Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee

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8,4026,90

Kinnari Tea’s „Red Elephant“ ist ein schwarzer Tee von semi-wild wachsenden, bis zu mehreren hundert Jahre alten Teebäumen in Xaysathan, Provinz Xayabouri, West-Laos. Der initialen Wahrnehmung süßer Kakao- und Rosinennoten folgen Anklänge von Orangenschalen und einer Reihe verschiedener Trockenfrüchte. Pflaumen, Feigen, Datteln… ein Universum der Geschmäcker, vereint und zur Sinfonie erhoben von einer alles tragenden Süße, die noch weit über den Genuss hinaus auf dem Gaumen verweilt.

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Beschreibung

Kinnari Tea’s ‚Red Elephant‘, Xaysathan, Xayaboury, Laos

Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee - "Roter" Tee von semi-wild wachsenden, bis zu 300 Jahre alten Teebäumen in Xaysathan District, Provinz Xayabouri, West-Laos

Herkunft

Kinnari Tea’s „Red Elephant“ ist ein schwarzer Tee von semi-wild wachsenden Teebäumen unterschiedlichen Alters in Xaysathan, Provinz Xayabouri, West-Laos. Der Distrikt gilt als letztes Refugium wild lebender Elefanten in Laos. Dabei gründen die in 1300 Höhenmetern nahe der Grenze zu Nordthailand gelegenen Teebaum-Vorkommen auf Pflanzungen, die etwa 200-300 Jahre zurückliegen. Seinerzeit migrierte die Volksgruppe der „Phrai“ von Regionen im nördlichen Siam hierher. Die Samen der Teebäume brachten sie aus ihrer alten Heimat mit. Deshalb weisen sowohl die Varietät als auch der aus ihr gewonnene Tee deutliche Unterschiede zu den für Laos sonst typischen Varietäten und Sorten auf.

Kinnari Tee - Karte : Kinnari Anbaugebiete Xaysathan (Xayabouri), Xiengkhouang, Nyot Out (Pongsaly) und Bolaven Plateau in Laos

Es sind Nachkommen jener Phrai, welche die alten, um ihr Dorf „Paklong“ herum wachsenden Teebäume – und deren Nachfahren – heute bestellen. Wie in alter Zeit pflücken sie die Teeblätter in kleinen Batches und verarbeiten sie zu sonnengetrocknetem „rotem“ Tee. Denn in Südostasien, an der Wiege des Teebaums, heißt das, was wir als schwarzen Tee bezeichnen, roter Tee. Dabei gründet die Kategoriebezeichnung auf der Farbe des Tees in der Tasse anstatt wie bei uns auf der Farbe der fertig verarbeiteten Teeblätter.

Paklong Village, Xaysathan District, Provinz Xayabouri, West-Laos

Dorf Paklong in den Bergen von Xaysathan

Pflückung und Verarbeitung

Nur die ungeöffnete Kospen der bis zu 300 Jahre alten Teebäume werden zusammen mit den jeweils 2 jüngsten an sie anliegenden Blättern für Kinnari Tea’s Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee gepflückt. Einen Unterschied zwischen den alten Teebäumen und ihren jüngeren Abkommen machen die Pflücker dabei nicht. In den Bergen von Xaysathan sind sowohl Pflückung wie auch der größte Teil der Verarbeitung bis zum heutigen Tag reine Handarbeit. Nur so können die generationenlange Erfahrung der Teebauern vor Ort und die hohen Qualitätsanforderungen von Kinnari gemeinsam einen echten Artisan-Tee erschaffen.

Laos verfügt nicht wie das angrenzende Vietnam – oder China – über eine nationale Teekultur im eigentlichen Sinne. Trotzdem sind das Pflücken und Verarbeiten der Blätter nativer Teebäume Teil der Tradition der in Xiengkhouang ansässigen Bergvölker. Diese Tradition mit höchsten Qualitäts-, Umwelt- und sozialen Standards in Einklang zu bringen sowie  durch ein hohes Niveau an professioneller Kompetenz zu ergänzen ist das Geheimnis von Kinnari Tee.

