schimmernde Aufguss mit frischer Grasnote und intensiv süßem, vollaromatischem “Umami”.

Herkunft von Gyokuro Hiki: Praefektur Wakayama, Japan

Was ist Gyokuro?

Grundsätzlich ist Gyokuro (japanisch: “edler Tautropfen” oder “Jade-Tau”) eine Variante des japanischen Sencha-Tee. Innerhalb dieser Kategorie bildet er gemeinsam mit dem sog. “Kabuse Cha” die Unterkategorie der “Schattentees”. Anders als bei der für „Kabuse“-Tee verwendeten Beschattungsmethode, die sich zur möglichst naturgetreuen Nachstellung der Lichtverhältnisse in der Natur vergleichsweise grobmaschiger Netze („Kabuse“-Netze: ca. 50% UV-Filterung) bedient, werden die Teesträucher für Gyokuro Tee vor der Ernte für bis zu drei Wochen unter mehreren Lagen engmaschigerer Netze „eingehaust“, die etwa 90% des Sonnenlichts herausfiltern.

Während der Beschattungsphase bewirkt der weitgehende Lichtentzug Aktivitäten in der Teepflanze, die eine veränderte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zur Folge haben. So erhöht sich der Anteil an Aminosäuren (insbes. Theanin) und Alkaloiden (insbes. Koffein, Theophyllin). Gleichzeitig bewirkt die Beschattung eine Reduktion der Bitterstoffe (insbes. Catechine). Der resultierende Tee ist geschmacklich deutlich süßer als herkömmliche Sencha-Tees. Weiter werden auch das Duftaroma und die grüne Farbe des Tees durch die Beschattung intensiviert. Gyokuro gilt in Japan deshalb allgemein als die delikateste der japanischen Grünteesorten.

Für eine optimale Erschließung der Inhaltsstoffe und zum Schutz vor Oxidationsprozessen werden die frisch geernteten tiefgrünen Teeblätter unmittelbar nach der Pflückung mittels des für die Verarbeitung grüner Tees in Japan typischen Verfahrens gedämpft, gekühlt, gerollt und getrocknet.

Zubereitung

Wenn man Gyokuro-Tee wie einen gewöhnlichen Sencha-Tee zubereitet, erschließt sich der besondere Charakter dieser speziellen Teesorte nur begrenzt. Um in den vollen Genuß der geschmacklichen Vorzüge dieser speziellen Teesorte zu gelangen, empfiehlt sich daher ein spezifischer Ansatz. Dabei stehen drei Zubereitungsparameter besonders im Vordergrund, namentlich Dosierung, Wassertemperatur und Ziehdauer. Im Vergleich zur Zubereitung eines gewöhnlichen Grüntees ist die optimale Dosierung eines Gyokuro höher, die Wassertemperatur niedriger und die Ziehdauer kürzer. Entsprechend empfehle ich als Ausgangspunkt für eigene Explorationen den folgenden Ansatz:

4g Teeblätter per 100ml Wasser mit Wasser einer Temperatur um 65° übergießen. Dann 1 Minute ziehen lassen für einen ersten Aufguss. Anschließend ergibt sich ein weiterer wohlschmeckender Aufguss mit stark verkürzter Ziehdauer (annähernd null, aufgießen und gleich ausgießen). Danach für weitere Aufgüsse Temperatur und Ziehdauer jeweils leicht erhöhen.

Wasser

Wie für alle Teesorten gilt auch hier: je weicher (kalkarm) das Wasser, desto besser.

Gefäß

Am besten geeignet für die Zubereitung japanischer Grüntees wie Gyokuro, Sencha-, Bancha- oder Kabusecha-Tees sind Teekännchen aus Ton. In Japan sind dies in der Regel die japanische Seitengriff-Teekanne (Kyusu) oder das Shiboridashi. Aber auch eine Teekanne im chinesischen Stil verricht letztlich natürlich den gleichen Dienst. Und auch mit Porzellan- und Glas-Teekannen lassen sich vergleichbar gute Ergebnisse erzielen.

Trinkgefäß

Getrunken wird Gyokuro Grüner Tee in Japan aus kleineren bis mittelgroßen Teetassen („Chawan“ or „Yunomi“), deren Stil und bevorzugte Größe dem jeweiligen Bedarf, d.h. Situation und Laune angepasst werden können.

Gyokuro Hiki als Kaltaufguss

Shincha-Tees sind besonders gut für erfrischende Kaltaufgüsse und den Genuss als Eistee geeignet. Für den Kaltaufguss empfiehlt sich eine Ziehdauer von 20-30 Minuten in Wasser von Zimmertemperatur unter Verdopplung der Menge der verwendeten Teeblätter. Auf Eis serviert ein einzigartiger Genuss vor allem an heißen Tagen!

Gyokuro Hiki Grüner Tee - von Hand verarbeitet; Wakayama, Japan

Mit weiteren Informationen zu Gyokuro sowie einem gut verständlichen Überblick über Japans Tee-Welt und -Geschichte dient mein einschlägiger Artikel im Siam Tee Blog:

Tee in Japan – Geschichte und moderne Ausprägung/en

Zusätzliche Informationen

Gewicht n. v.
Gewicht

25g, 50g, 100g, 200g

2 Bewertungen für Gyokuro Hiki Grüner Tee

  1. Michael M. (Verifizierter Besitzer)

    Gyokuro Hiki – dunkelgrüne Blätter zu sehr feinen Nadeln gerollt. Grasiges Aroma. Bei 65 Grad 1,5 Minuten Ziehzeit 6 g 350 ml in einer Kyusu, ergibt sich eine lindgrüne, helle kraftvolle Tassenfarbe. Der Geschmack ist grasig, frisch und süßlich, mit einer leichten Zitrus Note. Ein gehobener Sencha.

