Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee

Bewertet mit 2.00 von 5 basierend auf 1 Kundenbewertung
(1 Kundenrezension)

6,9039,90

Handgepflückter schwarzer Tee von 100+ Jahre alten „Thuyet Shan“ (= Snow High Mountain“) Teebäumen in der Provinz Ha Giang, Vietnam. Unser Erzeugerpartner in Vietnam pflückt diesen Tee jedes Jahr von März bis Mitte Mai und vom September bis in den November hinein mit einem Pflückstandard von 1+2 von den Teebäumen seiner in 1400- Metern Höhe gelegenen, biodivers und organisch betriebenen Teeplantage. Die Verarbeitung erfolgt bis heute zu einem großen Teil von Hand und in Form eines echten „Artisan“-Prozesses.

Für weitere Informationen und Illustrationen siehe bitte untenstehenden detaillierte Produktbeschreibung.

Auswahl zurücksetzen

Beschreibung

Ancient Artisan Snow Shan Vietnam Black Tea

Vietnam – uralte Teekultur und „Wiegenland“ des Teebaums

Vietnams Identität als eines der evolutionären “Wiegenländer” des Teebaums ist in westlichen Teeliebhaberkreisen erstaunlicherweise nach wie vor kein Gemeingut. Ebenso weitverbreitet unbekannt ist die Tatsache, dass – ohne jede Übertreibung – einige der besten Tees der Welt aus Vietnam kommen. Die uralte, in der Bestellung wilder Teebaumvorkommen durch ethnische Minoritäten verwurzelte Teekultur des Landes, musste im Laufe ihrer Geschichte einer ganzen Reihe von Anfeindungen trotzen und sich immer wieder neuen Gegebenheiten anpassen.

Insbesondere die langjährige Kolonialisierung Vietnams durch Frankreich, die kommunistische Revolution und der Vietnam-Krieg haben dem Teeanbau und der Teeerzeugung in Vietnam ihren Stempel aufgedrückt und diese nachhaltig beeinflusst. Weitere allgemeine Informationen über die Geschichte Vietnams als Teeerzeugerland finden Sie auch in unserem einschlägigen Artikel im Siam Tee Blog,

Vietnam Tee – Eine Uralte Teekultur auf dem Weg aus der Vergessenheit

Alter "Snow Shan" Teebaum in der Provinz Ha Giang, Vietnam

Tee heißt auf Vietnamesisch „Trà”, was in der richtigen Aussprache sehr ähnlich klingt wie “Cha”. Neben der Pflege und Kultivierung alter Teebaum-Bestände wird Tee in Vietnam heute auch konventionell angebaut. Dennoch stellen die alten Teebäume – allen voran die in den gebirgigen zentralvietnamesischen Provinzen Suoi Giang und Ha Giang heimische „Thuyet Shan“ („Snow High Mountain“) Teebaum-Varietät – das wertvollste Kapital  des Landes auf dem internationalen Teegenießer-Markt dar.

Vier Ancient Snow Shan Tees: grüner Tee, schwarzer Tee, Tra Pai Hao und White Snow Shan Silver Needle

Trà Thuyet Shan – Snow Shan Tee

Der vietnamesische Thuyet Shan Teebaum (Thuyet = Schnee, Shan = Hochland) wird bis zu 15 Meter hoch. Auch die außergewöhnliche Stärke seines dicht mit weißem Moos und Pilzflecken besetzten Stammes, die großen, länglichen Blätter und die rekordverdächtig riesenhaften Knospen sprechen dafür, dass der Baum zu den ältesten Teebaum-Varietäten der Welt gehören könnte. In alter Zeit pflegten die Vietnamesen, Teeblätter frisch, d. h. ohne weitere Verarbeitung nach dem Pflücken, aufzugießen. Mittlerweile blicken aber auch die Herstellung von grünem Tee, schwarzem Tee, weißem Tee und einer vietnamesischen Schwarztee-Spezialität namens ‚Trà Pai Hao‘ aus den Blättern des „Snow High Mountain“ Teebaums eine lange zurückreichende Tradition zurück.

Ihren Namen hat die Varietät von der weißen Farbe ihrer dicht mit langen, weißen Härchen besetzten Knospen. Diese sind auch nach der Verarbeitung zu grünem Tee im fertigen Blattmaterial noch gut zu sehen. Bei grünem Tee bleiben sie weiß, bei Snow Shan Schwarzer Tee und Snow Shan Tra Pai Hoa zeigen sie sich leicht gelblich gefärbt.

Wild wachsender alter "Thuyet Shan" ("Snow Shan") Teebaum in Ha Giang, Vietnam

‚Bach Shan Tea‘, unser Erzeugerpartner in Vietnam, verarbeitet ausschließlich Teeblätter von der familieneigenen Teeplantage. Diese liegt in Höhenlagen von 1400+ Metern in der Provinz Ha Giang und beherbergt einen wundervollen Bestand über 100 Jahre alter „Snow Shan“ Teebäume. Die Plantage folgt biodiversen und organischen Anbauprinzipien. So profitieren die Teebäume vom Input und den Regelmechanismen eines natürlich gewachsenen, artenreichen Umfelds. Außerdem erübrigt sich so der Einsatz von Pestiziden.