Natürliche Kultivierung in biodiversem Umfeld

Neben der kunstfertigen Verarbeitung lebt Xaysathan Red Elephant von dem natürlichen, biodiversen Umfeld, in dem die Teebäume gedeihen. Das harmonische Zusammenspiel eines von zahlreichen Pflanzen-, Tier- und Insektenarten bevölkerten Ökosystems kommt auch den Teepflanzen zugute. Anders als bei von Stecklingen gezogenen „Clonen“ reichen die Wurzeln vom Samen gezogener Teebäume meterweit in die Erde hinein. So gelangen die Pflanzen in den vollen Genuss des gesamten natürlichen Inputs ihres Terroirs. Dazu kommt die in einem Ökosystem herrschende Balance, welche die „existentiellen Interessen“ aller seiner „Beteiligten“ berücksichtigt. Auf diese Weise entfällt der Bedarf für künstliche Düngung und Mittel zur Schädlingsbekämpfung.

Semi-wilder, vom Samen gewachsener und in einem hochgradig biodiversen Umfeld gedeihender Tee in Xaysathan, Xayabouri, West-Laos

Der Tee

Der komplexe, sowohl dem trockenen Blattmaterial als auch dem fertigen Auguss entströmende Duft erfüllt ganze Räume mit Wohlgefühl. Und wie ein samtiger Film legt der an ein kostbares Öl erinnernde Aufguss sich über die Mundflora des Genießers. „Edel…“ ist der erste, sich als Wort manifestierende Gedanke.

So ist unsere erste haptische Wahrnehmung des Red Elephant die eines – zunächst noch unbestimmten – angenehmen Gefühls auf dem Gaumen. Erst dann beginnt der aromatisch-würzige, harmonisch-runde und doch tiefgründig-komplexe Geschmack von Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee sich zu entfalten. Dabei folgen der initialen Wahrnehmung süßer Kakao- und Rosinennoten bald Anklänge von Orangenschalen und einer Reihe verschiedener Trockenfrüchte. Pflaumen, Feigen, Datteln… ein Universum der Geschmäcker, vereint und zur Sinfonie erhoben von einer alles tragenden Süße, die noch weit über den Genuss hinaus auf dem Gaumen verweilt.

Die Zubereitung

Zunächst 6g Teeblätter im Ton-Teekännchen mit 200 ml kochend heißem Wasser nach Beruhigung (ca. 90°C) übergießen. Dann 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. Nach 3 Minuten ergibt sich ein harmonisch mildes, komplexes und reichaltiges Geschmacksbild. In diesem bilden sich mit fortschreitender Ziehdauer zunehmend Würze und Vollmundigkeit aus. Danach legt ein zweiter Aufguss von gleicher Ziehdauer die Betonung auf aromatisch-würzige Röstnoten. Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee entwickelt auch bei längerer Ziehdaur weder Bitterkeit noch Adstringenz. Dennoch eignet er sich natürlich ebenso gut für die „Gong Fu“-Zubereitung über mehrere Aufgüsse von verkürzter Ziehdauer.

Kinnari Tee – Ökologisches und soziales Umweltbewusstsein

Tee ist die größte Leidenschaft von Anna und Thun, den deutsch/laotischen Betreibern von Kinnari, Laos. Deshalb bedeutet Qualität bei Kinnari Tee auch mehr als nur ein guter Blattgrad, viel mehr sogar. Über die offensichtlichen Eigenschaften des Teeblatts hinaus ist das verantwortungsbewusste Handeln im Hinblick auf unsere natürliche und soziale Umwelt ein Grundpfeiler von Kinnari’s Qualitätskonzept. Ziel ist dabei die höchstmögliche Harmonie der ökonomischen Aktivitäten des Unternehmens mit den Interessen mitbeteiligter Menschen und der Natur.

