Beschreibung
Teegarten „Jungpana“ in Darjeeling, Nordostindien – zum Vergrรถรern Bild klicken
Jungpana First Flush 2025 Spring Delight
Die Frรผhlingspflรผckung des Jungpana-Teegartens in Darjeeling! Ein Feuerwerk intensiver floraler, frรผhlingsfrischer Geschmรคcker aus einem der besten Teegรคrten Darjeelings.
Der modern verarbeitete, fast noch „grรผne“ Jungpana First Flush wird zur Verarbeitung รผber Nacht im Inneren der Fabrikhalle welken lassen. Wรคhrend dieser Zeit werden die Teeblรคtter mehrmals von Hand sanft gewendet, so dass die Blattoberflรคchen intakt bleiben. Das Welken nimmt dem Tee einerseits die Adstringenz, zum anderen gewinnen die Teeblรคtter so an Geschmeidigkeit. Am nรคchsten Morgen geht es dann praktisch direkt vom Welktablett in die Rollmaschine, wo die Teeblรคtter ihre fertige Form erhalten. Dann lรคsst man sie etwa 10 Minuten lang abkรผhlen, bevor sie zur Endtrocknung in den Trockner wandern.
Jungpana First Flush Spring Delight
Die moderne Form der Verarbeitung frรผher First Flushes legt den Schwerpunkt auf die Hervorhebung von deren spezifischem Frรผhlingscharakter. So prรคgt auch das Geschmacksbild des Jungpana First Flush 2025 ein regelrechtes Feuerwerk intensiver, frรผhlingsfrischer floraler Noten. Dazu รผberzeugt die goldgelbe Tasse eines unserer alljรคhrlichen Lieblinge unter Darjeelings Frรผhernten mit ausgesprochener Vollmundigkeit und perfekter Harmonie der Geschmรคcker. Im Nachklang entfaltet sich dann eine tiefe Sรผรe auf dem Gaumen, die den Genieรer noch weit รผber den eigentlichen Genuss des Tees hinaus begleitet.
Zubereitung
3-4g/100ml Jungpana First Flush Spring Delight in der Teekanne mit kochend heiรem Wasser (90ยฐC-100ยฐC) รผbergieรen. 1-2 Minuten ziehen lassen fรผr einen gleichmaรen spritzi-frischen wie mild-harmonischen Aufguss. Dann in eine Servierkanne oder direkt in die Teesschale ausgieรen. Ein zweiter und ein dritter Aufguss sind immer noch drin und halten mehr als nur den leckeren Nachgeschmack am Leben!
Jungpana First Flush Spring Delight – nasse Teeblรคtter nach dem Aufguss
Der Jungpana Teegarten
Jungpana ist ein klassischer indischer Tea Estate, gelegen etwa 10-12 km sรผdlich der Stadt Kurseong im malerischen Hochland von Darjeeling. Das zerkรผftete Terrain des Teegartens erstreckt sich รผber Hรถhenlagen zwischen 1000 und 2000 Metern รผber Meeresniveau. Jungpana ist bekannt als der am schwersten zugรคngliche Teegarten Darjeelings. Erreicht werden kann er bis zum heutigen Tag tatsรคchlich nur zu Fuร, รผber eine abenteuerliche, aus Seilen und Brettern gefertigte Hรคngebrรผcke, und รผber hunderte von Treppen. Einen Namen gemacht hat der Teegarten sich aber auch fรผr die รผber Jahre und Jahreszeiten gleichbleibend hohe Qualitรคt seiner Darjeeling-Tees. So zรคhlt auch Jungpanas erste Frรผhlingsernte – der Jungpana First Flush – alljรคhrlich zu den meistantizipierten First Flushes Darjeelings.
Die Jungpana-Legende
Der Legende nach durchstreifte einst ein britscher Jรคger mit seinem Gurkha Jung Bahadur diesen Teil der Auslรคufer des Himalaya. Als die beiden plรถtzlich von einem Leoparden angegriffen wurden, stellte der treue Gurkha sich schรผtzend vor seinen Herrn und wehrte den Angriff des Leoparden mit seinen bloรen Hรคnden ab. Bis sein Herr das Tier schlieรlich erlegte, hatte Jung Bahadur bereits einige sehr schwere Verletzungen davongetragen. Er bat seinen Herrn um Wasser, „pana“, woraufhin dieser ihn zu einem nahen Bach trug und ihm zu trinken gab. Wenig spรคter erlag Jung Bahadur seinen Verletzungen und verstarb in den Armen seines Herrn. Seitdem heiรt das Gebiet „Jungpana“, der Ort an dem Jung Bahadur seinen letzten Schluck Wasser trank. Soweit die Legende…
Die Jungpana-Geschichte
Historisch verbrieft ist, dass Jungpana im Jahre 1899 durch die Anpflanzungen eines Briten namens Sir Henry Montgomery Lennox gegrรผndet wurde. Seither hat der Teegarten mehrfach den Besitzer gewechselt, bis er im Jahr 1956 an die Familie Kejriwal ging, in deren Besitz er sich bis heute befindet. Es waren die Kejriwals, die Jungpana durch den Bau einer 4km langen Straรe erstmals motorisiert erreichbar machten. Besagte Straรe windet sich durch den benachbarten Goomtee Tea Estate hindurch und endet vor der oben erwรคhnten Hรคngebrรผcke. Allerdings mussten groรe Teile der Straรe – sowie die Brรผcke selbst – nach einem gewaltigen Erdrutsch im Jahr 1993 unter groรen Mรผhen neu konstruiert werden.
