Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee

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10,9036,90

Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee ist ein mit dem südostasiatishen „Sticky Rice“-Kraut bedufteter weißer „Silver Needle“-Tee. Der Basis-Tee wächst in der fruchtbaren Vulkanerde eines semi-wilden, biodiversen Teegartens in Paksong, Bolaven-Plateau, Süd-Laos. Das „Sticky Rice“-Kraut, „Nuo Mi Xiang Nen Ye“, wird beispielsweise auch in Yunnan und Nordthailand zur Beduftung von Teeblättern herangezogen. Die von würzigen Noten geprägte geschmackliche Kombination aus weißen Teeknospen und dem Aromaspender ist ebenso angenehm wie einzigartig.

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe untenstehende detaillierte Produktbeschreibung.

 

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Beschreibung

Kinnari’s ‚Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee‘ – weißer „Silver Needle“ Arbor-Tee aus Süd-Laos, beduftet mit „Nuo Mi Xiang Nen Ye“ („Sticky Rice“-Kraut)

Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee : "Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

Herkunft

Weißer Tee – eine der 6 chinesischen Tee-Kategorien – hat zwei Wurzeln. Die eine dieser Wurzeln liegt geographisch in Fuding, Provinz Fujian. Dort wird weißer Tee traditionell aus der dort heimischen kleinblättrigen „Da Bai“-Teepflanzenvarietät hergestellt. Die andere Wurzel ist geographisch in der Provinz Yunnan angesiedelt. Dort wird weißer Tee – in dem Fall weißer Arbor-Tee – seit alter Zeit aus den Blättern der nativen Teebaum-Spezies gewonnen.

Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weisser Tee : "Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weisser Tee (Bild klicken zum Vergrößern)

An beiden Orten gibt es weißen Tee in zwei verschiedenen Grundtypen. Dies sind einmal der Pflückstandard „reine Knospe“ („Silver Needle“) und zum anderen eine Knospe plus ein oder mehrere an diese angrenzende junge Blätter („Pai Mu Tan / Bai Mu Dan oder „White Peony“). Hierbei gilt – wie bei vielen anderen Teesorten – die Höhe des Knospenanteils als Qualitätskriterium. Weiter ist „reine Knospe“ – also „Silver Needle“ – auch aufgrund des ungleich höheren Pflückaufwands die teuerste unter den weißen Teesorten Chinas.

Kinnari Tee - Karte : Kinnari Anbaugebiete Xiengkhouang und Bolaven Plateau in Laos(zumVergrößern Karte klicken)

Wie einige andere an Yunnan angrenzende Länder, darunter Myanmar, Vietnam und Nordthailand gehört auch Laos zu den „Wiegenländern“ des Teebaums. Die Geschichte der heute auf dem Bolaven-Plateau heimischen Teebäume ist jedoch eine sehr viel jüngere. Dort wurde die Teepflanze nämlich erst Anfang des 20. Jahrhundert von der französischen Kolonialmacht eingeführt. Ihre Blätter dienen zur Verarbeitung von schwarzem Tee, grünem Tee (s. unser ‚Bolaven Plateau Green‘) und weißem Tee.

Teebüsche, Bolaven-Plateau, Süd-Laos

Teebüsche, Bolaven-Plateau, Süd-Laos (Bild zum Vergrößern klicken)

„Nuo Mi Xiang Nen Ye“ – Aromaspender südostasiatischer „Reistees“

Ebenfalls aus Yunnan stammt die Methode des Beduftens von Teeblättern mit „Nuo Mi Xiang Nen Ye“. Das in Ländern Südostasiens heimische Kraut verströmt ein intensives „Sticky Rice“-Aroma. Dieses wird durch das Beduften der Teeblätter in der Verarbeitung auf selbige übertragen. Während in Yunnan traditionell v. a. Pu Erh Tees auf diese Weise geschmacklich veredelt werden, kennen wir aus Nordthailand auch solcherweise bedufteten Oolong-Tee. Und ebenso einzigartig ist der mit dem Kraut beduftete Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee von Laos‘ Bolaven-Plateau.

Pflückung und Verarbeitung – Natürliche Kultivation in biodiversem Umfeld und traditionelle Verarbeitung von Hand

So ist unser Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee ein mit „Nuo Mi Xiang Nen Ye“ („Sticky Rice“-Kraut) bedufteter weißer Tee mit Pflückstandard „reine Knospe“ (‚Silver Needle‘-Tee). Das heißt, nur die jungen flauschigen Knospen werden für diesen Tee gepflückt, was wiederum dessen naturgegebene Knappheit bedingt. Die vom Samen gezogenen, zum Teil über 70 Jahre alten Teebüsche wachsen in einem semi-wilden, durch seine Vulkanerde besonders fruchtbaren Teegarten. Dort gedeihen sie neben Kaffeepflanzen inmitten einer biodiversen Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Ihre metertief in die Erde hineinreichenden Wurzeln bringen den ganzen Reichtum des Terroirs in der Teepflanze zur Geltung – und im resultierenden Tee! Für eine Art natürlicher Bewässerung sorgt hierbei ein nahegelegener Wasserfall mit seinem Spritzwasser.