Samen des vietnamesischen Shan Thuyet (Snbow High Mountain) Teebaums

Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee – Pflückung und Pflückstandard

In Anlehnung an den chinesischen „Teefarben-Code wird der aus den Thuyet Shan Teebäumen hergestellte Snow Shan Schwarzer Tee in Vietnam als „roter“ Tee bezeichnet. Die Teeblätter zur Herstellung von Ancient Snow Shan Schwarzer Tee werden von März bis Mitte Mai und noch einmal von September bis in den November hinein gepflückt. Pflückstandard sind nur die jungen Knospen und jeweils die zwei jüngsten dazu gehörige Teeblätter (1+2). Die Verarbeitung zu schwarzem Tee gleicht vom Prinzip her der chinesischer Schwarztees.

Was bei Snow Shan Tees wirklich besticht, ist aber weniger der Rahmen als vielmehr die geradezu beispiellose Sorgfalt und Liebe zum Detail. Dies gilt sowohl für die Pflückung als auch für die Verarbeitung: ob in China, Japan oder Indien, nur sehr selten sieht man einen derart eingängig umgesetzten Pflückstandard und ein so herrlich erhaltenes ganzes Blatt. Auch das ästhetische Gesamtbild dankt der Detailverliebtheit der Verarbeitung mit einem überaus ansprechenden und „appetitlichen“ Erscheinungsbild des Blattmaterials.

 Vier Ancient Snow Shan Tees: grüner Tee, schwarzer Tee, Tra Pai Hao und White Snow Shan Silver Needle: nasse Teeblätter nach der Infusion

Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee – Verarbeitung

Neben den entsprechenden Anlagen erfordert die Herstellung von schwarzem Snow Shan Tee (in Vietnam bezeichnet als „roter Tee“, in Anlehnung an die chinesische Tee-Nomenklature) ein gutes technisches Know How, langjährige Erfahrung sowie viel Gefühl und ein Set einschlägig geschärfter Sinne. Gut 60% des gesamten Verarbeitungsprozesses erfolgt bis heute manuell. Manuelle Verarbeitungssequenzen bergen das Risiko menschlicher Fehler. Nun kann ein einziger solcher Fehler eine gesamte Charge ruinieren, mit den entsprechenden wirtschaftlichen Konsequenzen für den Erzeuger.

Gerade bei unserem Erzeugerpartner Bach Shan Tea, wo die Qualitätsmesslatte extrem hoch gelegt wird, qualifiziert sich bereits die winzigste Abweichung vom bestmöglichen als ein solcher Fehler. Die einzig mögliche Strategie für ein optimales Ergebnis ist deshalb die der meisterhaften Beherrschung der Prozesse und der ungeteilten Aufmerksamkeit während der gesamten Verarbeitungssequenz. Für Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee erstreckt diese sich über einen Gesamtzeitraum von bis zu 30 Stunden.

Ausbreiten der frisch gepflückten Tra Thuyet Shan Teeblätter zum Welken in der TeefabrikWelken der Teeblätter auf runden Bambustabletts

Welken

In der Teefabrik angekommen werden die frisch gepflückten Teeblätter in einer dünnen Schicht auf großflächige runde Bambustabletts verteilt. Diese werden zunächst für 12-13 Stunden in einem gut belüfteten Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter 36°C gelagert. Dann werden sie nach draußen verbracht, wo sie für etwa 6 Stunden bei Temperaturen um 40/41°C dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Rösten

Wenn die Restfeuchtigkeit in den Teeblättern ein Niveau von ca. 30% erreicht hat, beginnt die Röstphase. Das Rösten erfolgt auf hohen „Stövchen“ aus Bambus, welche über ein Holzkohle-Feuerherde gestellt werden. Es ist wichtig für die Qualität des fertigen Tees, dass die Teeblätter zu diesem Zeitpunkt noch völlig „unverletzt“ sind. Sie verlieren während dieses 2-3 Stunden dauernden Prozesses weiter an Restfeuchte. Außerdem bilden sich während dieser Phase das Aroma, die Farbe und der Geschmack des Tees aus.

Schritt 3: Rösten der Teeblätter für Tra Pai Hao Schwarzer Tee

Rollen und Oxidationsabbruch

Nach Abschluss dieses Prozesses werden die Teeblätter für 35-40 Minuten in einem Mörser gerollt. Dies ist ein sensibler Prozess, bei dem die Blattoberflächen aufgebrochen werden müssen ohne das Teeblatt zu zerstören. Der Vorgang wird für eine Sichtprüfung (auch haptisch und olfaktorisch) des Ergebnisses unterbrochen. Die Teeblätter erhalten so Zeit zum Abkühlen, bevor sie einem weiteren 10-15-minütigen Rollprozess unterzogen werden. Obwohl die Blattstrukturen hierbei weiter aufgebrochen werden, wird auch hier wieder metikulös darauf geachtet, dass die Teeblätter in  der leicht gekräuselten Form, die sie nun annehmen, an einem Stück bleiben. Bei einer weiteren Sichtprüfung wird entschieden, ob ein dritter Rolldurchgang erforderlich ist oder nicht.