Naturnaher Anbau und moderne Verarbeitung
Es waren auch die Kejriwals, die schon bald nach der รbernahme des Teegartens den naturnahen Anbau dort einfรผhrten. Darรผber hinaus wurden die Produktionsanlagen wรคhrend der letzten Jahrzehnte einer umfassenden Modernisierung unterzogen. Auch was das Angebot an Teesorten betrifft, geht der Teegarten mit der Zeit. Jungpana ist heute weltweit berรผhmt fรผr seine frรผhlingsblumigen First Flushes, satt-vollmundigen Second Flushes und malzig-milden „Autumnals“ (Herbsternten).
Auรerhalb der Verarbeitungshallen geht es im Jungpana Teegarten dagegen รคuรerst traditionell zu. Gepflรผckt wird wie seit jeher von Hand, und das ist in Jungpanas รคuรerst schwierigem Terrain nicht immer einfach. Auch der Transport von frisch gepflรผckten Teeblรคttern und fertig verarbeitetem Tee gestaltet sich hier als eine echte Herausforderung.
Tee aus Indien im Siam Tee Shop
Der nachhaltige Trend zu mehr Qualitรคt beim Tee auf dem westlichen Markt wรคhrend der vergangenen Jahre zeitigt auch in Indien zunehmend sรผรe Frรผchte. Jahr fรผr Jahr wetteifern die groรen Tee-โEstatesโ in Darjeeling mittlerweile um die Anerkennung des Marktes fรผr den besten โFirst Flushโ, โSecond Flushโ oder โAutumnalโ der jeweiligen Saison. Aber nicht nur Qualitรคt gibt es aus Indien heute auf hohem Niveau, sondern auch eine vรถllig neue Vielfalt des Teeangebots. So kommt der Klassiker des indischen Tees, der schwarze Tee, plรถtzlich in den verschiedensten neuen Gewรคndern daher. Das Spektrum reicht vom modernen, blumig-frรผhlingsleichten First Flush รผber vollmundige, dunkel gerรถstete Second Flushes bis zu erdig-malzigen โAutumnalsโ.ย Ein Beispiel fรผr einen modernen, fast schon „grรผn verarbeiteten“ First Flush, wie er fรผr viele Estates heute typisch ist, ist unser Jungpana First Flush 2025 Spring Delight.
Die indische First Flush Season
Auch wenn wir den Begriff โFirst Flushโ eigentlich nur aus Indien kennen, heiรt das nicht, dass es โFirst Flushesโ โ erste Frรผhlingsernten โ nur dort gรคbe. Vielmehr genieรt die erste Ernte des jungen Frรผhlings nach der Winterpause eigentlich รผberall, wo Tee angebaut wird, einen besonderen Stellenwert. Der Hauptgrund hierfรผr ist die besonders hohe Konzentration an Wirkstoffen im jungen Teeblatt nach der โWinterpauseโ. Tatsรคchlich wird in allen traditionellen Teeanbaugebieten der Erde wรคhrend der kรผhleren Jahreszeit fรผr mehrere Monate nicht gepflรผckt. Aber nicht nur die Pflรผckpause beschert den Teepflanzen Erholung. Dazu kommt, dass das kรผhle Klima โ insbesondere in Verbindung mit Feuchtigkeit und Nebel โ den Pflanzen guttut und die Anreicherungen von Wirkstoffen in der Teepflanze fรถrdert. Im Frรผhling, wenn es wรคrmer wird und die Tage lรคnger werden treibt die Pflanze diese Wirkstoffe dann verstรคrkt in die jungen Blรคtter und Knospen. Und dasโฆ kann man schmecken!
„Frรผhe“ und „spรคte“ First Flushes
รbrigens, was wir als „First-Flush-Season“ bezeichnen, ist keineswegs eine einheitliche Pflรผckperiode, was Qualitรคt und Geschmack der einzelnen Batches betrifft. „EX1“, also die allererste Pflรผckung des Jahres รผberhaupt, zeitigt jeweils nur einen Ertrag von wenigen Kilos. Dieseren Pflรผckung widerum ist mit einem so hohen Aufwand verbunden und der resultierende Tee derart nachgefragt, dass der Preis dafรผr ins Utopische rรผckt. Dies gilt insbesondere fรผr die Tees derjenigen Teegรคrten, die aufgrund ihrer Lage bereits sehr frรผh, also noch vor Ende Februar, mit der Frรผhjahrspflรผckung beginnen. So bilden sie quasi die Speerspitze der indischen First-Flush-Season und sind vor allen anderen am Markt, wo sie auf die seit dem vergangenen Jahr aufgestaute Antizipation der Freunde indischer First-Flush-Teas treffen.
Auf der entgegengesetzten Seite der Preis-/Qualitรคtsspirale sind spรคter eingebrachte Pflรผckungen solcher Estates dann โ wenn auch selten vor April โ zu deutlich gรผnstigeren Preisen weitlรคufig in den Angeboten deutscher Tee-Einzelhรคndler und -Fachgeschรคfte vertreten. Den allerbesten Teil des Frรผhlings jedoch haben diese spรคter eingebrachten Tees bereits hinter sich.ย In einigen anderen Darjeeling Tea Estates beginnen lagebedingt erst dann – ab Mitte bis Ende Mรคrz – die ersten Pflรผckungen. Was das Preis- und Qualitรคtsgefรคlle mit fortschreitender Jahreszeit betrifft, gilt fรผr sie der gleiche Zyklus wie oben fรผr Jungpana beschrieben. Nur eben um einige Wochen zeitversetzt.
Jungpana First Flush Spring Delight – trockene Teeblรคtter

















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