Bolaven Silver Cloud - Herkunft, Pflückung und Verarbeitung

(Bild zum Vergrößern klicken)

Weiter bezieht Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee seinen Artisan-Charakter auch aus dem manuellen Charakter seiner Verarbeitung. Denn ein wahrer Artisan-Tee kommt nicht ohne einen hohen Anteil von Handarbeit an der Verarbeitung aus. Und das Artisan-Prinzip ist eine der Grundsäulen der Kinnari-Philosophie. Anders als bei der Beduftung mit Jasminblüten verbleibt das „sticky Rice“-Kraut unter den Teeblättern und trägt so direkt zu Farbe, Aroma und Geschmack des Aufgusses bei.

Der weiße „Basis-Tee“ ist aufgrund seines Arbor-Charakters zunächst einmal eher der Yunnan-Tradition weißer Tees zuzuordnen als der Fuding-Tradition. Eine Eigenschaft, die ihn jedoch auch von yunnanesischen „White Moonlight Buds“ abhebt, ist eines seiner spezifischen Verarbeitungsmerkmale. Während weißer Tee normalerweise nämlich nur in der Sonne trocknet, erfahren hier die Knospen am Ende der Verarbeitung noch eine leichte Röstung. Demnach könnte man Bolaven Silver Cloud durchaus auch als einen grünen Tee mit Pflückstandard Reine Knospe bezeichnen. Auch ist besagte Röstung durchaus mitprägend für den besonderen Geschmack dieses Tees. Trotzdem ist das Ergebnis einem weißen Silver-Needle-Tee insgesamt doch näher als einem grünen Tee.

Bolaven Silver Clud Weißer Tee : frische und verarbeitete Teeblätter

Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee – Farbe, Aroma und Geschmack

Im ersten Aufguss zeigt Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee zunächst eine blassgelbe Farbe und ein zart-duftiges, heuartiges Aroma. In der Gong-Fu-Cha Aufgussreihe intensiveren sich sowohl dann sowohl Farbe als auch Fragranz über die Aufgüsse. Der von einer leichten Süße getragene, komplexe Geschmack des Basistees vereint sich dem Aromaspender zu einer kulinarischen Einzigartigkeit. Hierbei erscheint das „Sticky Rice“-Aroma trotz klarer Präsenz als angenehm unaufdringlich. Das von würzigen Noten geprägte Resultat ist in Folge dessen eine ausgewogene Kombination beider Geschmäcker. Diese wiederum spiegelt den Charakter des Bolaven-Terroirs mit erstaunlicher Bildkraft wieder.  Die samtig-weiche, leicht ölige Textur prägt das Mundgefühl noch lange nach dem Genuss des Tees verhilft dem beschriebenen Geschmacksbild zu langem Nachklang.

"Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

 

Der Tee – Die Zubereitung

Wie viele andere weiße Teesorten bevorzugt Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee etwas niedrigere Aufgusstemperaturen. Da der silbrige Flaum der flauschigen Knospen initial wasserabweisend wirkt, gerät ein erster Aufguss zunächst etwas blassfarbig und subtil. Während des Ziehens werden immer wieder winzige Luftbläschen frei. Wir empfehlen daher, mit einer Aufgusstemperatur von 80°C – 85°C zu beginnnen. Jenach persönlichem Geschmack kann als Dosierung hierbei eine Menge von 3-5 g weiße Knospen auf 200-250ml Wasser gewählt werden.

"Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

(zum Vergrößern Bild klicken)

Zunächst weiße Knospen auf dem Kannenboden ausbreiten und mit heißem Wasser übergießen. Für ein stabileres Ergebnis Teekännchen wie in der zeremoniellen chinesischen Zubereitung (Gong Fu Cha) zunächst durch Übergießen mit dem gleichen Wasser erwärmen. Nach einer Ziehdauer von 2-3 Minuten in Tassen oder ein Zwischengefäß (Cha-hay) ausgießen und vor dem Genuss auf Trinktemperatur abkühlen lassen.

Für weitere, tendenziell intensivere Aufgüsse zunächst die Wassertemperatur und dann die Ziehdauer graduell steigern. Beides kann durch die erhöhte Freisetzung von Gerbstoffen leichte Bitterkeit und Adstringenz zur Folge haben. Die einzelnen Parameter sind deshalb nach persönlicher geschmacklicher Präferenz zu adjustieren.

"Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

(zum Vergrößern Bild klicken)

Kinnari Tee – Ökologisches und soziales Umweltbewusstsein

Tee ist die größte Leidenschaft von Anna und Thun, den deutsch/laotischen Betreibern von Kinnari, Laos. Deshalb bedeutet Qualität bei Kinnari Tee auch mehr als nur ein guter Blattgrad, viel mehr sogar. Über die offensichtlichen Eigenschaften des Teeblatts hinaus ist das verantwortungsbewusste Handeln im Hinblick auf unsere natürliche und soziale Umwelt ein Grundpfeiler von Kinnari’s Qualitätskonzept. Ziel ist dabei die höchstmögliche Harmonie der ökonomischen Aktivitäten des Unternehmens mit den Interessen mitbeteiligter Menschen und der Natur.

Bolaven Silver Cloud Weißer Tee - Kultivation in semi-wilder biodiverser Umgebung

Bolaven Silver Cloud Weißer Tee – Biodiversität im Teegarten (zum Vergrößern Bild klicken)

Dabei ist das Zahlen fairer Preise an die Erzeugerpartner in Xinghkhouang und Bolaven nur EINE Manifestation der Qualitätsphilosophie von Kinnari. Außerdem werden Kinnari Tees ausschließlich aus Blättern von aus dem Samen natürlich gewachsenen oder gezogenen Teebäumen gewonnen. Weiter legt Kinnari Wert darauf, dass diese Teebäume so weitgehend wie möglich in ihrer natürlichen, biodiversen Umgebung gedeihen. Dass hierbei keine Pestizide, oder andere mögliche Schadstoffe zum Einsatz gelangen, versteht sich von selbst.

Für detaillierte Infos über die Geschichte und Philosophie von Kinnari Tee lesen Sie bitte meinen einschlägigen Blog-Artikel im Siam Tee Blog:

Laos, Kinnari Tee – Handgepflückte und -verarbeitete Arbor-Tees aus biodiversem Anbau

Nebelwald auf dem Bolaven Plateau in Laos

Bolaven-Plateau – junges Reservoir wilder Teebäume in Süd-Laos

Das Bolaven-Plateau ist eine auf etwa 1200 Metern Höhe gelegene und sich über über 10.000 km² erstreckende Hochebene in Süd-Laos. Dort lebt eine Reihe verschiedener, der Mon-Khmer-Sprachfamilie angehörende Volksgruppen. Hierbei fungiert der größte dieser „Bergstämme“, die „Laven“, als Namensstifter der Region: Bolaven = Heimat der Laven.

Tad Champee Wasserfall auf dem Bolaven-Plateau in Laos)

Die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert stand auf dem Bolaven-Plateau im Zeichen der französischen Kolonialisierung. Nebst einer Vielzahl weiterer Feldfrüchte und einschlägiger Anbautechniken brachten die Franzosen seinerzeit auch die Teepflanze hierher. Seither wird Tee auf dem Bolaven-Plateau – meist in Gemeinschaft mit Kaffee – angebaut. Auch die Teegärten in Paksong, in denen unser Bolaven Silver Cloud Weißer Tee gepflückt und verarbeitet wird, gehen auf diese Zeit zurück.

"Silver Needle"-Tee aus Laos, beduftet mit "Sticky Rice"-Kraut

Zusätzliche Information

Gewicht k.A.
Gewicht

25g, 50g, 100g

1 Bewertung für Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee

  1. Bewertet mit 2 von 5

    Jürgen Kranich

    Bolaven Silver Cloud Sticky Rice Weißer Tee

    Nach dem Öffnen der Verpackung fällt einem sofort die qualitativ hochwertige Verarbeitung des Tees ins Auge. Hier waren Meisterhände am Werk. Den weißen Teeknospen wurde das sogenannte „Sticky Rice“ Kraut beigemischt, um den Tee zu beduften. Dieses Ziel ist zweifellos gelungen, denn der „Duft“ ist derart durchdringend, dass er einem förmlich die Sinne raubt.
    Ich habe von dem Tee 3 Aufgüsse mit je 1,2 und 3 Minuten gemacht. Das Ergebnis war letztlich immer gleich: es roch in der Küche, als ob ich Reis koche. Leider schmeckte es auch genau so, und wiederholt frage ich mich, warum so geschmacklich fein nuancierte Tees, wie Weisser Tee überhaupt beduftet/aromatisiert werden. Der eigentliche Geschmack des Tees geht komplett unter.
    Dass ich dem Tee 2 Sterne gebe, liegt an dessen hochwertiger Verarbeitung. Für mich ist er ansonsten nicht die erste Wahl, trotzdem bin ich froh, auch ihn mal probiert zu haben.
    Nachtrag: die kleinen Tüten aus dem Laos Sample Set, zu der auch der besprochene Tee gehört, lassen sich nach dem Ausleeren wunderbar weiter verwenden. Leider nicht die vom „Sticky Rice“, der Duft ist einfach zu durchdringend.

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