  2. Christopher Jacoby (Verifizierter Besitzer)

    Vorweg: Ich bereite meinen Tee etwas anders zu als die meisten Teetrinker: Ich mache medizinische Aufgüsse, bzw. Ich versuche das maximum an Nährstoffen aus den Blättern rauszuholen. Daher gibt es bei mir nur Einen einzigen Aufguss, dieser zieht allerdings lange, mind. 45 Minuten durch und wird ab und zu gut gerührt damit sich nach Möglichkeit Alles aus den Blättern in die Tasse löst. Die Blätter sind danach auch ausgelutscht und fad und eignen sich nicht mehr für weitere Aufgüsse. Aufguss Temperatur ist allerdings gleich: 60 bis maximal 70C°. Sicher, manch Einer mag das als Verschwendung sehen… Ich trinke meinen Tee halt so und eigentlich in Erster Linie aus gesundheitlichen Gründen. Daher bewerte Ich ihn auch unter diesem Aspekt. Ich hoffe damit eine Interessante Sicht auf eine andere Zubereitungsmethode zu liefern. Behaltet daher meine Zubereitungsmethode im Hinterkopf wenn Ihr meine Bewertungen lest.

    Eines meiner Lieblingstees denn Ich gerne da habe. Anders als viele andere Gyokuros, der Hiki ist in mehreren Aspekten eine Seltenheit, dass er vom Wakama Distrikt stammt ist nur eine der Auffälligkeiten. Ob das am Kultivar bzw. Kultivaren, der Region oder anderen Faktoren genau liegt weiß Ich nicht, Informationen habe Ich nicht viele gefunden, könnte Ich japanisch hätte Ich wohl vermutlich mehr rauskriegen können. Die Pflückung des Hiki erfolgt tatsächlich noch von Hand, einer der Faktoren die zum recht hohen Preis beitragen. Der Gyokuro Hiki wird ingesamt 14 Tage vollbeschattet.

    Schon äusserlich sind die Nadelförmigen Blätter typisch dunkel, auffällig ist eine intensiverer Gelbstich als bei vielen anderen Blättern. Auch der Geruch im trockenen Zustand errinert am ehesten sogar an einen guten Sencha, intensiv Sencha-artig und auch herb, mit einem Hauch von Frische.

    In der Tasse färbt der Hiki mit meiner Ziehmethode grün-gelb, dunkel und trüb. Es ist deutlich mehr Gelb vorhanden als bei den meisten anderen Gyokuros, und die Tasse ist auch deutlich dunkler. Auch in diesem Aspekt zeigt sich der Hiki wieder einzigartig.

    Geschmacklich dominiert im Ersten Moment der intensive, klare Sencha Geschmack. Eine weitere eigenheit dieses Gyokuros, normalerweise sind bei einem Gyokuro nur wenig bis manchmal gar keine originalen Sencha-Aromen mehr vorhanden. Beim Hiki ist dies anders, im Gegenteil er liefert einen intensiven Sencha Geschmack, er ist klar aber hat auch eine gewisse Herbe und auch Bitterkeit, wieder Eigenheiten dieses Tees. Im langanhaltenden Nachhall genießt man dann intensive Frische, Frühlings und Grassnoten die manchmal sogar in Richtung frisches Weizengrass gehen, ein gewisser Kontrast zu der Sencha Herbe im ersten Moment. Süße hingegen wenig und sie geht in der Herbe oftmals unter, florale Noten auch kaum bis keine, klare Frühlingsfrische und Grassnoten sind allgegenwärtig dominant. Daher könnte man Ihn grob auch als frisch-herb und leicht süß bezeichnen. Das ausgebrühte Blattmaterial ist heller und gelblicher als bei vielen anderen japanischen Gyokuros.

    Gute Qualität, fast sogar besser als bei der Konkurenz in diesem Fall könnte man meinen. Das könnte aber auch daran liegen dass dieser Batch natürlich älter ist, also länger “gereift”. Im Gegensatz zu Shinchas sollen Gyokuros wohl tatsächlich reifen können im Geschmack und werden eigentlich auch mindestens 6 Monate vorher gelagert/gereift bevor sie in den Handel kommen. Man sagt je länger ein Gyokuro reift desto intensiver wird er, zumindest in den ersten 1-2 Jahren. Ob das so stimmt weiß Ich auch nicht.

    Ein durch und durch uniquer Tee, sowas wie den Hiki habe Ich nirgends gefunden. Manchmal habe ich Lust auf klassichen japanischen Grüntee Geschmack denn Ich manchmal bei meinen Shinchas und Gyokuros vermisse. Deswegen habe Ich den Hiki immer gerne da, er liefert immer zuverlässig den klassischen japanischen Grüntee-Geschmack plus der Frühlingshaften Frische die dank der Beschattung intensiviert wurde.

    Vielleicht auch für Einsteiger in die Gyokuro Welt geeignet da er immernoch in gewisser weise wie ein Sencha schmeckt. Im Nachhall kriegt man dann ein Gefühl dafür was einen bei Vollschattentees erwartet. Florale Noten wie bei vielen anderen Gyokuros sind hier allerdings nicht vorhanden, es ist auch deutlich weniger Süße in der Tasse im Gegensatz zu anderen Gyokuros, mag Einigen mehr zusagen als Anderen. Dank des typischen Sencha Geschmacks meiner Erfahrung nach auch gut für Gäste geeignet, die meisten sprechen gut auf den Hiki an, würde kleinere Tassen empfehlen da er manchen Gästen zu intensiv sein kann.

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