Bestehen die gerollten Blätter die eingehende visuelle, olfaktorische und haptische Prüfung durch den Teemeister, werden sie in den Oxidationsraum verbracht, wo sie für weitere ca. 3 Stunden ruhen. Immer wieder werden sie während dieser Zeit auf Duft, Geschmacks und Farbe geprüft, bis der Teemeister entscheided, dass das optimale Oxiadationsniveau erreicht ist.

Tra Pai Haop Teeblätter während der Oxidation

Endtrocknung

Durch Hitzebehandlung in einer Trockenmaschine wird der Oxidationsprozess gestoppt. Gleichzeitig verlieren die Teeblätter die noch verbliebene Restfeuchte und nehmen ihre endgültige Form an. Das Trocknen mithilfe einer elektrostatischen Trocknermaschine erfolgt in 3 Durchgängen von jeweils 3-4 Stunden, wobei nach jedem Durchgang eine 3-stündige Pause eingelegt werden muss. Die Temperatur im Trockner wird von Durchgang zu Durchgang – und mit abnehmender Restfeuchte im Teeblatt – immer niedriger.

Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee: klare, leuchtend rote Tasse

Geschmack und Zubereitung

Der Geschmack des fertig zubereiteten Ancient Snow Shan Schwarzer Tee reflektiert zu 100% den bei der Verarbeitung betriebenen Aufwand. Es gibt wenig bessere Beispiele dafür, wie nur beste Prozesse auch zu besten Ergebnissen führen können. Das allgemeine Geschmacksbild des Tees erinnert sehr stark an schwarze Tees aus Yunnan, sog. ‚Dian Hong‘ Tees: tiefe Süße mit malzigen und Kakaonoten und einem ausgeprägten, aber nichtsdestoweniger angenehmen Röstaroma. In der Tasse ist der Tee von glasklarer Transparenz und intensiv leuchtend roter Farbe.

Für die Zubereitung von Ancient Snow Shan Schwarzer Tee empfehlen wir die Verwendung eines allgemeinen Standards für die Schwarztee-Zubereitung: 4g Teeblätter mit 200ml Wasser einer Temperatur von 90-100°C (sprudelnd kochend) übergießen und für einen köstlichen ersten Aufguss 3 Minuten ziehen lassen. Nicht unbedingt Standard für einen schwarzen Tee und ein starkes Qualitäsmerkmal von Ancient Snow Shan Schwarzer Tee ist dessen Potential. Mit jeweils um 1 Minute verlängerter Ziehdauer lassen sich weitere 2-3 wohlschmeckende Aufgüsse zubereiten. Hierbei steht mindestens der zweite Aufgus dem ersten in geschmacklicher Intensivität und Vollmundigkeit praktisch in nichts nach.

Zusätzliche Information

Gewicht k.A.
Gewicht

25g, 50g, 100g, 200g

1 Bewertung für Ancient Artisan Snow Shan Schwarzer Tee

  1. Bewertet mit 2 von 5

    Jürgen (Verifizierter Besitzer)

    Es ist ein Erlebnis die von Meisterhand kunstfertig gedrehten Blätter im Gaiwan zu betrachten. Im Aufguss offenbart sich einem dann der hohe Pflückstandard, denn nur die jüngsten 2 Blätter und die Knospe finden bei diesem Tee Verwendung.
    Für den Aufguss wählte ich 3g auf eine Wassermenge von 175ml (das Fassungsvermögen meines Gaiwans) mit den Ziehzeiten von 1,5 Minuten für den ersten Aufguss, und um je eine Minute längeren Ziehzeiten für die folgenden zwei. Das Wasser gieße ich im Übrigen nicht sprudelnd auf. Der Duft des Tees weckt in mir sofort Assoziationen von Assam. Da ist vor allem Malz und herbe Würze.
    Der schon im Duft vorhandene Malz schmiegt sich sanft um Zunge und Gaumen. Dahinter gibt es eine leichte, wirklich leichte, Bittermandelnote (Entschuldigung, mir fiel kein besserer Vergleich ein), die von einer erfrischenden Herbheit begleitet wird, und ganz entfernt meine ich eine dezente Fruchtnote zu erschmecken.
    Der zweite Aufguss mit 2,5 Minuten ähnelt dem ersten, verfügt aber nicht mehr über dessen Spritzigkeit, wohl aber einer vernehmbareren Fruchtnote. Er wirkt runder, will es jedem recht machen, verliert aber dadurch an Charakter. Einen dritten Aufguss kann man sich nach meinem Geschmack schenken.
    Ich weiß nicht so recht, wie ich diesen Tee bewerten soll. Er ist ein handwerklichs Kunstwerk dessen geschmackliche Qualitäten allerdings nicht mit diesem mithalten können. Den Snow Shan Black kann ich auf alle Fälle all jenen getrost empfehlen, die auch Spaß an einem guten Assam haben. Mich hat er leider letztlich nicht ganz überzeugt.

Füge deine Bewertung hinzu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.