Dabei ist das Zahlen fairer Preise an die Erzeugerpartner vor Ort nur EINE Manifestation der Qualitätsphilosophie von Kinnari. Kinnari Tees werden außerdem ausschließlich aus Blättern von aus dem Samen natürlich gewachsenen oder gezogenen Teebäumen gewonnen. Weiter legt Kinnari Wert darauf, dass diese Teebäume so weitgehend wie möglich in ihrer natürlichen, biodiversen Umgebung gedeihen. Dass hierbei keine Pestizide, Kunstdünger oder andere mögliche Schadstoffe zum Einsatz gelangen, versteht sich von selbst.

Xaysathan Sunset

Sunset @ Xaysathan Mountains

Für detaillierte Infos über die Geschichte und Philosophie von Kinnari Tee lesen Sie bitte meinen einschlägigen Blog-Artikel im Siam Tee Blog:

Laos, Kinnari Tee – Handgepflückte und -verarbeitete Arbor-Tees aus biodiversem Anbau

Weitere Kinnari-Tees – aus Xiengkhouang,  Nyot Ou (Pongsaly) und Bolaven Plateau – gibt es hier im Siam Tee Shop:

Kinnari Laos Arbor Tees im Siam Tee Shop

Zusätzliche Information

Gewicht n. a.
Gewicht

25g, 50g, 100g

5 Bewertungen für Xaysathan Red Elephant Schwarzer Tee

  1. Michael M. (Verifizierter Besitzer)

    Kinari Xaysathan Red Elephant – Schwarzer Tee – fruchtiger Duft der sehr langen dunkelbraunen Blätter und Knospen. Bei 100 Grad ca. 5 min aufgebrüht (ca. 10g für 350 ml) ergibt das eine klare, braune Tassenfarbe. Im Geschmack sehr fruchtig und süßlich im Abgang, mit einer Spur von Malz. Sehr angenehm zu trinken. Ein weiterer Kinari der hält was der Name verspricht.

  2. ECL (Verifizierter Besitzer)

    Bei diesem Schwarztee von Kinnari Tea of Laos handelt es sich um einen Tee aus semiwild wachsenden Teebäumen in Xaysathan, Provinz Xayabouri in West Laos. Die Bäume einer Assamica Varietät sind teilweise mehrere hundert Jahre alt. Die Teebäume wachsen im Hochland an der Grenze zu Nordthailand und gehen auf die Volksgruppe der „Phrai“ zurück, die vor Jahrhunderten hierher migrierten. Der Pflückstandard dieses Tees ist 2+1 und bei der Pflückung der Teeblätter wird nicht nach Alter der Bäume unterschieden.

    Dieser handverarbeitete Tee ist sehr hochwertig.
    Auffällig am Aufguss ist zunächst der hohe Anteil ätherischer Öle, der dem Tee fast eine ölige Konsistenz verleiht. Dazu diese leicht malzige Süße, welche mich zunächst an den Golden Flame, der ebenfalls von Kinnari Tea of Laos ist, erinnert. Dazu kommt eine minimale Erdigkeit und im Geruch der feuchten Blätter ein Hauch von Rauch (bitte nicht auf die Idee kommen dies mit Lapsang Souchong zu vergleichen, es ist wirklich nur ein Hauch). Die Süße ist honigartig und erinnert an getrocknete Datteln und im Abgang ein wenig an Trockenpflaume. Adstringenz hat dieser Tee so gut wie nicht. Dieser Tee ist auf jeden Fall sehr einzigartig und mit Vergleichen tu ich mich hier besonders schwer. Der Tee ist sehr komplex und hat keinen einfach zu erfassenden linearen Geschmack. Dazu kommt die für Tees aus semi-wild wachsenden und aus Samen gezogenen Teebäumen typisch hohe Ausdauer bei der Gong Fu Cha.
    Ein durchweg überzeugender Tee, wie von Kinnari Tea of Laos erwartet.

  3. Enrico Hahn (Verifizierter Besitzer)

    Einfach nur Wow. Nach vielen Schwarztees aus China wo eher Honigartige süße vorherrschend sind hier ein Tee der eher den Geschmack von Pflaumen und Trockenfrüchte hervorhebt. Eine Leichte Bitterkeit bei längeren Ziehzeiten ist hier nicht Störend sonder runden das Geschmacksbild eher ab und verleihen dem Tee zusätzlich Kraft.
    Auch dieser Tee darf nie mehr leer werden.

  4. Jürgen (Verifizierter Besitzer)

    Xaysathan Red Elephant

    Schon mit den ersten Schlucken war mir klar, dass dies kein einfacher Review werden würde. Einmal probieren, wäre in diesem Fall sicher nicht ausreichend, und wollte ich dem Roten Elefanten wirklich auf den Grund gehen, müsste ich mich schon längerfristig mit ihm einlassen. Wie gut, dass ich gleich 50g bestellt habe. So gibt es genug Material zum ausprobieren und experimentieren.
    Wie so oft, beginnt der Genuss beim Red Elephant bereits beim Anblick der trockenen Teeblätter. Nicht nur kann man an ihnen das handwerkliche Geschick der Produzenten ablesen, die Teeblätter selbst muten bei genauerer Betrachtung einem bunt zusammengewürfelten Haufen von verschiedenfarbigen Herbstblättern an. Grünlich, gelblich, beige, verschiedene Brauntöne bis fast vollständig schwarze Blätter lassen sich in dem kleinen Häuflein Tee ausmachen, der gleich darauf zu einem eher komplexen Teeerlebnis werden soll.
    Die Nase findet im Duft der Infusion herb- kräuterige Noten und eine würzige Ahnung von trockenem Kiefernholzrauch. Daneben ist es aber vor allem auch diese dunkel- erdige Duftkomponente, welche die gerade beschriebenen unterstützt und ergänzt. Ein wenig fühle ich mich dadurch an einen Pu Erh erinnert.
    Geschmacklich wird es dann ganz spannend. Mit dem ersten Schluck formt sich das Wort „trocken“ in meinen Gedanken. Ich brauche eine Weile um herauszufinden, dass eine fein abgestimmte , zarte Adstringenz dafür mit verantwortlich ist. Ich bin beeindruckt, der Tee aber noch lange nicht am Ende seiner gustatorischen Überraschungen für mich angelangt, denn gleich darauf beschießt er meine Geschmacksknospen mit einem dunkelfruchtig bis leicht holzigen, perfekt ausbalancierten Röstaroma, dass mich für einen Moment glauben macht eher einen Lapsang in der Tasse zu haben. Eine sanfte, malzige Süße möchte mich außerdem daran erinnern, dass die Teeblätter von Bäumen einer Assamica Varietät gesammelt wurden.
    Schließlich blitzen dazwischen zuweilen auch noch sehr feine Nuancen von trockenem Kiefernharz durch. Nein, Kiefernharz stand bisher nicht auf meinem Speiseplan, vielmehr versuche ich damit auszudrücken, dass der Tee im Geschmack Komponenten aufweist, welche mich an den Duft trockenen Kiefernharzes erinnern.
    Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich den Eindruck gewinnen in der Tasse nicht einen Tee, sondern die Melange aus drei verschiedenen Tees zu haben. Namentlich wären das ein Schwarzer Tee , ein Lapsang Souchong und ein Ripe Pu Erh.
    Habe ich schon erwähnt, dass der Tee dem Genießer eine sehr komplexe Reise durch all seine gustatorischen Variationen bietet? Man tut gut daran dies im Hinterkopf zu behalten, denn der Rote Elefant mag nicht nur einfach mal kurz gestreichelt, respektive „zwischendurch“ getrunken zu werden. Er benötigt vielmehr die volle Aufmerksamkeit und Hingabe seines Teetrinkers, wofür er sich mit einem sehr besonderen Geschmackserlebnis bedankt und einem darüberhinaus noch eines der schönsten Geschenke macht, die man sich in unserer heutigen, hektischen Gesellschaft vorstellen kann: Zeit.

    Zubereitung: 4g/100-120 ml 90-100Grad heißes Wasser
    Ziehzeiten: 40, 30, 30, 45, 60, 90, 120s

  5. David Astor

    Ein Muss für Fans des schwarzen Tees. Kraftvoll und komplex. Viele Nuancen. Sehr aussagekräftig! Ich kann mich den vorherigen Bewertungen nur anschließen.

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